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Jede Woche ein Date mit Mutter Beimer

30 Jahre Lindenstraße Jede Woche ein Date mit Mutter Beimer

30 Jahre „Lindenstraße“ – 30 Jahre Nachbarschaft, Freundschaft, Familie. Auch im Hohen Fläming hat die älteste Seifenoper Deutschlands viele Fans, doch Birgit Schneider und Peter Liebig gehören ganz sicher zu den größten. Der MAZ erzählen sie von ihren wöchentlichen Ausflügen zu Mutter Beimer und all den anderen.

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Joachim H. Luger (Hans Beimer), Marie-Luise Marjan (Helga Beimer), Andrea Spatzek (Gabi Zenker), Produzent Hans W. Geißendörfer

Quelle: privat

Bad Belzig. „Beimer? Ach, du bist es, Hans“ – mit diesen Worten startete am 8. Dezember 1985 die ARD-Vorbabendserie „Lindenstraße“. Marie Luise Marjan alias Mutter Beimer hatte die Ehre, mit diesen Worten Fernsehgeschichte zu schreiben. Bis heute ist die mittlerweile 75-jährige Marjan in ihrer Paraderolle als Helga Beimer an jedem Sonntag in mehr als zwei Millionen Wohnzimmern zu Gast.

Für Birgit Schneider und Peter Liebig aus Bad Belzig ist Mutter Beimer eine alte Bekannte. Die beiden sind Lindenstraßen-Fans, sonntags ab 18:50 Uhr braucht im Hause Schneider-Liebig niemand anzurufen. „Unsere Freunde und Familien wissen das aber auch“, sagt Birgit Schneider. Seit 1987 richtet sich ihr Blick einmal wöchentlich in die Münchner Lindenstraße. „Die allerersten Folgen habe ich noch nicht verfolgt, aber seit 28 Jahren dann eigentlich jede“, so Schneider.

Bad Belziger waren Statisten der Sendung

„Als wir uns kennenlernten, wollte Peter mal an einem Sonntag Abend mit mir ausgehen“, verrät Birgit Schneider, „ich habe ein wenig herumgedruckst und dann gesagt, dass ich erst nach der Lindenstraße Zeit habe.“ Peter Liebig störte das nicht, er war schließlich ebenfalls Fan und so stand dem gemeinsamen Glück nichts im Wege.

Birgit Schneider und Peter Liebig aus Bad Belzig im Kölner Studio

Birgit Schneider und Peter Liebig aus Bad Belzig im Kölner Studio.

Quelle: Privat

Zum vierzigsten Geburtstag im Jahr 2004 schenkte Liebig seiner Birgit dann etwas ganz besonderes. „Wir waren beide als Statisten zum Dreh auf dem Kölner Studiogelände“, erinnert sich Schneider, „das war wunderbar.“ Der damalige Gastauftritt in Deutschlands ältester Seifenoper kam gut an. „Uns haben dann ganz viele Leute angesprochen, dass sie das toll finden und selbst Fans sind“, sagt Birgit Schneider, „das hätten wir gar nicht gedacht.“ In diesem Jahr besuchten die beiden Stadtangestellten eine große Veranstaltung zu 30 Jahren Lindenstraße in Berlin. „Das war sehr familiär, wir konnten viele Fotos schießen“, so Peter Liebig.

Zusammenhalt ist ein Vorbild

Besonders gut gefällt den beiden Bad Belzigern, die beide in der Stadtverwaltung angestellt sind, an ihrer Lieblingsserie der stets aktuelle Bezug. „Alles wird sofort aufgenommen, ob Wahlen oder Sportevents“, freut sich Birgit Schneider. Peter Liebig gefällt der Zusammenhalt unter den Bewohnern des Lindenstraßen-Universums. „Natürlich gibt es auch mal Streit und Intrigen, aber man sieht immer wieder, dass Freundschaft und Nachbarschaftshilfe viel wichtiger sind“, erklärt Peter Liebig.

Themen der Gesellschaft

In ihren mehr als 1550 Folgen nimmt die Lindenstraße seit 1985 gesellschaftliche Themen von Umweltschutz und ungewollter Kinderlosigkeit bis hin zu Ehekrisen und beruflicher Neuorientierung auf.

Gedreht wird die Serie auf dem WDR-Gelände Köln-Bocklemünd, sie spielt allerdings in München.

Manche Schauspieler haben ihre Rollen schon seit ihrer frühesten Kindheit inne: Julia Stark als Sarah Ziegler etwa wurde als Einjährige gecastet.

Kinostar Til Schweiger begann seine Karriere in der Lindenstraße. Seine Rolle des „Jo Zenker“ wird auch heute noch gelegentlich erwähnt: „Jo ist jetzt in Hollywood“.

Mit seiner Lebensgefährtin versucht er, diese Werte auch im Privatleben hochzuhalten. „Es ist für uns beide sehr wichtig, eine nette Hausgemeinschaft zu haben“, bestätigt Birgit Schneider. Hilfsdienste wie Blumengießen im Urlaub gehören daher in der Nachbarschaft genauso dazu, wie das jährliche Sommerfest in der Straße und Peter Liebigs Engagement als Weihnachtsmann für die Nachbarskinder.

Michael Baral (Timo Zenker in der Serie), Jacqueline Zvilarov (Nina Zöller), und Fan Peter Liebig

Michael Baral (Timo Zenker in der Serie), Jacqueline Zvilarov (Nina Zöller), und Fan Peter Liebig.

Quelle: Privat

Auf einen innerfamiliären Weihnachts-Einsatz ihres Lebensgefährten hofft indes auch Birgit Schneider. Sie wünscht sich einen Jahreskalender von der Lindenstraße. „Ich sammele ja keine Tassen oder so etwas, aber der Kalender wäre schon etwas Schönes“, sagt sie.

Von Saskia Popp

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