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Jedes fünfte Auto hat Mängel

Polizei kontrolliert Fahrzeugbeleuchtung Jedes fünfte Auto hat Mängel

Im Oktober kontrollierten Polizisten im Fläming wieder verstärkt die Verkehrsteilnehmer, um sie zur Herbstzeit für die Witterungsbedingungen zu sensibilisieren. Dabei hielten die Beamten Lkws, Autos, Krad- und Radfahrer an. Manche Probleme sind dann ganz schnell behoben, andere sind schwerwiegender.

Bad Belzig . Glück gehabt – die Autofahrerin kommt noch einmal mit dem Schrecken davon. Bei einer Polizeikontrolle haben zwei Streifenbeamte ihr Auto mit defektem Rücklicht entdeckt und es kurzfristig aus dem Verkehr gezogen. Doch die Lampe geht wieder an, als der Polizeioberkommissar Reinhardt auf das Gehäuse klopft. „Manche Probleme sind leicht zu beheben“, sagt er. „So läuft es aber nicht immer.“

Im Oktober kontrollierten Polizisten im Fläming wieder verstärkt die Verkehrsteilnehmer, um sie zur Herbstzeit für die Witterungsbedingungen zu sensibilisieren. Dabei hielten die Beamten Lkws, Autos, Krad- und Radfahrer an. Auch Matthias Zureks Auto besteht den Test der Ordnungshüter. „Ich kontrolliere das Licht an meinem Wagen schon zur eigenen Sicherheit regelmäßig“, sagt der Berufskraftfahrer aus Bad Belzig. Die Beleuchtung der folgenden Autos ist ebenfalls in Ordnung. „An manchen Tagen hat kaum jemand ein defektes Licht, an anderen ist es fast jeder Dritte“, berichtet Reinhardt. Mal fällt ein Front- oder ein Rücklicht aus. Häufig sind die Lichter aber auch einfach nur zu hoch oder zu tief eingestellt. Fahrzeugführer bekommen dann einen Mängelschein und müssen innerhalb einer Woche die Autolampen austauschen oder korrekt einstellen lassen. „Besser man lässt sein Fahrzeug einmal im Jahr kontrollieren“, rät Reinhardt. Viele Kfz-Fachwerkstätten, Prüfstellen der Automobilklubs, der Tüv und die Dekra bieten Dienstleistungen dieser Art an.

Die Statistik verdeutlicht warum: Jedes fünfte Fahrzeug fährt mit defekter oder falsch eingestellter Beleuchtung, so Mario Heinemann, Sprecher des Polizeipräsidiums Potsdam. In Bad Belzig und Umgebung registrierten seine Kollegen allein in der dritten Oktoberwoche vor den Schulen 18 Verkehrsdelikte. Häufig werde zudem beobachtet, wie Fahrer „entschieden zu schnell“ fahren, sagt Heinemann, was zu jeder Jahreszeit gefährlich ist. „Die Zahlen sind erschreckend. Anscheinend hat sich nicht viel verbessert im Vergleich zu den Kontrollen nach den Sommerferien.“

Interview: Was ist besser? Dynamo oder Batterie?

Peter Büttner (52) vom Fahrradhaus Ahlert in Bad Belzig über die Vorund Nachteile von Dynamo und Batterie.

MAZ : Seit August gelten Fahrräder als verkehrssicher, nicht nur mit einem Dynamo, sondern auch mit batteriebetriebenen Lampen. Was ist besser?
Peter Büttner : Das kommt ganz darauf an. Bei Mountainbikes und Rennrädern ist generell kein Dynamo eingebaut. Hier ist es ohnehin praktischer, wenn batteriebetriebene Lampen nach der Fahrt einfach abgenommen werden können. Ein Nabendynamo hat hingegen den Vorteil, dass er keine Batterie braucht. Nachdem man den Schalter angestellt hat, lädt er sich während der Fahrt auf. Das Licht hält dann etwa zwei bis sechs Minuten – ohne dass man in die Pedale tritt.

Welche Variante wird bei Ihnen häufiger gekauft?
Büttner : Seitdem die batteriebetriebenen Lichter erlaubt sind, stellen wir fest, dass davon deutlich mehr verkauft werden als früher. Trotzdem bevorzugen immer noch etwa 60 Prozent der Kunden einen Nabendynamo. Der ist ohnehin standardmäßig in Tourenrädern eingebaut. Dynamos können auf Dauer indes etwas störanfälliger sein. Wer kein Geld für Batterien ausgeben will, sollte mit seinem Rad lieber beim Nabendynamo bleiben.

Ist Diebstahl ein Problem bei den ansteckbaren Lichtern?
Büttner : Das kann natürlich vorkommen. Wenn sie am Rad vergessen werden, greifen Diebe gern und schnell zu. Einen Nabendynamo müsste man aufwendig ausbauen.

Wie teuer sind batteriebetriebene Lichter?
Büttner : Inzwischen sind die LED-Lampen etwas teurer geworden, weil sie neuerdings für den Straßenverkehr lizensiert sein müssen. Für weniger als 35 Euro bekommt man jedoch bereits Vorder- und Rücklicht.
Interview: Kerstin Voy

Vor der Geschwister-Scholl-Grundschule in Bad Belzig sind Eltern besorgt. „Wenn es jetzt dunkler wird, nimmt die Gefahr für die Kinder natürlich zu“, sagt auch Michaela Schinkel, die ihre Tochter Alina manchmal morgens mit dem Auto zum Unterricht fährt. Weil der Nachwuchs gerade im Dunkeln leicht übersehen wird, achtet Michaela Schinkel darauf, dass ihre Tochter zumindest Reflektoren an der Schulmappe hat.

Andere Kinder kommen auch im Herbst mit dem Fahrrad zur Schule. „Ich habe schon öfter Kinder morgens ohne Licht fahren gesehen. Das ist wirklich gefährlich“, sagt Margrit Ribbe, Lehrerin an der Krause-Tschetschog-Oberschule. Sie appelliert an die Eltern, verstärkt darauf zu achten, dass ihre Sprösslinge nicht so dunkle Kleidung tragen. „Die Polizei sollte noch öfter an Schulen vertreten sein“, sagt Carlotta Holland. Die Schulhelferin steuert zuweilen den Bürgerbus „Hoher Fläming“, kennt deshalb quasi alle Perspektiven und mahnt zu gegenseitiger Rücksichtnahme.

Von Kerstin Voy

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