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Investoren für Thermen-Hotel sind gefunden

Bad Belzig Investoren für Thermen-Hotel sind gefunden

In Bad Belzig gibt es einen neuen Anlauf für eine Hotelneubau im Kurpark. Dazu sollen die fünf Jahre alten, aber offenbar guten Pläne für ein Haus mit 137 Zimmern direkt gegenüber der Stein-Therme nun doch binnen zwei Jahren realisiert werden. Vereinzelt gibt es jedoch Skepsis in Stadtparlament. Denn die eigentlichen Investoren bleiben weiter unbekannt.

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Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos), Lutz Lungwitz vom DMWV, Architekt Kurt Dreher und Lothar Neßlinger von der Diva-Immobilienmanagement GmbH sowie Christian Kirchner von der Kurgesellschaft (v.l.n.r.) wollen jetzt die Pläne vom Thermalhotel Bad Belzig realisieren.

Quelle: Christiane Sommer

Bad Belzig. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung haben die Stadtverordneten in Bad Belzig am Montagabend in außerplanmäßiger Sitzung den Verkauf eines nahezu 16 000 Quadratmeter großen Grundstücks vis-a-vis der Stein-Therme beschlossen. Damit legten sie ihrerseits den Grundstein für die Verwirklichung eines Hotelbaus, der seit der Eröffnung des Wohlfühlfindlings vor 15 Jahren auf sich warten lässt.

So sieht der alte Entwurf für das Bettenhaus aus, den die neuen Investoren wieder aufgreifen und umsetzen wollen

So sieht der alte Entwurf für das Bettenhaus aus, den die neuen Investoren wieder aufgreifen und umsetzen wollen.

Quelle: MAZ-Archiv

Während der Zeit war das Vorhabens nur einmal in greifbare Nähe gerückt. Doch der Wunsch zerplatzte vor fünf Jahren mit der Pleite von Projektentwickler Norbert-Jörg Wolff.

Weil die neuen Investoren namentlich ungenannt bleiben, hat Hendrik Hänig (SPD) jetzt seine Zustimmung verwehrt. Tobias Paul (CDU) wiederum enthielt sich der Stimme. „Wir wissen nicht, wer den Zuschlag erhält. Das bereitet mir Bauchschmerzen“, so der Christdemokrat.

Im Bürgerhaus hatte Lutz Lungwitz, der erste Vorsitzende des Deutschen Medical Wellness Verbandes e.V. (DMWV) in Berlin, das Hotel-Projekt vorgestellt. Das war mit einer Überraschung verbunden. Denn die neue Herberge wird rein äußerlich die alte sein, die 2012 in Rede stand. „Der Vorschlag hatte die Stadtverordneten damals begeistert“, erklärte Christian Kirchner. Der auf dem Reißbrett und als Modell entstandene Hotelrundling – als Spiegelbild zur Stein-Therme – fand nach Aussage des Chefs der Kurgesellschaft auch bei den aktuellen Geldgebern viel Zuspruch.

Die vom Architekten Kurt Dreher modifizierten Pläne stellen nunmehr ein Haus mit 137 Zimmern, Restaurant, Tagungsräumen, 152 Stellplätzen, Tiefgarage und Bademantelgang als Verbindung zum Gesundheitsfindling in Aussicht. Eröffnet werden soll das Thermal- und Gesundheitshotel Bad Belzig mit einem Standard von drei oder vier Sternen voraussichtlich schon im September 2019.

Zur Verwirklichung des Vorhabens wird die Thermalhotel Bad Belzig GmbH gegründet. Gebildet wird sie von DMWV sowie der DIVA-Immobilien Management GmbH und der BDI Immobilien GmbH, jeweils mit Sitz in Berlin.

„Das Haus wird eine Bereicherung für Bad Belzig sein und keinem Hotelier die Gäste weglocken“, so Kirchner. Er ist sich sicher, dass mit dem Hotel an der Therme die Zahl der Gesundheitstouristen, die die Kur- und Kreisstadt besuchen, in die Höhe schnellen wird.

Die neue Herberge soll kein alleiniges Angebot für „ältere, gebrechliche Menschen“ sein, sondern sich an alle Altersgruppen richten, bekräftigte Lutz Lungwitz während der Präsentation. In Kooperation mit der Akademie DMWV und dem Verband deutscher Badeärzte ist außerdem angedacht, dass Fort- und Weiterbildungen in diesen Bereichen künftig in Bad Belzig erfolgen.

Als Betreiber des neuen Hotels nannte Lothar Neßlinger von der Firma DIVA-Immobilien die DMWV/Arwon-GmbH mit Unterstützung der Bürgermeister-Reuter-Stiftung in Berlin. „Die Investorengruppe hat sich klar zum Hotelbau positioniert und ist in der Lage, die Umsetzung zu begleiten“, so Neßlinger weiter. Und der Bürgermeister habe sein Wort. Hendrik Hänig (SPD) dazu: „Ich kann mir das gut vorstellen und bin nicht dagegen. Aber hier ist mir zu viel Ehrenwort dabei, nachdem die Investoren eigentlich heute Abend benannt werden sollten.“

Die Eile, mit der der Grundstücksverkauf jetzt in einer außerplanmäßigen Sitzung des Parlaments herbeigeführt wurde, hat nach Aussage des stellvertretenden Bürgermeisters Christoph Grund mit den Fristen für die Förderung zu tun. Sie betrage ab dem kommenden Jahr fünf Prozent weniger, hieß es. „Bei einer Investitionssumme im zweistelligen Millionenbereich ist das viel Geld“, sagt Christian Kirchner, um Verständnis werbend.

Von Christiane Sommer

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