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In früheren Baumarkt ziehen Flüchtlinge ein

In Gewerbegebiet entsteht erste Flüchtlingsunterkunft in Nuthetal In früheren Baumarkt ziehen Flüchtlinge ein

Jetzt bekommt auch die Gemeinde Nuthetal eine Flüchtlingsunterkunft. Der Landkreis mietet die Halle des ehemaligen Toom-Baumarktes im Gewerbegebiet am Rehbrücker Bahnhof für zwei Jahre an. In der Halle, die seit dem 7. November leer steht, sollen im nächsten Jahr bis zu 300 Asylsuchende untergebracht werden.

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Vor Wochen herrschte im Toom-Baumarkt noch reger Kundenbetrieb. Nun sollen 2016 für zwei Jahre Flüchtlinge einziehen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Nuthetal. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark will Flüchtlinge in der Halle des früheren Toom-Baumarktes im Rehbrücker Gewerbegebiet unterbringen. Es wird die erste Flüchtlingsunterkunft in der Gemeinde Nuthetal. Wie Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert mitteilte, ist mit dem Eigentümer eine Nutzung für „längstens zwei Jahre“ vereinbart worden. Unterkommen können bis zu 300 Menschen.

Wann die ersten Asylsuchenden einziehen, ist noch unklar. Der Vermieter wird die Halle auf dem einstigen Spezialbaugelände erst einmal zu Wohnzwecken herrichten, so Schwinzert. Er geht davon aus, dass die Halle bis zum Frühjahr 2016 bezugsfertig sein könnte. Mit dem früheren Toom-Baumarkt, der am 7. November 2015 seine Pforten schloss, mietet der Kreis erstmals eine Einzelhandels-Halle für Flüchtlinge an. Landrat Wolfgang Blasig (SPD) hatte angekündigt, auch auf leerstehende Gewerbeimmobilien zurückgreifen zu wollen, um Asylsuchende aufzunehmen. Dafür wird Potsdam-Mittelmark „auf die Nutzung von Turnhallen oder Traglufthallen als Unterkünfte für Flüchtlinge verzichten, die ein ganze Reihe von Nachteilen mit sich bringen“, sagte Blasig. Voraussetzung sei aber, dass Vermieter von Gewerbeobjekten „eine vernünftige Unterbringung ermöglichen und dafür auch nötige Umbauten vornehmen“, so der Landrat.

Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) sprach von umfangreichen Umbaumaßnahmen, „die im ehemaligen Baumarkt und dessen Umfeld nötig sind, um eine menschenwürdige Unterbringung zu gewährleisten“. Das künftige Flüchtlingsheim ist derzeit nur eine leere Halle. Es gebe geeignetere Objekte „als diesen früheren Baumarkt mit einem Umfeld, das nicht einladend ist“, sagte sie. Trotz der widrigen „Unterkunftsumstände“ werde sie sich dafür einsetzen, „dass die Menschen ein herzliches Willkommen in Nuthetal erfahren“, so Hustig. Anfang Januar 2016 wollen sich Nuthetaler zusammensetzen, um zu sehen, was vor Ort für die Flüchtlinge getan werden kann, kündigte sie an.

Pfötchenhotel: Einzug im Januar

Mit dem Einzug der ersten Flüchtlinge ins einstige Pfötchenhotel in Beelitz ist im Laufe des Januars zu rechnen, so Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert.

Unterkommen sollen in ehemaligen Betriebswohnungen, Hotelzimmern und in einem Nebengebäude bis zu 100 Asylsuchende.

Der Kreis hat mit dem Insolvenzverwalter zunächst einen Ein-Jahresvertrag mit der Option einer Verlängerung abgeschlossen.

Das Pfötchenhotel im Beelitzer Ortsteil Schönefeld, in dem vor allem Hunde und Katzen exklusiv betreut wurden, hatte 2014 Insolvenz angemeldet.

Die Nutzung des Ex-Baumarktes als Flüchtlingsunterkunft ist bislang nur für zwei Jahre vorgesehen. Hintergrund der kurzen Vertragsdauer sind Pläne, an dem Standort einen neuen, größeren Baumarkt zu errichten. Nuthetals Bürgermeisterin bestätigte, dass die Toom-Markt-Kette weiter Interesse an dem Standort in Bergholz-Rehbrücke hat. Toom will neu bauen und steht dafür in Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer, dem Berliner Arzt Daniel Panzer. Geplant ist derzeit, den alten Baumarkt abzureißen und an gleicher Stelle einen neuen, deutlich größeren zu errichten. Der genaue Zeitpunkt ist noch unklar. Die Rede ist von einer Warenhalle mit 7000 Quadratmetern und Außenanlagen von 1500 Quadratmetern. Die jetzige Halle ist 3500 Quadratmeter groß. Die Erweiterung ist mit Potsdam abgestimmt, sagte Bauamtschef Rainer vom Lehn.

Von Jens Steglich

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