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Jetzt schmeißt die Jugend das Bullenbergfest

Menschen im Fläming Jetzt schmeißt die Jugend das Bullenbergfest

Vor 20 Jahren fing alles an: ein Fest am Ragösener Bullenberg, von Nachbarn für Nachbarn. Mittlerweile hat die nächste Generation die Organisation übernommen. Und zwischen Hüpfburg und Geschicklichkeitsspielen bewiesen, was sie alles kann. Das Fest ist beliebter und belebter denn je.

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Quelle: andreas koska

Ragösen. Es ist eine Idee, die beim Gespräch über den Gartenzaun geboren wurde: ein Nachbarschaftsfest, hier, gleich vor der Haustür. Von Bullenbergern für Bullenberger. Seit 1996 feiern die Nachbarn am Ragösener Bullenberg ihr Fest.

Die Idee hatte Klaus-Dieter Dieckmann. Er war ein Mann der Tat und setzte den Plan direkt um, schließlich fühlte er sich verantwortlich. Das Fest kam gut an, es wurde zu einem Termin, der bei den Ragösenern im Kalender steht. Nach Dieckmanns Tod übernahm Christiane Hintze die Organisation.

Als nun vor einer Woche wieder gefeiert wurde, stand die nächste Generation in der Verantwortung. Die Kinder der Gründer haben die Geschicke übernommen, sie stellen jetzt das nachbarschaftsfest auf die Beine. „Wir sind es aber nicht allein“, betont Denny Dieckmann. Dem Organisationsteam gehören neun Personen an. „Es packen aber alle an, die feiern“, betont Daniela Freidank, geborene Hintze. Der 39-jährige Dieckmann durfte auch die Eröffnungsansprache halten, bevor es zum Kaffeetrinken und dem Geschicklichkeitswettbewerb ging. „Wir ehren in der Ansprache runde Geburtstage und andere Jubiläen und begrüßen die bei uns neu geborenen Kinder“, erklärt Freidank.

Sie und Dieckmann sind in Ragösen geboren und aufgewachsen, ihre Familien sind seit Generationen hier verwurzelt. Deshalb liegt ihnen eine gute Nachbarschaft am Herzen. „Einmal im Jahr sieht man sich über einen längeren Zeitraum, lernt sich noch besser und intensiver kennen“, erläutert Daniela Freidank die Motivation für ihre Arbeit.

Ein halbes Jahr vor dem Sommerereignis finden die ersten Gespräche statt, drei Monate vor dem großen Tag geht man dann an die Details. „Aber eigentlich wissen alle, was zu tun ist“, sagt die 37-jährige Steuerfachangestellte Freidank, „das fest ist ein Selbstläufer.“

Besonderen Spaß haben die Organisatoren daran, neue Spiele für das Bullenbergfest zu entwickeln. Dabei geht es um Gaudi und Geschicklichkeit. Mit einer rohen Spaghetti im Mund galt es in diesem Jahr andere Nudeln aufzufädeln. Der Renner war jedoch der Versuch eine im Mund gehaltene Wäscheklammer ordentlich auf die Leine zu hängen. „Wer mitmacht, ist voller Ernst dabei, die Zuschauer haben jede Menge zu lachen“, lacht Denny Dieckmann immer noch, vom Grill aus konnte er alles bestens beobachten.

Für Freidank und Dieckmann steht fest, dass das Fest fortleben wird, denn beiden können sich den Bullenberg ohne Fest gar nicht vorstellen. „Das schöne ist, dass auch am nächsten Tag alle zum Abbauen wieder da sind“, lobt Freidank die Nachbarschaft. Es gibt dann zwar ein gemeinsames Frühstück, aber vor allem einiges zu tun. Die Hüpfburg muss eingepackt werden, die Tische und Bänke eingeräumt, die Bastelstraße für Kinder wird dann für ein Jahr eingemottet. Auch Daniela Freidank und Denny Dieckmann haben dann wieder Ruhe. Bis zum nächsten Mal, wenn das Bullenbergfest ansteht. Ihre Premiere haben Hintze und Dieckmann jedenfalls gemeistert.

Von Andreas Koska

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