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Potsdam-Mittelmark Jagdverband Belzig hat neuen Chef
Lokales Potsdam-Mittelmark Jagdverband Belzig hat neuen Chef
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16:06 19.03.2018
Lutz Dikall (li.) aus Werbig hat jetzt den Vorsitz im Jagdverband Belzig niedergelegt. Sein Nachfolger ist Martin Bassüner (re.) aus Klepzig.     Quelle: Andreas Koska
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Werbig

Der Jagdverband Belzig hat einen neuen Vorsitzenden. Nach exakt 20 Jahren in dieser Funktion gab Lutz Dikall aus Werbig jetzt den Posten ab. Bei der Mitgliederversammlung in Werbig ist Martin Bassüner aus Klepzig ohne Gegenstimmen zum Nachfolger gewählt worden.

„Bei mir ist die Luft einfach raus, die Führung der Jäger braucht neuen Elan und frischen Wind“, begründete der 58-jährige Förster Lutz Dikall seine Entscheidung für den Rücktritt. Seinem Nachfolger gab er einiges mit auf den Weg. Bessere Kontakte zu Bauern, Jagdbehörden und Amtstierarzt sowie den Ausbau der bestehenden Kontakte zu den benachbarten Jagdverbänden Brandenburg und Potsdam, wünscht sich Dikall für die Zukunft.

Einer von drei Verbänden im Kreis

Der Jagdverband Belzig hat aktuell 336 Mitglieder. Im Jahr 2000 waren es noch 439. Der Altersdurchschnitt beträgt bei den Männern 55,26 Jahre und bei den Frauen 49,79 Jahre.

Die Jäger der Region haben 96 Jagdhunde gemeldet.

Der Jagdverband ist anerkannter Naturschutzverband. Zuständig ist er für das Gebiet des früheren Altkreises Belzig.

Im Kreis Potsdam-Mittelmark gibt es zudem die Jagdverbände im Umland von Potsdam und Brandenburg/Havel.

Um die Treffsicherheit mit der Waffe zu testen, werden zweimal im Jahr „Nadelschießen“ veranstaltet.

Im Frühjahr findet das Schieße mit der Büchse im Schießstand Niemegk statt. Termin ist der 5. April, 9 Uhr. Im Sommer wird in Bad Belzig mit der Flinte geschossen, diesmal am 18. August.

Dem Belziger Jagdverband gehören 19 Frauen und 317 Männer an. Allein im Jahr 2017 gab es elf neue Eintritte. Obwohl 52 stimmberechtigte Waidmänner und Frauen bei der Mitgliederversammlung in der Werbiger Gaststätte „Zur Erholung“ dabei waren, konnten nur fünf der möglichen acht Vorstandsmitglieder des Jagdverbandes gewählt werden. Für die Aufgaben des Schriftführers, die Aus- und Weiterbildung sowie die Öffentlichkeitsarbeit samt Naturschutz fand sich kein Interessent. So wird der neue Vorsitzende erneut die Werbetrommel rühren müssen.

Mitten in der Ausbildung zum Jagdhornbläser

Der 41-jährige Forstwirt Martin Bassüner ist seit 19 Jahren Jäger und Hundeführer. „Ich mache im Augenblick eine Ausbildung zum Jagdhornbläser“, sagte Bassüner bei seiner Vorstellung. Das brachte ihm sofort eine Einladung zum Beitritt in die Wiesenburger Jagdhornbläsergruppe ein. Der Klepziger schien nicht abgeneigt.

Zur Mitgliederversammlung des Jagdverbandes spielen die Wiesenburger Jagdhornbläser.       Quelle: Andreas Koska

Sein Augenmerk will er jedoch vorerst auf andere Themen lenken. „Die brandenburgische Wolfsverordnung ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn unsere Dammwildstrecke wird immer geringer – das liegt sicher auch am Wolf“, sagte der Jäger. Er wünscht sich nicht nur in dieser Frage sondern grundsätzlich mehr Miteinander statt Gegeneinander in der Jägerschaft.

Sorgen um wachsenden Schwarzwildbestand

„Der Zusammenhalt ist wichtig“, appellierte er an die versammelten Jagdkameraden. Der immer größer werdende Schwarzwildbestand macht auch ihm Sorge. „Wir würden gern die Population begrenzen, auch mit Blick auf die nahende afrikanische Schweinepest, aber da müssen auch die Landwirte mitmachen“, schätzt Bassüner ein. Er bedauert das Fehlen von Jagdschneisen in den Maisfeldern. „Die Wildschweine gehen da rein und bleiben dort bis zur Ernte, so können wir sie nicht strecken“, sieht Bassüner kritisch und hofft auf die Einsicht der Bauern.

Deshalb will er demnächst an den Kreisbauernverband herantreten. „Ich hätte gern ein gedeihliches Miteinander, die Kommunikation ist wichtig“, betonte der neue Vorsitzende des Jagdverbandes. Als eine seiner ersten Aufgaben im neuen Amt ernannte er sodann seinen Vorgänger Lutz Dikall unter Beifall und Zustimmung der Anwesenden zum Ehrenmitglied der Jägerschaft.

Langgedienter Tierarzt verabschiedet sich bei Jägern

Sie hatte während der Versammlung einen weiteren Abschied zu registrieren. Tierarzt Volker Stötzer geht in den Ruhestand und verabschiedete sich. Er übergibt seine Aufgaben – unter anderem für Trichinenproben – nun an Gordon Mählis. Stötzer war seit 1975 als Tierarzt in Bad Belzig tätig. Die Jäger gehörten zu seinen treuesten Kunden. Der Bergholzer Gordon Mählis hat gerade sein Studium beendet und folgt dem langgedienten Tierarzt. „Ich will mich jetzt im Naturschutzbund engagieren und die im Naturpark brütenden Kranichpaare erfassen“, beschrieb Stötzer seine Ziele als Ruheständler. Dafür bat er die Jäger um Hilfe und um die Mitteilung zu gesichteten Nestern.

Von Andreas Koska

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