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Potsdam-Mittelmark Ideenwerkstatt fürs Gemünde wird teuer
Lokales Potsdam-Mittelmark Ideenwerkstatt fürs Gemünde wird teuer
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17:01 01.06.2017
Idyllisch am Wasser gelegen, hat das Caputher Gemünde jede Menge touristisches Potenzial, das ausgeschöpft werden will. Quelle: Regine Greiner
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Caputh

Bis zu 36 500 Euro könnte das moderierte Werkstattverfahren zur Neugestaltung des Caputher Gemündes kosten. Auf Grundlage des Studentenwettbewerbs in Kooperation mit der Fachhochschule Potsdam soll das beliebte Ausflugsziel aufgehübscht werden. Die Ergebnisse des Wettbewerbs stehen seit Februar fest – gewonnen hatte die angehende Architektin Lea Knorr. Vertreter der Gemeinde Schwielowsee waren neben Professor Ludger Brands in der Jury (MAZ berichtete). Insgesamt acht Entwürfe liegen vor, die laut Gemeinde viel Potenzial haben.

Der Bauausschuss einigte sich im März darauf, die Vorschläge der Studenten in einer Ideenwerkstatt mit Anwohnern und anliegenden Unternehmen zu diskutieren und herauszufinden, wo die Prioritäten liegen. Zwei Büros aus Caputh und Potsdam haben ein Angebot für ein solches Verfahren gemacht. „Ich war ehrlich gesagt erschüttert, als ich gesehen habe, wie viel es kostet. Ich habe mit maximal 5000 Euro gerechnet“, sagte Matthias Fannrich (Bürgerbündnis) im Finanzausschuss am Mittwochabend. Auch im Fachbereich Finanzen hatte man weniger einkalkuliert: „Ich denke, man muss nicht so viel Geld in die Hand nehmen, sondern könnte ein anderes Verfahren auswählen“, erklärte Leiterin Ute Lietz. Dieser Meinung schloss sich Horst Bothe (CDU/FDP/UBS) an: „Es ist viel Geld für wenig. Die Umgestaltung selbst wird auch noch viel kosten.“ Dem widersprach Matthias Plöchl (Grüne), denn ein Angebot beinhalte bereits ein planerisches Ergebnis, die Vorplanung und in Teilen auch eine Entwurfsplanung. Er regte auch an, die Unternehmer in die geplanten Investitionen einzubeziehen. „Es gibt private Investoren, die bereit dazu sind“, sagte er. Dazu brauche es allerdings vorher eine fundierte Planung.

Erst im kommenden Jahr wirklich realisierbar

Heide-Marie Ladner (SPD) empfindet diesen Ort, gemessen an den Voraussetzungen, die eine kleinere Gemeinde wie Schwielowsee hat, als durchaus vorzeigbar. „Die Umgestaltung stößt bei den Caputhern auf Unverständnis“, erklärte sie. Tourismusexperten hatten das bei einer Studie zur weiteren Entwicklung des Erholungsortes anders gesehen. Demnach entspreche das Gemünde nicht dem Potenzial der Gemeinde durch ihre Lage am Wasser, im Grünen und inmitten der Kulturlandschaft. Wenn der Ortsteil den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ 2020 verteidigen will, müssten Aspekte wie Barrierefreiheit oder auch Infrastrukturentwicklung, wie beispielsweise am Caputher Gemünde, verbessert werden, erklärte Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU). „Die Studenten hatten eigentlich eine klare Aufgabenstellung. Wenn man sich dann in den politischen Gremien plötzlich dazu entscheidet, in ein Werkstattverfahren einzusteigen, muss man auch wissen, dass es Geld kostet“, so Hoppe weiter.

Nachdem das Werkstattverfahren ursprünglich schon im September angesetzt war, wird es nun wohl auf das kommende Jahr verschoben. Auch weil sonst Haushaltsmittel nachbewilligt werden müssten. Der Finanzausschuss will eine eindeutige Entscheidung des Bauausschusses abwarten. Matthias Fannrich schlug vor, dass ein kleines internes Gremium aus Vertretern der Fachbereiche und der Ausschüsse zunächst das Ziel genauer definieren könnte. Dies wurde einstimmig befürwortet.

Von Luise Fröhlich

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