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„Ihr habt die Ideen, wir haben die Kohle“

Nuthetal bekommt Kinder- und Jugendbudget „Ihr habt die Ideen, wir haben die Kohle“

In der Gemeinde Nuthetal bekommt der Nachwuchs die Chance, eigenständig kreierte Projekte mit Fördergeld zu verwirklichen. Um das zu ermöglichen, wird ein Kinder- und Jugendbudget etabliert. Das Geld zur Finanzierung von Projektideen stellt für dieses Jahr das Deutsche Kinderhilfswerk zur Verfügung. Wer die Mittel bekommt, entscheidet eine Nachwuchsjury.

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Mitstreiter des Jugendparlamentes bei der Nuthetaler Familienkonferenz im Februar. Dort wurde die Idee geboren, ein Kinder- und Jugendbudget zu schaffen.

Quelle: Privat

Nuthetal. Kinder und Jugendliche in Nuthetal bekommen eine reale Chance, eigene Projekte zu finanzieren und zügig in die Tat umzusetzen. Neu dabei ist auch, dass nicht Erwachsene, sondern junge Leute bestimmen, welche der eingereichten Vorschläge umgesetzt werden.

Möglich macht das ein erstmals aufgestelltes Kinder- und Jugendbudget und eine Förderung des Deutschen Kinderhilfswerkes. Es will aus seinem Gemeinschaftsfonds „Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Demokratie und Wahlen“ anteilig noch für dieses Jahr 2500 Euro zur Verfügung stellen, um das Budget zu ermöglichen. Der Scheck wird am 6. Juli übergeben. In der Gemeinde Nuthetal einen Etat für den Nachwuchs zu schaffen, hatten Jugendliche im Februar bei der Familienkonferenz vorgeschlagen. Das Jugendparlament griff die Idee auf und wenige Monate später fällt bereits der Startschuss für die Umsetzung. Laut Nuthetals Jugendkoordinatorin Jana Köstel werden gerade Postkarten in Auftrag gegeben, die noch vor den Ferien in Schulen und Vereinen verteilt werden. Slogan der Aktion: „Ihr habt die Ideen, wir haben die Kohle!“ Junge Menschen im Alter zwischen sechs und 21 Jahren können auf den Postkarten ihre Vorschläge bis 22. September beim Jugendparlament einreichen. Voraussetzung ist, dass mindestens drei Leute hinterm Vorschlag stehen und dessen Realisierung auch anderen nützt.

Bis zu 500 Euro können dieses Jahr je Projekt verteilt werden, es werden also mindestens fünf Projekte bedacht. Über die Vergabe der Mittel entscheidet Anfang Oktober eine Jury, in der drei Vertreter des Jugendparlaments, vier Klassensprecher aus den Grundschulen und zwei unabhängige Jugendliche sitzen. „Ich bin neugierig, was so an Ideen kommt, wenn Kinder nicht von den Regelwerken der Erwachsenen eingeschränkt werden“, sagte Köstel. „Einen Dinosaurier-Streichelzoo wird es aber nicht geben. Da sind uns wissenschaftlich und finanziell Grenzen gesetzt.“

Werden die neuen Möglichkeiten angenommen, soll das Jugendbudget fest etabliert werden. Für 2018 hätte das Jugendparlament sogar die Chance auf 5000 Euro. So hoch ist die Förderung pro Antrag aus dem Gemeinschaftsfonds des Kinderhilfswerks für ein volles Jahr.

Von Jens Steglich

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