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Potsdam-Mittelmark Immer öfter zu schweren Unfällen
Lokales Potsdam-Mittelmark Immer öfter zu schweren Unfällen
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14:37 08.11.2015
Bürgermeister Bernd Kreykenbohm (l.) mit Heinz Ziehm (Netzen), Klaus Schulz (Lehnin) und Hartmut Große (Netzen). Quelle: Christine Lummert
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Lehnin

Eben noch in voller Montur auf der Straße eine Ölspur beseitigt und dann elegant in Feuerwehruniform auf der Bühne ausgezeichnet werden – für die Floriansjünger aus Kloster Lehnin kommt der Dienst zuerst, aber gefeiert werden darf dann auch.

Alle zwei Jahre werden in Kloster Lehnin im Rahmen des Feuerwehrballs, der von den Feuerwehrvereinen der Ortswehren organisiert wird, von der Gemeindeverwaltung und der Gemeindewehrführung im festlichen Rahmen Beförderungen und Ehrungen für treue Dienste vergeben.

Am Samstag waren die Kameraden aus Damsdorf, Nahmitz und Netzen aufgrund von Einsätzen spät dran. Während die Feuerwehrleute der anderen zehn Ortswehren der Gemeinde im Saal des Lehniner Cafe Niewar schon zum gemütlichen Teil übergingen, durften unter anderen der Netzener Wehrführer Torsten Menz und der Damsdorfer Kamerad Jan Steinbrenner ihre Auszeichnungen doch noch entgegen nehmen. Wie neun weitere Kameraden wurde Menz für 20 Jahre treue Dienste mit einer Urkunde und einer Medaille in Bronze vom Brandenburger Minister des Innern belohnt. Insgesamt wurden 20 Kameraden für treue Dienste mit Plaketten in Kupfer, Bronze, Silber und Gold belohnt.

Für treue Dienste geehrt

Mit der Medaille für treue Dienste in Kupfer (10 Jahre) wurden geehrt: Eric Rummland (Trechwitz), Viktoria Demuth (Nahmitz), David Lehmann (Rietz), Andre Wiegandt (Reckahn) und Philipp Menz (Prützke).

20 Jahre bei der Feuerwehr dabei sind: Torsten Menz (Netzen), Karsten Badstieber (Krahne), Stefan Höhne (Krahne), Denny Hübener (Krahne), Sebastian Wildgrube (Krahne), Benjamin Willmann (Krahne), Heiko Radecke (Krahne), Jörg Binder (Emstal), Marcel Kanisch (Damsdorf und Sven Altenkirch (Reckahn). Sie erhielten Medaillen in Bronze.

Silbermedaillen für 30-jährige Zugehörigkeit erhielten: Maik Gericke (Nahmitz), Karsten Rochow (Netzen), Heiko Buchholz (Netzen) und Wilfried Juchert (Netzen). Gold gab es für 40 Jahre in der Feuerwehr an Dirk Böttcher (Nahmitz). 50 Jahre dabei sind Hartmut Große (Netzen) und Klaus Schulz (Lehnin). Heinz Ziehm aus Netzen ist seit 60 Jahren Feuerwehrmann.

Hartmut Große aus Netzen und Klaus Schulz aus Lehnin bekommen für ihre 50-jährige Feuerwehrzugehörigkeit, ebenso wie der Netzener Heinz Ziehm für 60 Jahre treue Dienste Anfang Dezember eine Auszeichnung aus den Händen des Landrats.

Steinbrenner darf sich hingegen zusammen mit neun weiteren Kameraden nach erfolgreicher Ausbildung Oberfeuerwehrmann nennen. Zehn andere Kameraden haben den Einstieg in die Feuerwehr gemacht und wurden von Gemeindewehrführer Sebastian Koppe vom Anwärterstand in den ersten Dienstgrad Feuerwehrfrau beziehungsweise Feuerwehrmann befördert. Insgesamt wurden 33 Kameraden befördert. „Einige Häuptlinge brauchen wir natürlich auch“, erklärte Gemeindewehrführer Koppe und freute sich besonders über die Beförderungen von Anja Leo (Emstal), Kevin Strehlau (Lehnin) und Ronny Sumpf (Grebs) zum Brandmeister, sowie Marko Riesenberg-Leo (Emstal) zum Hauptbrandmeister, die alle in ihren Wehren Führungsverantwortung übernehmen.

Kevin Strehlau (Lehnin), Kai-Uwe Klotz (Rädel), Ronny Sumpf (Gebs) und Anja Leo (Emstal) freuen sich über ihre Beförderungen. Quelle: Christine Lummert

Bürgermeister Bernd Kreykenbohm dankte den Kameraden für ihre große Einsatzbereitschaft und sicherte den Wehren Investitionen der Gemeinde über die nächsten fünf Jahre von insgesamt 100 000 Euro zu, die in die Beschaffung von Dienst- und Schutzkleidung gesteckt werden soll. Außerdem will die Gemeinde die Funktionsträger der Wehr entlasten und eine neue Stelle im Gemeindehaushalt einplanen. „Mit einem hauptamtlichen Gemeindefeuerwehrgerätewart wollen wir unsere Feuerwehr unterstützen.“

Gleichzeitig erinnerte Kreykenbohm an die hohe psychische und physische Belastung der Feuerwehrleute, die ihren Dienst im Ehrenamt verrichten. „Wir werden uns auf Landesebene dafür einsetzen, dass vor allem die Einsatzkilometer auf der Autobahn weniger werden“, erklärte der Bürgermeister. Denn besonders der erste Zug der Kloster Lehniner Wehr muss immer häufiger vor allem zu schweren Autounfällen ausrücken, die oft nur mit der Begleitung durch Notfallseelsorger zu bewältigen sind. So wie in der vergangenen Woche, als zwei Personen in ihrem von Lkw zerquetschten Auto bei Netzen umkamen.

Von Christine Lummert

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