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Potsdam-Mittelmark In Baitz werden Mädchenträume wahr
Lokales Potsdam-Mittelmark In Baitz werden Mädchenträume wahr
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09:15 16.08.2017
Julia Schmiederer (11) aus Golzow mit Valentino. Quelle: Christiane Sommer
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Baitz

„Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, sagt ein altes Sprichwort, das auf Friedrich von Bodenstedt zurückgeht und mehr als 150 Jahre alt ist. Für Helene Kreutzer, Annika Hertel, Marike Beck, Sarah Meyer, Julia Schmiederer, Hannah Weise, Lilly Wenger, Sophia und Anna Hübner sowie Anna Fürstenau trifft der Satz aber auch heute noch zu – denn die Mädchen verbringen ihre Ferien auf dem Reiterhof von Rita Peters in Baitz.

„Es ist sehr schön hier. Aber Pferde sind nicht mein ganzes Leben“, bemerkt Lilly Wenger. „Ich gehe auch sehr gerne tanzen.“ Seit 1991 bietet Rita Peters nun schon Reiterferien für Kinder an. Im Sommer, im Frühjahr und im Herbst. Was als Versuch begann, hat sich über die Jahre zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt.

Jedes Mädchen ist für ein Pferd verantwortlich

Die im Schnitt sieben bis 15 Jahre alten Ferienkinder kommen sowohl aus der näheren als auch aus der weiteren Umgebung. Von Brandenburg bis Berlin, von Halle bis Dresden. „Und es sind größtenteils Mädchen“, lautet die Erfahrung der 56-Jährigen. Und wenn dann doch mal Jungs zu Gast sind, dann interessieren die sich mehr für Traktoren.

Umso begeisterter sind die Mädels, die auf dem Hof von Rita Peters ihren Traum von den Reiterferien verwirklichen können. Jede von ihnen ist für die Dauer des Aufenthalts für ein Pferd verantwortlich. Gleich nach der Ankunft übernimmt die Hofchefin die Einteilung. Sie entscheidet, je nach Alter und Erfahrung der Kinder, wer auf einem Pony, einem Haflinger oder einem Großpferd reiten darf.

Dabei ist bislang noch nie etwas schiefgegangen. Auch diesmal sind die Mädels allesamt mit ihrem tierischen Partner zufrieden. Vom Putzen, Satteln, Absatteln und wieder Putzen können sie nicht genug bekommen. Und vom Reiten natürlich auch nicht. Geritten wird zwei Mal am Tag: in der Reithalle, auf dem Dressurplatz oder in der Natur.

Viele Mädchen kommen nach ihrem ersten Besuch wieder

Anna Fürstenau aus Berlin ist mit 16 Jahren die Älteste in der Gruppe. „Es ist hier wie in einer großen Familie, das macht es so schön“, sagt sie. Seit acht Jahren kommt das Mädchen immer wieder auf den Hof. Auch, weil Anna in Berlin bislang vergeblich nach einer passenden Reitgelegenheit sucht.

Hannah Weise ist die Jüngste in der Gruppe. Die Achtjährige wohnt in Golzow und war ursprünglich nur als Tageskind angemeldet. „Dann wurde mehr daraus“, sagt Rita Peters und lächelt. Die Arbeit mit den Kindern macht ihr Freude. Julia Schmiederer – ebenfalls aus Golzow – ist bereits zum fünften Mal dabei. „Mir gefällt, dass man hier individuell lernen kann“, erklärt die Elfjährige, die auch außerhalb der Ferien auf dem Hof Reitstunden nimmt. „Außerdem kann man hier immer neue Freunde kennen lernen.“ Die anderen Mädels nicken zustimmend.

Heimweh kommt nur selten auf

Dann heißt es, auf die Anweisungen von Rita Peters zu achten. Die Pferde sind gesattelt, so dass der Reitstunde nichts mehr im Weg steht. Hufgeklapper und fröhliches Lachen verrät im Dorf, dass sich die Ferienkinder jetzt wieder auf den Weg in die Reithalle machen. Dort angekommen, ermöglichen kleine Gruppen optimale Lern- und Trainingsbedingungen.

Lisa Lorenz aus dem nahen Brück arbeitet während der Ferien als Betreuerin auf dem Hof. Sie ist der Chefin während dieser Zeit eine wichtige Hilfe. Auf die Frage, ob bei aller Liebe zum Pferd unter den Kindern gelegentlich Heimweh aufkommt, sagt Rita Petes.„Eher selten, aber es ist nicht ausgeschlossen. Wenn, dann jedoch nur bei Kindern, die noch nie allein von zu Hause fort waren.“

Von Christiane Sommer

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