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Pleite-Hotel: Interessenten stehen Schlange

€Resort Schwielowsee im Angebot Pleite-Hotel: Interessenten stehen Schlange

Die Wirtschaftsprüfer sind guter Dinge: Das insolvente Resort Schwielowsee könnte bald einen Käufer finden – Interessenten stehen angeblich Schlange, sagt der Insolvenzverwalter. Die Buchungs- und Umsatzzahlen liegen laut Geschäftsführung „über Plan“.

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Resort Schwielowsee.

Quelle: dpa-Zentralbild

Petzow. Das insolvente Resort Schwielowsee soll jetzt von Immobilienspezialisten verkauft werden. Die auf den Handel mit Liegenschaften spezialisierte Gesellschaft Ernst & Young Real Estate GmbH ist beauftragt, den Ferien- und Hotelkomplex in Petzow geeigneten möglichen Investoren anzubieten. Das teilte die Geschäftsführung der Resort-Betreibergesellschaft mit. Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff sagte außerdem: „Wir liegen bei dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zeitlich wie von der Sache her auf Kurs. Zuversichtlich stimmt mich, dass sich bereits eine große Anzahl an Investoren mit einem ernsthaften Interesse am Resort Schwielowsee gemeldet hat.“

Die seit dem Insolvenzantrag am 29. Juli erfolgte Sichtung der Geschäftsunterlagen gebe Anlass zur Zuversicht, so Burkhard Jung, der für die Finanzen zuständige Sanierungsgeschäftsführer der Resort-Gesellschaft: „Wir sehen nach einer sorgfältigen Analyse der Zahlen eine tragfähige Grundlage für eine Investorenlösung.“ Der Geschäftsbetrieb in der Hotelanlage, die über 122 Doppelzimmer, fünf Suiten, zehn Ferienhäuser sowie Tagungsräumlichkeiten, Restaurants und 55 Bootsliegeplätze verfügt, sei gut ausgelastet. Der Hotel- und Kongressbetrieb laufe stabil, die Umsätze hätten zuletzt „über Plan“ gelegen, teilte die Geschäftsführung mit.

Das „weiße Dorf“ am Ufer des Schwielowsees hatte Ende Juli Insolvenz angemeldet, weil es seine hohen Verbindlichkeiten bei Banken nicht mehr bedienen kann. Die Hausbank DKB hatte zwar vor Jahren bereits auf fast 20 Millionen Euro vorläufig verzichtet, doch das hat offenbar nicht gereicht, um die mehr als 40 Millionen Euro teure Anlage rentabel zu machen. Zudem fordert die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gut neun Millionen Euro Fördermitel zurück. Hintergrund ist das Betrugsverfahren gegen den ehemaligen Geschäftsführer und Resort-Gründer Axel Hilpert. Den hatte das Landgericht Potsdam zu fünf Jahren und acht Monaten Haft verurteilt, weil er getrickst haben soll bei der Beantragung von Fördermitteln. Hilpert ging in Revision, ein Urteil steht noch aus. Hilpert – ehemals rechte Hand von DDR-Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski – hat zwar die Geschäftsführung verlassen, er ist aber noch mit einem knappen Viertel am Stammkapital der Betreibergesellschaft beteiligt.
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Von Ulrich Wangemann

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