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Im Fläming geht’s den Bach runter

Umweltpreise in Werder vergeben Im Fläming geht’s den Bach runter

Der Landkreis hat am Samstag Umweltpreise für Schülerprojekte vergeben. Acht Teams waren am Start. Sieger wurden die Tipidorf-Gründer aus Borkwalde, die sich unbändig über den ersten Platz freuten. Aber auch die anderen sieben Gruppen konnten ihre Kreativität eindrucksvoll unter Beweis stellen.

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Alle konnten sich freuen. Die Teilnehmer der acht Projekte zum Foto vereint.

Quelle: Edith Mende

Werder. Es gab acht Sieger und keinen einzigen Verlierer, als am Samstagnachmittag in der Mensa des Oberstufenzentrums Werder die Jugend-Umweltpreise 2017 des Landkreises Potsdam-Mittelmark vergeben wurden. Mit acht Projekten hatten sich Kinder und Jugendliche am Wettbewerb beteiligt, sieben Gruppen davon zum ersten Mal. Dauerbrenner sind seit Jahren die Junior-Ranger aus dem Naturpark Hoher Fläming in Raben und Baitz, die dank kontinuierlicher Arbeit schon manchen Preis einheimsen konnten. Diesmal den dritten Platz für ihr Projekt „Vermüllte Zeiten - schlechte Zeiten“. Sie hatten den Weg einer weggeworfenen Plastikflasche vom Fläming bis in die Nordsee verfolgt und in einem kleinen Film festgehalten. Auf einer Exkursion an die Küste erfuhren sie viel über die Schäden, die Plastikabfälle in den Meeren, bei den Tieren und letztlich wieder beim Menschen anrichten. Auch einen Pokal, den Jugend-Medienpreis des Landkreises, durften die Junior-Ranger um Betreuerin Katrin Dörrwand stolz mit nach Hause nehmen.

Total aus dem Häuschen vor Freude über ihren ersten Platz waren die Tipidorf-Gründer aus Borkwalde. Ulrike Petrus und Gerhard Schubert hatten das Projekt angeschoben, bei dem auf einem privaten Grundstück ein Platz zum Spielen und Toben im engen Kontakt mit der Natur entstand. Inzwischen sind mehrere Eltern und ihre Kinder dazugestoßen, haben Ideen und handwerkliches Können mitgebracht. Demnächst soll ein Verein als Träger gegründet werden. In einer Voliere wurden schon mehrere mutterlose Eichhörnchen aufgepäppelt und wieder ausgewildert. Das Gelände steht nach Absprache auch Kitas, Schulen und anderen offen. Die 600 Euro Preisgeld könne man gut gebrauchen, da unter anderem die Sanitäranlagen dringend verbessert werden müssen, so die Borkwalder.

In einer Projektwoche hatten sich Schüler des Gymnasiums Am Burgwall in Treuenbrietzen mit Abfallprodukten und deren Wiederverwendung befasst. Unter dem Motto „Kunst mit Müll“ gestalteten sie unter anderem mit Holz- und Farbresten einen Freizeitraum in der Schule. Auch die Gymnasiasten befassten sich mit Müll in den Weltmeeren. Daraus entstanden Präsentationen, die als Unterrichtsmaterial genutzt werden können. Die Treuenbrietzener konnten den zweiten Platz im Wettbewerb belegen.

Die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr aus Caputh hatten im April ihre Feuerwehr-Kameraden aus den anderen Ortsteilen von Schwielowsee zu einem Frühjahrsputz aktiviert. Dabei wurde viel Unrat aufgesammelt und auch darüber gesprochen, wie man solche Verschmutzungen verhindern kann. Mit zwei Ferienprojekten zu Umwelt und Natur stellten sich sowohl die Grundschulen aus Roskow und Pritzerbe als auch die Kinder aus dem Hort „Flinke Eichhörnchen“ in Niemegk vor.

Auch das gastgebende Oberstufenzentrum Werder beteiligte sich am Wettbewerb. Jugendliche drehten einen Film. Dafür hatten sie ein Papiertheater gebastelt, in dem sich ihre Figuren bewegen und Fragen, etwa zu Verpackungen oder Verkehrsmitteln, stellen. Antworten darauf sollen Kinder selbst finden, denn der Film kann unterbrochen werden, um das Thema zu diskutieren. Einen Klimakoffer entwickelten Schüler der Klasse 16-1 aus dem gleichen Fachbereich. Er enthält Spiele, Experimentieranleitungen sowie ein Quiz zu den Themen Klima und Umweltschutz und kann beispielsweise in Kitas genutzt werden. Für die Fortführung laufender Projekte oder für neue Ideen gingen Preisgelder zwischen 100 und 600 Euro an die Wettbewerbsteilnehmer.

Von Edith Mende

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