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Interaktive Informationen auf dem Markt

Tourismusförderung Treuenbrietzen Interaktive Informationen auf dem Markt

Am Rathaus in Treuenbrietzen ist als landesweites Pilotprojekt jetzt ein interaktiver Informationscomputer in Betrieb. Der Großbildschirm liefert Touristen und Bürgern rund um die Uhr Informationen. Einige Stadtverordnete hatten das System aus Kostengründen abgelehnt und fürchten Vandalismus.

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Martin Löw hat das neue Informationssystem in Treuenbrietzen eingerichtet.

Quelle: Thomas Wachs

Treuenbrietzen. Per Fingertipp können Besucher und Bewohner in Treuenbrietzen jetzt rund um die Uhr Auskünfte über die Stadt, ihre Geschichte, Aktivitäten, touristische Anlaufpunkte und Wissenswertes über die historische Altstadt und deren Sanierung erhalten.

Möglich wird dies durch ein elektronisches Informationssystem. Der interaktive Großbildschirm ist jetzt am Rathaus in Betrieb gegangen. Unter den Stadtverordneten war die Anschaffung anfangs umstritten und im Ortsentwicklungsausschuss zunächst abgelehnt worden. Vor allem aus Kostengründen. Zudem wurden Vandalismusschäden befürchtet. Geplant waren zunächst zwei Geräte. Schließlich gab es im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss eine Mehrheit für zunächst einen Informationscomputer.

Einige Stadtverordnete scheuen Kosten

Dessen Anschaffung kostet rund 16 700 Euro. Gefördert wird das Projekt über Fonds zur Altstadtsanierung zu je 40 Prozent aus Bundes- und Landesmitteln. 20 Prozent steuert die Stadt als Eigenanteil bei aus ihrem für die Altstadtsanierung jährlich ohnehin reservierten Budget.

„Das heißt, circa 3500 Euro haben wir an dieser Stelle im Interesse der Wirtschaftsförderung in der historischen Altstadt investiert“, sagt Bürgermeister Michael Knape (parteilos). Ferner sei es gelungen, das Projekt innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der „Städte mit historischen Stadtkernen“ im Land Brandenburg – dort hat Knape den Vorsitz inne – als Pilotvorhaben zu platzieren. „Somit könnten auch die anderen 31 Städte nach dem Probelauf bei uns dieses System in der Altstadt platzieren“, sagte Knape der MAZ. „Interesse gebe es bereits unter anderem aus Jüterbog“, bestätigt Martin Löw von der Herstellerfirma TIS beim Ortstermin in Treuenbrietzen.

Baustein für die touristische Entwicklung

Wie bereits mit den Edelstahlstehlen der AG, die auch an mehreren Orten stehen, werde ein Wiedererkennungswert aufgebaut, sagt Michael Knape. Den elektronischen Informationspunkt sieht der Bürgermeister als „weiteren Baustein für die touristische Entwicklung der Stadt“. Der Bedarf für Informationen steige, hätten ihm Gastronomen und Pensionsbetreiber berichtet, so Knape. Regelmäßig seien am Rathaus ausgehängte Broschüren vergriffen. Vor allem auch an Wochenenden, wenn die nun in der Bibliothek angesiedelte Stadtinformation aus personellen Gründen nicht ständig besetzt ist, soll das elektronische System Besucher zu Ausflugszielen, Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten leiten.

„Auch wollen wir den Bildschirm angesichts der jüngsten Kritik nutzen, um auch unsere Bürger aktiver über Belang der Stadt zu informieren“, sagt Michael Knape. Die dargestellten Inhalte können frei konfiguriert werden.

Gewartet aus der Ferne

Für den Info-Bildschirm läuft der beauftragte Servicevertrag zunächst zwei Jahre und verlängerte sich jeweils um ein Jahr, so er nicht gekündigt wird.

Enthalten sind Lizenrechte für die geschützten WEBtis-Software sowie Hardware-Service vor Ort, Überwachung des Terminals per Fernwartung und regelmäßige Software-Updates.

Über einen Statistik-Modul werden jährliche Auswertungen geliefert.

Übernommen werden Service- und Reparaturkosten für defekte Bauteile.

Nicht im Servicepreis enthalten sind Schäden durch Naturgewalten, Vandalismus oder Diebstahl.

Nur im ersten Jahr sind die Service-Leistungen kostenfrei.

Zukünftig will die Stadt Treuenbrietzen für die Unterhaltungsaufwendungen anteilig auch die Mitnutzer wie Gaststätten, Pensionen und Gewerbe heranziehen

Das elektronische System bindet auch vorhandene Internetangebote der Stadt sowie von Tourismusakteuren mit ein. „Damit kann es ohne zusätzlichen Aufwand durch die jeweiligen Anbieter der verlinkten Informationen bequem auf aktuellem Stand gehalten werden“, erklärt Martin Löw von der Touristik-Informationssysteme GmbH (TIS). Sie lieferte und errichtete das Gerät in Treuenbrietzen und übernimmt die Wartung – im ersten Jahr kostenfrei. Danach kostet dies rund 2360 Euro jährlich.

Von Thomas Wachs

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