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Italiener hilft bei der Weinlese

Töplitz/Werder Italiener hilft bei der Weinlese

Das Weingut in Töplitz hat für die Weinlese fachmännische Unterstützung aus Italien bekommen. Francesco Leggio, der ursprünglich aus Sizilien stammt und sagt, dass er ohne Weinberg nicht leben kann, hilft Familie Wolenski beim Ernten. Derzeit sehe es nach einem guten Jahr aus. Manfred Lindicke zeigt sich bislang auch zufrieden, hat aber mit einer Fliege zu kämpfen.

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Lara Wolenski und Erntehelfer Francesco Leggio auf dem Weinberg in Töplitz.

Quelle: Luise Fröhlich

Werder/Töplitz. Rund um die Blütenstadt ist die Weinlese in vollem Gange. Auf dem Töplitzer Weinberg hilft diesmal ein echter Italiener mit. „Ohne Weinberg kann ich nicht leben“, sagt Francesco Leggio, der ursprünglich aus Sizilien stammt. Seit zwei Jahren lebt der 29-Jährige in Potsdam. Nach Deutschland kam er der Liebe wegen. „Ich habe meine Freundin in Italien kennen gelernt, und da sie in Potsdam arbeitet, bin ich mit ihr gekommen“, erzählt er. So schön hätte es sich der Chirurg hier nicht vorgestellt, vor allem die Insel Töplitz habe es ihm angetan. „Es ist wie Urlaub hier.“ Anfangs habe er es kaum glauben können, dass es in dieser nördlichen Region wirklich Wein gibt. Im Internet stieß er auf das Töplitzer Weingut von Familie Wolenski und nahm Kontakt zu ihr auf. Zunächst habe er den Wein gekostet, ihn für gut befunden und sich entschieden, bei der Lese zu helfen. Dafür hat er sich extra frei genommen.

„Wir werden noch etwa drei Wochen ernten“, sagt Inhaberin Lara Wolenski. Über die Literzahl, die am Ende aus den Trauben gepresst wird, konnte sie noch nichts sagen. Aber es scheint ein gutes Wein-Jahr zu werden, vermutet die Winzerin. Die Pflanzen seien nicht von Fäule befallen und der verregnete Sommer habe ihnen ebenfalls nicht geschadet. Nur die Waschbären hätten sich reichlich an den süßen Trauben bedient, erzählt sie. Die Tiere fühlen sich auf dem Weinberg schon seit einiger Zeit ziemlich wohl und auch die Netze halten sie kaum ab.

Auch der Winzer vom Wachtelberg in Werder, Manfred Lindicke, kennt die tierischen Probleme. Bei ihm sind es eher die Dachse, aber in diesem Jahr viel mehr die Kirsch-Essig-Fliege, die erheblichen Schaden angerichtet hat, wie er auf MAZ-Anfrage am Donnerstag sagte. „Wir müssen abwarten, wie sich der Wein im Keller entwickelt. Aber mit den Hauptsorten sind wir bis jetzt zufrieden“, so Manfred Lindicke weiter. In zwei Wochen soll die Lese dort beendet sein.

Von Luise Fröhlich

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