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Jetzt kann man in Bad Belzig offen surfen

Freies WLAN Jetzt kann man in Bad Belzig offen surfen

Die Kur- und Kreisstadt Bad Belzig in Potsdam-Mittelmark geht in die Technikoffensive. Künftig gibt es rund um das Rathaus freies WLAN. Allerdings ist der Wi-Fi-Zugang reglementiert und ein Webfilter sorgt für Schutz vor illegalen Aktivitäten oder nicht altersgerechten Inhalten.

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Thomas Prinz hat die Technik für das kostenfreie und kabellose Internet am Rathaus installiert.

Quelle: Christin Iffert

Bad Belzig. Die Kur- und Kreisstadt Bad Belzig geht in die Technikoffensive. Zur Eröffnung des Altstadtsommers ist am Sonnabend ein städtisches WLAN freigeschaltet worden. Es ist damit das erste offene Netz einer Kommune im Hohen Fläming. „Das kann jeder nutzen. Es funktioniert aber nur am Rathaus“, erklärt Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos), der den Startschuss dafür gab gegenüber der MAZ.

Das Internet ist künftig von morgens acht bis abends acht Uhr eingeschaltet. Allerdings gibt es Reglementierungen. 512 Megabyte am Tag dürfen pro Endgerät verbraucht werden. Maximal 100 Geräte können sich gleichzeitig ins Netz einwählen - bei einer maximalen Dauer von zwei Stunden. „Der Service ist nicht dafür gedacht, Filme zu streamen“, stellt Thomas Prinz aus der Stadtverwaltung klar. Er ist für die IT im Rathaus zuständig und hat die Technik zur Realisierung selbst angebracht. Die Kosten für die Technik summieren sich auf rund 1000 Euro. Hinzu kommen monatlich gut 54 Euro für die Telekom, die eine 50-Megabyte-Leitung bereitstellt. Je mehr Menschen surfen, desto langsamer wird es für den Einzelnen. Wer normal surft, dürfte damit allerdings noch immer schnell sein.

WLAN auch für Sitzungen im Ratssaal

Der Router ist bereits seit Monaten eingerichtet. Zwei Access Points, so nennen sich im Fachjargon unscheinbare Plastikkästchen, strahlen Signale in Richtung Markt und Wiesenburger Straße. Vor allem Touristen profitieren von dem Angebot, glaubt Stadtchef Leisegang. „Besucher können sich Tipps holen oder sich durch den Internetzugang noch einfacher in der Stadt zurechtfinden.“ Gleichzeitig wird die Technik für ein separates WLAN im Ratssaal genutzt, sofern Veranstaltungen stattfinden. Die Stadtverordneten können sich demnächst ebenfalls während Sitzungen ins Internet einklinken.

Jugendschutz wird eingehalten

Wer das WLAN nutzen möchte, muss zunächst in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen einwilligen. Illegale Aktivitäten, Besuche auf gewaltverherrlichenden, rechts- und linksextremistischen Seiten sowie pornografische Inhalte sind verboten. „Webfilter sorgen dafür, dass der Zugang verweigert wird“, erklärt Prinz. Die greifen auf bestehende Index-Listen zurück, welche ständig aktuell gehalten werden. Zudem werden erotische Werbeeinblendungen blockiert. „Wir halten damit den Jugendschutz ein, denn sicher werden auch viele Jugendliche das Angebot nutzen.“

Die Anfänge sollen nun zeigen, inwieweit das offene W-Lan ankommt. „Wir wollen erstmal die Anpassungsphase abwarten, Änderungen sind jederzeit möglich“, erklärt der Bürgermeister. Eines ist jedoch klar, zugänglich bleibt das Netz dauerhaft. Das wurde in den Augen von Thomas Prinz längst Zeit, denn: „Offenes WLAN ist mittlerweile das Maß der Dinge.“ Wohl auch deshalb sollen dann auch die Bad Belziger Schulen übers WLAN ins Internet gehen können.

Von Christin Iffert

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