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Potsdam-Mittelmark In der Stein-Therme gibt es bald Soleschinken
Lokales Potsdam-Mittelmark In der Stein-Therme gibt es bald Soleschinken
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13:20 11.03.2018
Ingrid und Siegfried Goldschmidt, Ina Finke, Christian Kirchner und Roland und Barbara Dossow (von links) sind sich einig: Der Schinken schmeckt. Quelle: Christiane Sommer
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Bad Belzig

Nach Solebrot und Solebraten erobert jetzt auch ein Soleschinken aus Bad Belzig die Genießergaumen. „Auf der Grünen Woche in Berlin haben wir unseren Soleschinken zum ersten Mal vorgestellt“, sagt Christian Kirchner, Chef der Stein-Therme. Den Messestand in der Hauptstadt hat Kirchner persönlich mitbetreut. Dabei hatte er hautnah Gelegenheit, mit Genießern aus ganz Deutschland ins Gespräch zu kommen. „Sie waren voll des Lobes“, berichtet der Themenchef.

Eine kleine, spontane Kostprobenaktion gab es anschließend in der Bad Belziger Stein-Therme. Dabei bestätigten die Gäste nun die Aussage von Kirchner. Roland Dossow aus Kloster Lehnin lobt den Schinken: „Sehr gut, fantastisch“, sagt er zwischen zwei Häppchen. Ehefrau Barbara nickt bestätigend. Ingrid und Siegfried Goldschmidt aus Niemegk pflichten ihnen bei.

Die Kraft der Sole

Etwa 20 Prozent beträgt der Salzgehalt der Bad Belziger Thermalsole. Das ist fast so viel wie im toten Meer.

Mit einer Temperatur von 30 Grad Celsius sprudelt die jodhaltige Sole aus 800 Metern Tiefe herauf. Sie wird für die Badebecken verdünnt aufbereitet.

Auf die Gesundheit hat Sole positive Auswirkungen: Sie stärkt Herz und Kreislauf, entlastet Muskeln, Gelenke und die Wirbelsäule. Sole befreit die Atemwege, wirkt entzündungshemmend und verschönert die Haut.

Die Zusammensetzung der Bad Belziger Sole ist einmalig. Ein Liter enthält unter anderen 69 Gramm Natrium und 108 Gramm Chlorid sowie 1,36 Gramm Calcium.

Die Gäste wollen mehr über den Soleschinken und das Solebrot erfahren. Christian Kirchner erklärt ihnen, der Bad Belziger Bäckermeister Christian Gericke sei Schöpfer des Brotes und der Niemegker Fleischermeister Willi Höhne habe den Schinken erschaffen.

Die nächste Frage – „Wo bekommen wir die Köstlichkeiten zu kaufen?“ – kann er vorerst nur teilweise beantworten. Kirchner erklärt den Badegästen, dass das Brot seit dem vergangenen Jahr in der Bäckerei in der Bahnhofstraße erhältlich sei. Der Soleschinken werde jedoch gerade erst getestet. „Spätestens zur Spargelzeit werden wir ihn aber auf der Speisekarte haben“, verspricht der Thermenchef. Mehr kann er noch nicht sagen.

Liane Knütter präsentiert Exemplare des Solebrots. Quelle: Christiane Sommer

„Wir sind gerade erst dabei, die Messe auszuwerten“, ergänzt Prokuristin Ina Fink. So denken die beiden unter anderem darüber nach, Brot und Schinken an bestimmten Tagen direkt im Thermalbad zu verkaufen, damit die Badegäste die Köstlichkeiten mit nach Hause nehmen können. „Dafür werden kleine Portionspäckchen gebraucht“, sagt Kirchner.

Er favorisiert den Schinken in kleinen Abpackungen von 250 bis 300 Gramm. „Um das zu verwirklichen, müssen wir uns natürlich erst mit unserem Fleischermeister austauschen“, ergänzt er, „sein Vater gehört bereits zu unseren langjährigen Geschäftspartnern. Er liefert Getränke.“

Einsatzmöglichkeiten der Bad Belziger Thermalsole

Im Herbst, nachdem Gerickes Solebrot in der MAZ präsentiert worden war, kamen die beiden Männer ins Gespräch. Sie fachsimpelten über die Einsatzmöglichkeiten der Bad Belziger Thermalsole – ob in flüssiger oder in kristalliner Form.

Dabei erzählte Kirchner aus seiner Zeit als Kurdirektor im hessischen Bad Orb. Mitte der 1980er Jahre entwickelte und verwirklichte er dort bereits erfolgreich die Idee vom Soleschinken. Mit dem „Warum nicht auch in Bad Belzig“ gingen die beiden auseinander.

Der erste große Soleschinken

Dann ging alles schnell. Am Solewasserzapfhahn im Keller der Therme stellten sich neben Bäckermeister Christian Gericke bald auch der Getränkehändler und der Fleischermeister an. „Vor einem Jahr stand Herr Höhne dann mit dem ersten großen Soleschinken vor der Tür“, erinnert sich Kirchner.

Darüber, wie der Fleischermeister die Bad Belziger Sole genau einsetzt, herrscht jedoch Stillschweigen. Nur soviel darf Kirchner preisgeben: „Sie wurde mit einem Schuss Rotwein und einer speziellen Kräutermischung verfeinert.“

Bei Solebrot, -braten und -schinken soll es in Zukunft aber nicht bleiben. Das aus nahezu 800 Metern Tiefe geförderte, kostbare Nass mit hohem Salzgehalt soll künftig noch vielfältiger in die Vermarktung eingebunden werden, kündigt Kirchner an. „Es gibt ungeahnte Möglichkeiten“, sagt er. Soleier zum Osterfest, eingelegt im kristallinen Solesalz der Thermalquelle, stehen momentan auf der Ideenliste ganz oben.

Von Christiane Sommer

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