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Potsdam-Mittelmark Irre gewitzt in der Anstalt
Lokales Potsdam-Mittelmark Irre gewitzt in der Anstalt
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00:24 28.10.2015
Romeo Riemer als Sprengstoff-Ede, Gerhard Gutberlet als Orlando und Karoline Hugler als Schwester Anna. Quelle: Foto: lollekswelt
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Werder

Der verängstigte Orlando ahnt gar nicht, wie nah er an der Wahrheit ist, als er der Psychiaterin Elisabeth gesteht, er habe manchmal das Gefühl, alles um ihn herum sei nur seinetwegen da.

Er weiß ja nicht, dass sein Bruder, ein Minister, die psychiatrische Anstalt eigens für ihn in seinem Privathaus hat einrichten lassen. Denn Orlando muss weggesperrt werden, weil sein Wissen über dessen dunkle Geheimnisse auf keinen Fall an die Öffentlichkeit kommen darf. Das würde sowohl den Minister als auch Elisabeth, mit der er in mehrfacher Hinsicht unter einer Decke steckt, mehr als nur die Karriere kosten. So leidet Orlando still und hofft auf Heilung und Entlassung. Nur zur einfältigen Schwester Anna hat er ein wenig Zutrauen und erzählt ihr gelegentlich einen Witz von zwei Anglern, die einen Barsch fangen. Es dauert zwar ein wenig, bis Anna den Gag versteht, aber sie hört ihn ja immer mal wieder.

Alles wird anders, als ein neuer Patient eingeliefert wird. Denn Eduard Bocker, genannt Sprengstoff-Ede, ist alles andere als auf den Kopf gefallen. Er hat sich aus dem Gefängnis in die „Klapsmühle“ bringen lassen, weil er glaubt, von hier leichter türmen zu können. Ihn macht es schon stutzig, dass es nur zwei Patienten im Haus gibt. Schließlich gelingt es ihm, Orlando sowohl Geheimnis als auch Kopien verräterischer Dokumente zu entlocken. Doch ehe er den Weg in die Freiheit freisprengen kann, erscheint der Herr Minister. Und der will unbedingt einen Blick auf das werfen, was Ede da gebaut hat. Mit einem Streichholz in der Hand! Wieder hat die Anstalt nur einen Patienten: Sprengstoff-Ede. Anna ist zur Chefin befördert worden, Elisabeth putzt untertänigst. Der Minister kommt zum Besuch, und er erzählt einen Witz über zwei Angler, die einen Barsch fangen...

Es ist ein amüsanter Abend, den die Comédie Soleil in Werder mit ihrem neuen Stück anbietet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Julian Tyrasa, einer der beiden künstlerischen Leiter der Bühne, hat es geschrieben und auch inszeniert. Und jeder kann sich seine Gedanken darüber machen, wer die wirklich Irren in der Geschichte sind.

Wir sehen Michaela Wrona und Karoline Hugler als Elisabeth und Anna. Beide überziehen ihre Figuren ein wenig ins Skurrile. Gerhard Gutberlet gibt ganz souverän sowohl den verschüchterten Orlando als auch den selbstsicheren und lüsternen Minister. Polternd, aufsässig und voller Bauernschläue kommt Romeo Riemer als Sprengstoff-Ede daher und wird vom Publikum sofort ins Herz geschlossen.

Nächste Termine

„Ein verrückter Plan“ läuft in der Comédie Soleil noch bis zum 15. November jeweils samstags um 19.30 Uhr sowie sonntags um 17 Uhr.

Am 24. November, 19.30 Uhr, gibt es eine Buchpräsentation „Adolf Damaschke, Gesinnung und Tat“ mit dem Potsdamer Autor Klaus Hugler.

Die Tragikomödie „Kleine Engel“ von Marco Baliani erlebt am 28. November, 19.30 Uhr, ihre Wiederaufnahme in der Comédie Soleil.

Von Edith Mende

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