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Insolvente Ziegelei will Tief überwinden

Hoffen in Glindow Insolvente Ziegelei will Tief überwinden

Die Neue Ziegelei Manufaktur in Glindow musste im März vorläufige Insolvenz anmelden. Nach einem Tief im Winter und Nachzahlungen an das Finanzamt will der Betrieb mit 23 Mitarbeitern und wieder guter Auftragslage im Sommer das Tal durchschritten haben. In besten Zeiten schaffte das Unternehmen einen Umsatz von einer Million Euro.

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Harald Dieckmann will mit seinem Team durchstarten.

Glindow. Nach schwachen Umsätzen im Winter und Nachzahlungen an das Finanzamt musste die Neue Ziegelei Manufaktur in Glindow Anfang März die vorläufige Insolvenz anmelden. Inzwischen hat das Gericht den entsprechenden Beschluss gefasst und Roland Gronau von der Potsdamer Kanzlei Schwoerer und Kollegen als Insolvenzverwalter bestellt. Das bestätigte Geschäftsführer Harald Dieckmann auf Nachfrage der MAZ.

Jeder der 23 Mitarbeiter „wird gebraucht“

„Es musste sein, auch wenn ich dem Betrieb und mir das Verfahren gerne erspart hätte“, sagte Dieckmann, der das Unternehmen 2004 mit dem weit und breit einzigartigen Hoffmannschen Ringofen als produzierendes Denkmal gekauft hatte. Der Chef geht davon aus, dass keiner der 23 Mitarbeiter entlassen werden muss. Die Kollegen erhalten Insolvenzausfallgeld vom Arbeitsamt. „Jeder wird gebraucht, denn wir wollen wieder durchstarten, haben Aufträge abzuarbeiten und neue erhalten“, sagt Dieckmann. Das Unternehmen wolle bis zum Sommer das Tal überwunden haben. Aktuelle Aufträge mit Ziegellieferungen für das Gaswerk in Stockholm, die Marienkirche in Flensburg und das Stift in Neuzelle lassen den Chef und die Belegschaft wieder Hoffnung schöpfen.

Konstruktive Zusammenarbeit mit Verwalter und Lieferanten

„Mit dem Verwalter gibt es eine konstruktive Zusammenarbeit und mit den Lieferanten sind wir ständig im Kontakt, so dass die Produktion wie in den vergangenen Monaten ohne Unterbrechung laufen kann“, sagt Dieckmann. Die Manufaktur hatte in den vergangenen Jahren im Durchschnitt eine Million Euro Umsatz geschafft und an vielen neuen und modernen Gebäuden im In- und Ausland mitgewirkt.

Im Mai wird laut Dieckmann das weitere Vorgehen für den Bestand des Betriebes mit dem Insolvenzverwalter beraten und ein neues Gutachten erstellt. „Wir haben jetzt wieder gut zu tun, die Glut im Ofen darf nicht ausgehen. Und es tut gut, zu sehen, wie die Mitarbeiter mitziehen“, sagt Dieckmann.

„Unverzichtbarer Arbeitgeber in der Region“

„Die Ziegelproduktion und das Denkmal haben stets die Geschichte Glindows mitbestimmt“, sagt Ortsvorsteher Sigmar Wilhelm (FB) auf Nachfrage. „Das Unternehmen ist ein unverzichtbarer Arbeitgeber in der Region.“ Und wenn Glindow einmal im Jahr richtig auf die Pauke haut, dann wird kein geringeres als das Kirsch- und Ziegelfest gefeiert.

Von Regine Greiner

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