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Potsdam-Mittelmark Im Plus Bus XXL geht’s nach Potsdam
Lokales Potsdam-Mittelmark Im Plus Bus XXL geht’s nach Potsdam
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17:22 13.05.2016
So etwas hat man hierzulande noch nie gesehen: Ein Gelenkbus, liebevoll Schlenki genannt, auf vier Achsen und mit einer Länge von fast 20 Metern. Quelle: René Gaffron
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Bad Belzig

Ein Riese ist es, der sich über die Straßen schiebt – zumindest auf den Schnellbuslinien. Exakt 19,54 Meter misst die Neuerwerbung im Fuhrpark der Verkehrsgesellschaft Belzig (VGB). Ab sofort rollt sie von der Kur- und Kreisstadt nach Brandenburg an der Havel und Potsdam – als Plus-Bus XXL.

Das kreiseigene Unternehmen will seiner jüngsten Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen. Denn in den - unter anderem mit Internetanschluss - modern ausgestatteten Bussen, die abgestimmt zu Regionalexpressanschlüssen in den Zentren unterwegs sind, wurde es mitunter schon eng. Teils mehr als 20 Prozent an Zuwachs bei den Fahrgastzahlen gibt es laut Hans-Jürgen Hennig schließlich nach nur einem Jahr zu bilanzieren.

Wie der Geschäftsführer berichtet, sei deshalb eine Anpassung des Angebots an die Nachfrage erfolgt und ein in Ostdeutschland noch exklusives Gefährt – bislang als Vorführwagen eingesetzt – erworben und von einem Güstrower Fachbetrieb für den Bedarf zwischen Havel und Fläming hergerichtet worden.

Dort sind bislang 10-,12-, 15- und 18-Meter-Karossen am Start gewesen. Nunmehr also die 20- Meter-Ausführung mit insgesamt 176 Sitzen – alle Einwohner von Grubo könnten also auf einmal mitfahren. Oder drei Regel-Bus-Ladungen mit Schulkindern wie bei der Inbetriebnahme in dieser Woche von Jungen und Mädchen aus der Geschwister-Scholl-Grundschule eindrucksvoll demonstriert worden ist.

Technische Daten

Der Plus Bus XXL ist ein Mercedes, Baujahr: 2010.

Das 360-PS-Gefährt wird schätzungsweise 38 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbrauchen

Er könnte maximal 100 Kilometer je Stunde fahren, ist jedoch abgeriegelt bei 82 Kilometer je Stunde.

„Den Komfort braucht es mithin auch bei der Größenordnung, denn der Autofahrer lässt sich nicht mit einem Stehplatz locken“, sagt Hans-Jürgen Hennig. Mithin finden noch zwei Kinderwagen und ein Rollstuhl in dem absolut barrierefreien Fahrzeug ihre Nischen. Bei etwa zehn Prozent mehr Platzangebot rechnet der Unternehmenschef mit etwa fünf Prozent mehr Kosten. In der Flexibilität liegt der Schlüssel für die Zukunft, wie er erklärte und auf die Stadtlinie 590 in Bad Belzig verwies. Nach Umstellung auf den kleineren City-Sprinter und Einführung des Halbstundentaktes ist ein Drittel mehr Leute an Bord.

Ein bei Chaffeuren und Nutzern durchaus beliebter Reisebus ist von der Verkehrsgesellschaft abgegeben worden, um mit für den Aufsichtsrat vertretbaren Aufwand von 80 000 Euro das neue Prestige-Objekt auf die Linie zu bringen. Wichtig war noch, dass der Dreitürer trotz der Länge alle Haltestellen auf dem Lande bedienen kann.

Die Fahrer haben sich an die Maße der 360-PS-Kutsche gewöhnt, wie Andreas Baruth bestätigt. Er und seine Kollegen, ohnehin keine Grobmotoriker, meistern selbst das Nadelöhr an der Fuhrwerksbrücke in Bad Belzig, und bringen das lange Vehikel dank lenkbarer vierter Achse, nun fast filigran um die Ecke.

Von René Gaffron

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