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Potsdam-Mittelmark Israelis finden Bad Belzig schön grün
Lokales Potsdam-Mittelmark Israelis finden Bad Belzig schön grün
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20:55 03.08.2015
Zum zehnten Mal findet der Jugendaustausch „Le Chaim Israel/Bad Belzig“ statt. Ella Enzmann (l.) und Anat Alon gehören seit Beginn zu den Organisatoren. Quelle: Thomas Wachs
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Bad Belzig

„Immer wenn ich nach Bad Belzig komme, komme ich nach Hause!“ Das hat Anat Alon am Wochenende im Jakob-Wächtler-Haus gesagt. Da war es für die in der Kur- und Kreisstadt schon gut bekannte Lehrerin aus Even Yehuda freilich schon wieder Zeit, Abschied zu nehmen. Denn inzwischen ist die zehnte Auflage des Jugendaustausches „Le Chaim Israel/Bad Belzig“ ist zu Ende gegangen.

Besonders intensiv war der Besuch der Gedenkstätten in Berlin, berichtet Ella Enzmann. Im Haus der Wannsee-Konferenz, wo 1942 die Organisation des Holocaust an den Juden im Detail festgelegt worden war, wurden beispielsweise Rundgänge in deutscher und hebräischer Sprache absolviert, dann die Erkenntnisse und Emotionen erörtert. „Während in Israel das kollektive Gedenken nach wie vor ausgeprägt ist, fällt es hierzulande 70 Jahre nach den Ereignissen schwerer denn je damit umzugehen“, so die Studentin aus Lütte, die mit der Thematik freilich gut vertraut ist und die aufgeschlossene Gruppe ebenfalls lobte. Selbst gehört sie zu den Pionieren des maßgeblich von der Evangelischen Gemeinde und dem Fläming-Gymnasium getragenen Austausches und wird ihn weiter führen.

„Den Israelis gefällt es hier, weil es immer so schön grün ist“, erklärt Ella Enzmann. Den Eindruck konnten weder die Sommerfrische der vergangenen Woche noch das Wasser treten an der Reha-Klinik „Hoher Fläming“ trüben. Wohlig warm war es hingegen in Stein-Therme, wo es nach der offiziellen Begrüßung nochmals eine Begegnung mit Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) gab. Gleichwohl die Städtepartnerschaft zwischen Even Yehuda und Bad Belzig noch auf sich warten lässt, ist die Freundschaft längst gefestigt, so die Beteiligten des diesjährigen Jugendaustausches. Zu Beginn der Sommerferien hatten zwölf junge Leute aus dem Hohen Fläming erst das heilige Land besucht, ehe die Altersgefährten nun hier waren. Dank Internet sind Kontaktaufnahme und -pflege heutzutage einfacher denn je.

Von René Gaffron

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