Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Investor will Seniorenresidenz bauen
Lokales Potsdam-Mittelmark Investor will Seniorenresidenz bauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:55 22.01.2016
Auf dieser Freifläche in der Rehbrücker Gartenstadt soll das Seniorenhaus entstehen. Quelle: Jens Steglich
Anzeige
Bergholz-Rehbrücke

Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, in Bergholz-Rehbrücke ein Seniorenheim zu bauen, keimt wieder Hoffnung für das Projekt auf. Wie Nuthetals Bauamtsleiter Rainer vom Lehn auf Anfrage bestätigte, gibt es einen neuen Investor, der in der Gartenstadt auf der Fläche zwischen den Straßen Biberweg, Am Ausblick und Am Rehgraben eine Seniorenresidenz errichten will. Geplant sind rund 50 Plätze für verschiedene Betreuungsstufen. Über das Vorhaben soll nächsten Donnerstag erstmals im Ortsentwicklungsausschuss informiert werden.

Über den Namen des Investors halten sich alle Seiten noch bedeckt. Die Rede ist von einem international tätigen Betreiber, der auch einen Sitz in der Region Berlin-Brandenburg hat. Dass seine Absichten ernsthafte sind, zeigt der Umstand, dass der neue Investor die Flächen in der Rehbrücker Gartenstadt bereits gekauft haben soll. Beim letzten gescheiterten Versuch hatten sich der damalige Grundstückseigentümer und die Brandenburger Volkssolidarität nicht einigen können. Der Wohlfahrtsverband wollte das Areal erwerben, selbst bauen und das Seniorenheim betreiben. Dazu kam es aber nicht.

Für die Fläche am Biberweg hat die Gemeinde Nuthetal bereits einen Bebauungsplan erarbeitet, der fürs neue Vorhaben etwas geändert werden muss. Die geplante Seniorenresidenz braucht in der Breite ein wenig mehr Platz. „Sie ragt einen Meter übers Baufenster hinaus. Deshalb soll der B-Plan geändert werden“, sagte der Bauamtschef. Die Gebäudehöhe werde aber eingehalten. „Wie damals vereinbart, wird sich das Haus in die umliegende Bebauung einfügen“, so vom Lehn.

Um den Bebauungsplan für ein Seniorenheim war 2012 heftig gerungen worden. Anwohner kritisierten die geplante Höhe des Gebäudes, das mit seinen vorgesehenen vier Geschossen Wohnhäuser in der Umgebung überragt hätte. 2013 konnten sich die Streitparteien auf einen Kompromiss verständigen, der auch fürs neue Projekt gilt, versicherte vom Lehn. Eine Residenz für die ältere Generation passt vor allem als Reaktion auf den demografischen Wandel gut zum Standort in der Gartenstadt. Einen Steinwurf entfernt stehen bereits zwei Wohnhäuser, in denen 56 altersgerechte Quartiere entstanden sind. Die beiden geschwungenen Wohnblöcke hatte die Kleinmachnower Wohnungsgesellschaft Gewog gebaut.

Wohnungsbau in Nuthetal

Die Gemeinde Nuthetal will generell ihre Anstrengungen verstärken, vor allem preisgünstigen Wohnraum zu schaffen.

Dafür wurden neun Flächen in den Blick genommen, auf denen Geschosswohnungsbau möglich wäre.

Benötigt werden aber keine Luxuswohnungen, „wir brauchen vor allem Quartiere für junge Berufseinsteiger und altersgerechte Wohnungen, die man sich leisten kann“, sagte Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke).

Ein Seniorenheim fehlt noch, um die Antwort auf den demografischen Wandel komplett zu machen. Laut Demografiebericht des Landkreises Potsdam-Mittelmark wird sich in der Gemeinde Nuthetal, zu der Rehbrücke gehört, die Zahl der über 65-Jährigen bis zum Jahr 2030 verdoppeln.

Von Jens Steglich

Die Waldorfschule Werder platzt mit dem Zuzug in den benachbarten Havelauen aus den Nähten. Damit es nicht zu eng wird, hat die Schule jetzt außergewöhnliche Unterrichtsräume dazu gekauft. So soll der Turnunterricht künftig in einem Zirkuszelt stattfinden, gewerkelt wird in Containern und Schulstunden gibt es auch in der Jurte.

22.01.2016
Potsdam Modellversuch Zeppelinstraße ohne Begleitprogramm - Potsdam: Verkehrsinfarkt mit Ansage

Politiker des Potsdamer Umlands reagieren empört auf die Ansage, dass die Verengung der Zeppelinstraße zur Reduzierung der Luftschadstoffbelastung ohne das angekündigte Paket an Begleitmaßnahmen stattfinden soll. Potsdams Linke warnen vor einem Verkehrsinfarkt. Auch die Industrie- und Handelskammer hat sich der Kritik angeschlossen.

22.01.2016

Dort, wo bis vor Jahresfrist die Babys in Bad Belzig geboren wurden, ist jetzt ein Lungen- und Beatmungszentrum im Aufbau. Das Ernst-von-Bergmann-Klinikum Potsdam investiert 900 000 Euro in die Umrüstung. Am 1. April start das Angebot unter Leitung von Hartwig Schütte und Simone Rosseau.

25.01.2016
Anzeige