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Im Sauseschritt in die Hauptstadt

Bahnanbindung nach Berlin Im Sauseschritt in die Hauptstadt

London hört nicht an seiner Stadtgrenze auf. Paris ist eigentlich auch sehr viel größer. Und Berlin? In Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und Potsdam ist Schluss. Vielleicht noch bis zum Autobahnring, doch dahinter beginnt das weite Land. Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig (SPD) will die Berlin fernen Kommunen nun besser mit der Hauptstadt verbinden.

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Nicht wenige Pendler steigen morgens in Wiesenburg in den Zug, um zur Arbeit nach Berlin oder Potsdam zu gelangen.

Quelle: Dirk Fröhlich

Mittelmark. London hört nicht an seiner Stadtgrenze auf. Paris ist eigentlich auch sehr viel größer. Und Berlin? In Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und Potsdam ist Schluss. Vielleicht noch bis zum Autobahnring, doch dahinter beginnt das weite Land. „Wir müssen versuchen, dass auch Wiesenburg und Ziesar Honig aus der Entwicklung der Metropole saugen können“, sagt Wolfgang Blasig (SPD), Landrat von Potsdam-Mittelmark. Und wie, bitte schön? Das soll das nächste Kreisentwicklungsforum, zu dem der Landkreis Ende des Monats an den Seddiner See einlädt.

In drei Arbeitsgruppen will man sich bei dem Forum am 27. Februar der Sache nähern. „Mobilität“ ist eine davon. Bei diesem Aspekt sieht Blasig Chancen für die entlegenen Ecken eines Landkreises, der ein wenig größer ist als das Herzogtum Luxemburg. Er zieht die Parallele zu den Metropolen Paris und London. Blasig möchte – wenn er könnte, wie er wollte – den gesamten Landkreis so gut mit Bussen und Bahnen verbinden, dass der Fahrgast höchstens eine Stunde bis ins Berliner Zentrum benötigt. Eine Stunde Fahrzeit sei so etwas wie eine psychologische Grenze, ist Blasig überzeugt. Besagte Stunde dürfe man aber nicht nur unter der Woche zu den Berufszeiten bieten. „Auch am Wochenende muss man den Leuten eine leistungsfähige Verbindung bieten, sonst nützt es nichts.“

Drei Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit dem Thema

Um Berlinern und Potsdamern den Vorzug frischer Luft, ruhiger Wohnlage und günstiger Baulandpreise schmackhaft zu machen, dürfe man ihnen nicht das Gefühl geben, sie ans Ende der Welt zu locken. Die Entwicklung der Wirtschaft spiele sich an den Autobahnen ab, die der Wohnstandorte an den Bahnlinien, unterstreicht der Landrat. In der Tat sind die Bodenpreise in bestimmten Mittelmark-Orten mit Bahnhöfen in den vergangenen Jahren leicht angezogen.

Bei dem Forum hofft die Kreisverwaltung auf eine möglichst breite Resonanz. „Jeder, der sich dafür interessiert, ist herzlich eingeladen“, betont der Landrat. Zwecks Planung sei allerdings eine Anmeldung unbedingt nötig, ergänzt Christian Altmann von der Kreisverwaltung. Gerade durch eine breite Beteiligung könnten viele verschiedene Anregungen und Perspektiven das Forum und die Debatten befruchten. Damit diese Erkenntnisse in die politische Arbeit einfließen, „bereiten wir die Beiträge so auf, dass sie jeder nutzen kann“, sagt Altmann.

Wolfgang Blasig hofft, dass auch Vertreter der Landesregierung vorbei schauen. Will er mehr Bahnen, muss das Land die Züge bestellen. Hier sieht der Landrat eine Chance für alle Kommunen fern der beiden Hauptstädte, nicht allein für die mittelmärkischen. Sollte es nötig sein, dass sich der Kreis finanziell beteiligen müsse, „werden wir uns nicht verschließen“.

Das Forum läuft am 27. Februar von 9 bis 13 Uhr in der Heimvolkshochschule Seddiner See. Anmeldung unter www.potsdam-mittelmark.de.

Von Heiko Hesse

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