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Potsdam-Mittelmark Immer mehr Müll: APM-Hof muss wachsen
Lokales Potsdam-Mittelmark Immer mehr Müll: APM-Hof muss wachsen
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11:24 20.07.2016
Der APM-Wertstoffhof Niemegk soll erweitert werden. Thomas Fröhlich sortiert hier Elektroschrott. Quelle: Thomas Wachs
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Niemegk

Stau auf dem Wertstoffhof. Vor allem an Samstagen ist das auf dem Niemegker Firmengelände der Abfallwirtschaft Potsdam-Mittelmark GmbH (APM) inzwischen keine Seltenheit mehr. „Wir brauchen mehr Platz, um dem stetig wachsenden Kundenstrom und dem damit steigenden Aufkommen an Wertstoffen gerecht zu werden“, sagt Diana Grund. „Wir sind hier, so wie auch an den Standorten in Teltow und Werder, an den Kapazitätsgrenzen“, erklärt die Prokuristin der APM am Hauptsitz in Niemegk. Deshalb denkt das kreiseigene Unternehmen jetzt intensiv über eine Expansion der Wertstoffhöfe nach, die 2003 sowie 2004 in Betrieb gingen.

In Niemegk soll das Betriebsgelände an der Bahnhofstraße ausgebaut und auf einen Bereich der einstigen Ladestraße an der stillgelegten Bahnstrecke erweitert werden. Auch in Teltow und Werder expandieren die Wertstoffhöfe. „In Teltow reicht der Stau oft bis auf die öffentliche Straße zurück, auch da müssen wir also handeln“, sagt Tino Jaster, der Technikchef der APM.

Nicht alles ist kostenlos

Die Abfallwirtschaft Potsdam-Mittelmark GmbH (APM) betreibt seit 2003/2004 drei Wertstoffhöfe am Hauptsitz in Niemegk sowie in Teltow und Werder/Havel.

In der Abfallgebühr enthalten ist die Anlieferung von Alttextilien, Elektro- und Elektronikaltgeräten samt Althandys, gefährlichen Abfällen, Gerätebatterien und Akkus, Metallschrott, Altpapier und Pappe sowie von Sperrmüll samt Teppichen.

Diese Abfälle und Wertstoffe müssen aus privaten Haushalten im Landkreis Potsdam-Mittelmark stammen und können nur in haushaltsüblichen Mengen entgegen genommen werden.

Kostenpflichtig ist auf den Wertstoffhöfen die Annahme von Bauschutt im weitesten Sinne, Altreifen, Grünabfällen sowie Holzabfällen in haushaltsüblichen Mengen aus Privathaushalten sowie auch Gewerbebetrieben.

Überhaupt nicht angenommen werden auf den Wertstoffhöfen Gelbe Säcke gefüllt mit Verpackungsabfällen, Eisenbahnschwellen als Altholz der Kategorie IV sowie PCB-haltige Kondensatoren, die im Schadstoffmobil angenommen werden.

Nähere Informationen zu den Wertstoffhöfen sind im Internet abrufbar, zu finden unter der Adresse www. apm-niemegk.de.

Ihm schwebt der Einsatz größerer Container an den Sammelplätzen vor. „Sie müssen dann nicht so oft zwischendurch gewechselt werden, was jedes Mal die Anlieferung stört“, sagt Jaster. Statt der heute üblichen Container für 20 Kubikmeter soll dann die doppelte Menge Platz finden. Zudem könnten Rampen gebaut werden, um den Kunden das Abladen zu erleichtern. Gerade bei Bauschutt wäre das hilfreich.

Seitdem auf der von der Chris-Cat-GmbH Niemegk betriebenen Deponie im einstigen Tonabbaugebiet nämlich kein Bauschutt mehr angenommen werden darf, steigen die auch von vielen Kleinunternehmern angelieferten Mengen stetig. „Waren es 2013 noch 300 Tonnen dieser Fraktion, lagen wir 2015 schon bei 700 Tonne im Jahr und erwarten für 2016 abermals eine Steigerung“, erklärt Diana Grund.

Viele Mittelmärker liefern ihre Abfälle selbst am Wertstoffhof an. Quelle: Thomas Wachs

Insgesamt stieg auch die Zahl der Kundenbesuch. Allein am Wertstoffhof in Niemegk gab es 2013 noch 7842 Anlieferungen. Im Jahr darauf waren es 8796 und im Jahr 2015 knapp 10 800 Anfahrten.

Platzproblem frühestens in zwei Jahren gelöst

Abhilfe für die daraus resultierenden Platzprobleme könnte es jedoch frühestens in zwei Jahren geben. „Wir brauchen erst noch das Ok vom Kreis als Gesellschafter und können dann die konkrete Planung beginnen“, erklärt Diana Grund. Daher könne derzeit auch der Kostenrahmen noch nicht benannt werden.

Die APM GmbH will die Fläche der maroden Ladestraße von der Stadt Niemegk kaufen. Quelle: Thomas Wachs

Zumindest die Niemegker Stadtverordneten billigten in ihrer jüngsten Sitzung bereits einstimmig einen Kaufantrag der APM für ein Teilstück der alten Ladestraße zwischen der APM-Kundenzufahrt und dem Altdorfer Weg im Gewerbegebiet. Das Areal werde für kommunale Belange nicht benötigt und könne daher nun zum Marktwert als Bauland verkauft werden, schlug Amtsdirektor Thomas Hemmerling vor. Formal habe es sich bei dem Stück nie um eine öffentliche Straße gehandelt, „auch wenn sie immer als solche geduldet wurde“, erklärte der Verwaltungschef vor den Stadtverordneten während der jüngsten Sitzung in Lühnsdorf. Auf der heute von Kopfsteinpflaster, Schlaglöchern und Pfützen geprägten Piste werde es immer schwieriger, die Verkehrssicherungspflicht zu gewährleisten, sagte der Amtsdirektor.

Der APM GmbH schwebt nach Angaben von Diana Grund vor, mit der Erweiterung des Geländes die Hauptzufahrt für den Wertstoffhof ebenfalls an den Altdorfer Weg zu verlegen. Damit soll die marode Bahnhofstraße entlastet werden. Ausschließlich vom Gewerbegebiet aus erfolgt bereits seit gut drei Jahren die Zu- und Abfahrt für die APM-Lastwagen.

Von Thomas Wachs

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