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Rufbus sorgt auf dem Land für mehr Mobilität

Beelitz Rufbus sorgt auf dem Land für mehr Mobilität

Auf dem Land leben und auch ohne Auto mobil sein – das ermöglicht seit acht Jahren die Johanniter-Unfall-Hilfe in Beelitz. Sie hat im Auftrag der Regiobus-Gesellschaft und der Stadtverwaltung Beelitz einen Rufbusverkehr zwischen den Ortsteilen und der Stadt eingerichtet. Das Rufbussystem wird von den Einwohnern im gesamten Bereich von Beelitz gut angenommen.

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Fachdienstleiter Marko Wodarz von der Johanniter-Unfall-Hilfe Beelitz (r.) und Fahrer Mario Baitz machen die Beelitzer mobil.

Quelle: Thomas Lähns

Beelitz. Ob von Schäpe nach Salzbrunn oder von Reesdorf nach Rieben – nicht immer kommt man im Beelitzer Stadtgebiet mit öffentlichen Verkehrsmitteln an sein Ziel. Seit mittlerweile acht Jahren gibt es mit dem Rufbus eine gute Alternative, wenn der Linienverkehr im Moment oder überhaupt nicht fährt. Das Angebot kommt an: „Im Schnitt haben wir etwa 250 Aufträge und rund 330 Fahrgäste pro Monat“, sagt Marko Wodarz, Fachdienstleiter der Johanniter-Unfall-Hilfe in Beelitz.

Die Hilfsgesellschaft bedient mit ihren Fahrzeugen das Beelitzer Rufbusnetz im Auftrag der Regiobus-Gesellschaft und der Stadtverwaltung, die sich die zusätzlichen Kosten teilen. Im Monat kommen Touren von durchschnittlich 3900 Kilometern zusammen. „Zu den Fahrgästen gehören Berufstätige aus den Ortsteilen, die zum Bahnhof oder zu den Linienhaltestellen fahren und dort Anschluss an die Öffentlichen haben.“ Aber auch Schüler würden das Angebot nutzen und mit dem Rufbus zur Grund- und Oberschule oder dem Gymnasium fahren. Viele ältere Bürger in den Ortsteilen nehmen den Rufbus ebenfalls in Anspruch, um zum Einkaufen, zum Arzt, Friseur oder zu Freunden zu fahren. „Auch Touristen und Austauschschüler aus dem Ausland befördern wir ab und zu“, zählt Wodarz auf.

Dennoch könnten noch mehr Beelitzer vom Rufbussystem profitieren – wie sich jüngst bei der großen Bürgersprechstunde des Bürgermeisters mit der UKB/BBB-Fraktion herausgestellt hat. „Manch einer weiß gar nicht, dass er mit dem Rufbus überall hinkommt. Oder er ist unsicher, wie man sich dafür anmelden soll “, berichtet Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis Beelitz). Er ruft die Beelitzer auf, das Angebot kennen zu lernen und stärker zu nutzen. „Der Rufbus ist eine günstige und komfortable Alternative für alle, die keinen Führerschein haben. Er ermöglicht es, auf dem Lande zu leben und trotzdem ohne Auto mobil sein zu können.“

Die Fahrt mit dem Rufbus, der von Montag bis Freitag von 5 Uhr bis 21 Uhr verkehrt, kostet nur 50 Cent mehr als der gültige VBB-Tarif. Wer also zum Beispiel vormittags von Schlunkendorf nach Beelitz möchte, zahlt für die einfache Fahrt zwei Euro. Im Stadtgebiet gibt es 39 Haltepunkte, meist an den regulären Haltestellen. Nur dort kann man ein– und aussteigen. Bedingung für den Rufbus-Einsatz ist aber, dass mindestens 60 Minuten vor und nach der gewünschten Fahrt kein regulärer Bus fährt. Sonderwünsche, wie ein behindertengerechter Transport, müssen vorher angekündigt werden.

Die Anmeldung erfolgt telefonisch bei der Regiobus-Gesellschaft. Dort müssen die Fahrtwünsche spätestens 60 Minuten vor Fahrtantritt angemeldet werden. Fahrten vor 7 Uhr müssen am Vorabend bis 20 Uhr bestellt werden. Die Regiobus GmbH informiert auch, welche Haltestelle in der Nähe ist. Erreichbar ist der Rufbus-Service unter 0331/7 49 14 00.

Von Thomas Lähns

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