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Potsdam-Mittelmark Jahrhundertregen kostet Jungstörchen das Leben
Lokales Potsdam-Mittelmark Jahrhundertregen kostet Jungstörchen das Leben
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00:18 06.07.2017
Die Elterntiere sind vom Dauerregen völlig durchnässt. Im Nest auf der Deetzer Kirche liegen die verendeten Jungstörche. Quelle: Andreas Trunschke
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Deetz

Dem Jahrhundertregen der vergangenen Woche sind viele Jungstörche zum Opfer gefallen. Das zeigt sich nun auch am traurigen Beispiel des Deetzer Storchenpaares, das offenbar zwei seiner drei Nachkommen verloren hat. Die Elterntiere halten Totenwache. So nennen das Storchexperten wie der Ornithologe Jürgen Kaatz.

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark hat noch keinen Überblick über die Zahl der toten Jungsstörche. „Nach Aussage von Fachleuten können sehr junge Störche, die erst ein paar Tage alt sind, bei solch einem Regen verenden“, sagt Andrea Metzler, Sprecherin des Landratsamtes. „Störche, die bereits älter als drei Wochen sind, überstehen in der Regel solche Wetterunbilden.“

Noch vor wenigen Tagen ging es Deetzer Storchenfamilie gut

Das Storchenpaar hatte sich auf dem Deetzer Kirchendach niedergelassen und dort gebrütet. Noch vor wenigen Tagen hat dort der Journalist Andreas Trunschke aus Borkwalde die Storchenfamilie mit drei hungrigen Jungtieren fotografieren können, alle Tiere seien wohlauf, berichtete Trunschke damals. Jetzt spielte sich auf dem Kirchendach ein Tierdrama ab.

Vor wenigen Tagen war die Storchen-Welt auf dem Deetzer Kirchenschiff noch in Ordnung. Den drei Jungtieren ging es gut. Quelle: AndreasTrunschke

Michael Kaatz vom Storchenhof Loburg beschreibt das Elend, das der tagelange Starkregen den Tieren brachte. „In den Nestern sammelt sich Wasser und die Jungstörche kühlen völlig aus. Sie sterben dann an Kreislaufversagen.“ Die Altstörche stehen an den Nesträndern, blicken ratlos auf die Jungtiere herunter und warten auf ein Lebenszeichen. Es wurde eine Störchin beobachtet, die mit dem Schnabel vorsichtig den Kadaver anstupst. „Es traf vor allem die Störche hart, die etwa drei bis fünf Wochen alt waren“, sagt der Ornithologe Jürgen Kaatz, Cousin von Michael Kaatz. Sie werden von den Elterntieren nicht mehr unter die Flügel, Fittiche genommen, haben aber auch noch keine wasserabweisendes Gefieder. „Sie durchnässen, unterkühlen und erkranken an Lungenentzündung – ein Todesurteil.“

Neun der 45 Jungstörche sind verendet

Nadine Bauer, Leiterin des Besucherzentrums im Storchendorf Rühstädt, berichtet ebenfalls von toten Jungstörchen durch den Jahrhundertregen. 19 Paare brüten in Rühstädt. Neun der 45 Jungstörche sind bisher verendet. „Am Ende sind sie auch wegen des Regens gestorben und hätte der noch länger angedauert, wären die Verluste noch größer geworden“, sagt Nadine Bauer. Bei solchen Wetterlagen seien Todesfälle bei jungen Störchen „vorprogrammiert“. Gefährlich für den Storchenbestand seien die Todesfälle jedoch nicht.

Auch die Alttiere in Deetz sind durchnässt und zerrupft vom Regen. Quelle: Andrea Trunschke

Große Bestürzung in Deetz

In Deetz herrscht große Betroffenheit über das Schicksal der Storchenfamilie. Pfarrerin Christiane Klußmann von der Evangelischen Lukas-Kirchengemeinde hat mit ihrer Gemeinde am Wochenende erst ein Fest in Deetz gefeiert. „Oje, wir haben das mit den toten Jungstörchen gar nicht mitbekommen“, sagt sie bestürzt.

Andrea Kausmann vom Naturschutzzentrum Krugpark hat immerhin die frohe Kunde, dass bei ihr keine Störche zum Aufpäppeln abgegeben wurden.

Von Marion von Imhoff

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