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Potsdam-Mittelmark Jetzt soll endlich auch das platte Land ran ans Highspeed-Netz
Lokales Potsdam-Mittelmark Jetzt soll endlich auch das platte Land ran ans Highspeed-Netz
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19:53 23.02.2018
Quelle: picture alliance / dpa
Bad Belzig

An mangelndem Geld wird der Breitbandausbau zwischen Havel und Fläming sehr wahrscheinlich nicht scheitern. Das bestätigt Karsten Gericke, Beauftragter der Kreisverwaltung für den Breitbandausbau. Demnach hat die Bundesregierung gerade die Laufzeit des Förderprogramms um ein Jahr verlängert und für Planungssicherheit gesorgt.

Es steht und fällt mit dem Finden von Baufirmen, die Zeit haben

„Der ursprüngliche Zeitplan bis 31. Januar 2019 wäre durch kein Telekommunikationsunternehmen zu halten gewesen“, heißt es in einer Vorlage für den Kreistag Potsdam-Mittelmark. Unsicher ist jedoch, ob sich nun auch Baufirmen finden.

Mehr als fünf Millionen Euro werden aus dessen Etat zur Schließung von Lücken bei der Versorgung mit schnellem Internet zur Verfügung gestellt. Das sind nur zehn Prozent der nötigen Gesamtinvestition, die hauptsächlich von Bund und Land mit dem Geld des Steuerzahlers finanziert wird. Für die Konzerne selbst wäre es ohne Subventionierung nicht lukrativ genug. Doch soll die zeitgemäße technische Infrastruktur möglichst flächendeckend realisiert werden.

Inbetriebnahme Anfang 2020

Seit August 2017 haben vorbereitende Planungen und Teilnehmerwettbewerb stattgefunden. Derzeit laufen Submission und Auftragsvergabe.

Im Juni 2018 sollen Vertragsunterzeichnung und Start der finalen Planung erfolgen. Gebaut wird 2019, Inbetriebnahme und Endabrechnung sind für 2020 vorgesehen.

„Derzeit ist die Ausschreibung für die zwei Erschließungsgebiete beendet – der Osten mit Teltow und Umgebung, der Westen mit dem Raum von Werder/Havel und Beelitz aus jeweils bis zur Landesgrenze“, sagt Gericke. Die Angebote werden gesichtet und in den nächsten Wochen endgültig verhandelt. Die Preise sind dann nicht mehr veränderbar. „Unbekannte Risiken beim Bau oder durch die Marktlage gehen dann zu Lasten der Telekommunikationsanbieter“, heißt es.

Bis zu 50 Mbit soll es geben

Nach- und aufgerüstet werden soll laut Kreisverwaltung dort, wo bisher weniger als 30 Mbit/s bereit stehen. Angestrebt wird eine Datenübertragungsgeschwindigkeit mit mindestens 50 Mbit/s. Derzeit gelten nach dem Maßstab knapp 10.000 Haushalte als unterversorgt. Außerdem werden rund 350 Unternehmen in Gewerbegebieten leistungsfähigere Anschlüsse mit Bandbreiten von ein Gigabit bekommen.

Neben den bekannten „weißen Flecken“ seien in der Vorbereitung nochmals 96 Adressen neu gelistet und zusätzlich ins Leistungsverzeichnis aufgenommen worden. In Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden wurden von einem Dienstleister die jeweiligen Gebiete detailliert betrachtet, um der - laut den Fachleuten allerdings praktisch nicht möglichen - 100-Prozent-Versorgung zumindest nah zu kommen.

Schulen sollen auch ans Netz angeschlossen werden

Ausnahme ist die Gemeinde Seddiner See, die voriges Jahr nicht den nötigen Kooperationsbeschluss gefasst habe. Immerhin sollen dort wie überall die Schulen trotzdem an die Datenautobahn angeschlossen sein. Soweit möglich wird die Verlegung von Glasfaserkabeln angestrebt, wie der Information zu entnehmen ist. Die Leitungen sollen möglichst bis ans jeweilige Gebäude verlegt werden.

Das Budget für das Vorhaben gilt als auskömmlich. „Die Hauptgeldflüsse werden 2019 entstehen, da dann die Hauptbauleistungen erfolgen“, heißt es. Das hoffen jedenfalls Politik und Verwaltung. „Es wird gar nicht so einfach sein, die Bauunternehmen mit den entsprechenden Kapazitäten zu finden“, ahnt Landrat Wolfgang Blasig (SPD).

Von René Gaffron

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