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Potsdam-Mittelmark Im Einsatz für Mitschüler und Lehrer
Lokales Potsdam-Mittelmark Im Einsatz für Mitschüler und Lehrer
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00:17 27.04.2017
Eine muntere Truppe mit Freude an der Team-Arbeit: die Schulsanitäter der Krause-Tschetschog-Oberschule Bad Belzig. Quelle: Josephine Mühln
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Bad Belzig

Gespannt schauen die acht Schüler der Arbeitsgemeinschaft „Schulsanitätsdienst“ auf das Päckchen in ihrer Mitte. „Habe ich extra in den Farben des Roten Kreuzes eingepackt – rot und weiß“, sagt Ramona Mai. Noch schnell ein Foto zur Erinnerung, dann dürfen die Jungen und Mädchen der Bad Belziger Krause-Tschetschog-Oberschule endlich ihre Überraschung auspacken.

Zum Vorschein kommen ein Pulsoximeter, das den Puls direkt am Zeigefinger misst, Verbandsmaterial, ein Blutdruckmessgerät und natürlich: ein paar Süßigkeiten. Damit möchte AG-Leiterin Ramona Mai sich bei ihren Schützlingen bedanken. Denn sie haben im März an ihrem ersten Wettbewerb teilgenommen – der Brandenburger Landesmeisterschaft der Schulsanitäter in Cottbus. „Unser Ziel war es, nicht Letzter zu werden. Und das haben wir geschafft“, freut sich Mai. „Die Schüler haben super zusammengearbeitet, der Ausscheid war ein großer Gewinn für die Teamfähigkeit.“

Von Beginn an großes Interesse aller Schüler

Die Schulsanis sind von Anfang an auf großes Interesse bei den Schülern gestoßen. Seit September 2016 hält Ramona Mai die Fäden der AG in der Hand. Sie ist selbst als ehrenamtliche Sanitäterin beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) aktiv. „Ich fand die Idee von Anfang an gut“, sagt Mai, die im Hauptberuf als Medizinische Fachangestellte in der Kinderarztpraxis von Burkhard Kroll in Bad Belzig tätig ist. „Außerdem ist es eine Chance, das Interesse der Schüler zu wecken und vielleicht ein paar ehrenamtliche Sanis für das DRK zu akquirieren.“ Alle Schüler haben als Vorbereitung für die AG einen Erste Hilfe-Kurs beim Roten Kreuz abgelegt.

Das von Ramona Mai als Überraschung gepackte Päckchen für die Schulsanis. Quelle: Josephine Mühln

Besonderen Wert legt Ramona Mai darauf, dass in der AG weder gemobbt noch gehänselt wird. „Es wir nur miteinander gelacht – und nicht übereinander“, sagt sie. „Das ziehe ich auch streng durch, weil ich Mobbing überhaupt nicht leiden kann.“ Die Schüler danken ihr diese klare Linie. „Sie hat die Gruppe super aufgebaut“, sagt Paulina Block. Die 16-Jährige gehört seit der ersten Stunde zu den Schulsanis.

Sechs Mal musste Krankenwagen angefordert werden

„Wenn wir zu einem Einsatz auf dem Schulgelände gerufen werden, müssen wir selbst einschätzen, ob ein Rettungswagen gerufen werden muss“, erzählt Jeremy Mai. Ein Vorfall ist dem 14-Jährigen besonders im Gedächtnis geblieben. „Einmal ist ein Mädchen mit dem Kopf gegen die Heizung geknallt“, erzählt der Bad Belziger. „Ich musste ziemlich viel mit ihr reden, damit sie mir nicht komplett weggeklappt ist.“ Insgesamt sechs Mal musste im vergangenen Jahr ein Krankenwagen angefordert werden. Außerdem war die Hilfe der Sanis bei Schürfwunden, Schnittverletzungen, Stauchungen oder Prellungen gefragt.

Ein Dienstplan regelt, welche zwei Schüler als Sanitäter im Dienst sind, wöchentlich wird gewechselt. Erreichbar sind die Diensthabenden über ihre Handys. Nach jedem Einsatz muss ein Protokoll ausgefüllt werden. Die AG selbst findet immer mittwochs statt. Hier werden nicht nur die Einsatzprotokolle ausgewertet, sondern auch die Sani-Tasche wird auf Vollständigkeit geprüft. Anfangs habe es manchmal noch Probleme mit der Verständigung untereinander gegeben, erinnert sich Paulina Block. „Wir wurden auch von den anderen Schülern erst nicht richtig als Sanitäter akzeptiert, aber im Laufe der Zeit hat sich das eingespielt.“

Von Josephine Mühln

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