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Johanniter krempeln Klinikpark um

Treuenbrietzen: Orden investiert 26 Millionen Euro Johanniter krempeln Klinikpark um

Der Johanniter-Orden investiert kräftig in den Ausbau und die Modernisierung seines Klinikstandortes in der Sabinchenstadt Treuenbrietzen. Bis zum Jahr 2023 sollen rund 26 Millionen Euro in Neubauten sowie für Sanierungsarbeiten fließen. Das bestätigte die Geschäftsführung der Johanniter-Kliniken im Fläming jetzt.

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Blick ins Grüne: So sieht es aus, wenn man aus Haus 2 des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen hinais schaut.

Quelle: Th. Wachs

Treuenbrietzen. Vorerst stehen für die nächsten zwei Jahre neun Millionen Euro für den Neubau eines Gebäudetraktes des Fachkrankenhauses zur Verfügung. Er entsteht ab dem Frühjahr 2016 hinter dem Haus 2 am Waldrand. Das zweigeschossige künftige Haus 2a wird an den OP-Trakt anschließen. Mit den gegenüber davon geplanten, zweigeschossigen Verbindungsgängen in der Nähe der Glaspyramide der Cafeteria entsteht somit um diesen Bereich des Klinikparkes ein neuer Hof.

Die Planungen für den Neubau laufen seit gut einem Jahr. „Vor der Abgabe des Bauantrages waren vielfältige Abstimmungen mit den Bauämtern und der Denkmalschutzbehörde unabdingbar“, erläuterte Brigitte Scharmach, die Geschäftsführerin der Treuenbrietzener Kliniken. Denn deren rund 100 Jahre altes historisches Ensemble steht unter Denkmalschutz. „Details der Bauausführung stehen jedoch noch nicht fest“, sagte Klinik-Sprecher Jörg-Peter Bensch.

In dem neuen Trakt sollen einige Disziplinen des Fachkrankenhauses zusammengeführt werden. Aktuell verteilt sich beispielsweise die Klinik für Internistische Rheumatologie, Osteologie und Schmerztherapie auf drei Gebäude am Standort in Treuenbrietzen. Künftig soll es für deren Personal und Patienten kürzere Wegeund bessere Bedingungen geben.

Nach der Fertigstellung dieses neuen Multifunktionsgebäudes als Haus 2a werde im zweiten Schritt die Klinik für Psychiatrie im Haus 4 komplett saniert und ebenfalls mit einem neuen Anbau als Ersatz für den bisherigen ergänzt. Sind diese Arbeiten, die bei laufendem Klinikbetrieb geplant sind, abgeschlossen, zieht die Psychiatrie in die sanierten und ergänzten Gebäude.

Drei Fachbereiche

Das Krankenhaus in Treuenbrietzen verfügt nach einer Aufstockung durch das Gesundheits-Ministerium seit 2014 über 378 Planbetten. Zuvor waren maximal 347 Betten genehmigt.
Das ehemalige Krankenhaus des Kreises Jüterbog war 1994 an die Brandenburgische Provinzialgenossenschaft des Johanniterordens übergegangen. Nach Vorgaben der Landesregierung wurde es zu einem Fachkrankenhaus umstrukturiert.
In den drei Fachkliniken sind derzeit 574 Mitarbeiter tätig. Weitere sind in Tochtergesellschaften angestellt.
Heute gibt es drei Bereiche mit Fachkliniken. Die Klinik für Rheumatologie/Orthopädie und Rheumachirurgie hat 101 Betten und 16 Plätzen in der Tagesklinik.
Die Klinik für Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik hat 60 Betten und 42 Plätze in Tageskliniken in Treuenbrietzen, Jüterbog und Bad Belzig.
Die dritte Fachrichtung für Pneumologie/Thoraxchirurgie hat 154 Betten und fünf Plätze in der Tagesklinik.

„Danach können die anderen Gebäude neu geordnet werden“, erklärte Jörg-Peter Bensch. Dies beinhalte auch eine räumliche Zusammenführung der monodisziplinären Intensivstation – also der Weaningstation – mit der interdisziplinären Intensivstation. Zudem ist vorgesehen, die derzeit auf dem Areal ziemlich verstreuten Stationen der rheumatologischen Klinik an einem Standort zusammenzuführen sowie die Abteilungen der Endoskopie und Bronchoskopie an den OP-Trakt anzubinden.

Am Ende der umfangreichen Um- und Neubauarbeiten werden dann die letzten Mehrbettzimmer im Krankenhaus ausschließlich zu zeitgemäßen Ein- und Zweibettzimmern mit eigenem Bad umgebaut sein, erklärte Brigitte Scharmach. Die über den Krankenhausplan des Landes Brandenburg geregelte Bettenzahl bleibe nach heutigem Stand unverändert, so die Geschäftsführerin.

Mit den Investitionen wolle das Fachkrankenhaus den kontinuierlich steigenden Patientenzahlen Rechnung tragen. Die umfangreichen Bauarbeiten sind „eine Investition in die Zukunft und sichern den Standort“, erklärte Peter Jülich, Kuratoriumsvorsitzender des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen.

Fördergeld kann die Johanniter Krankenhaus im Fläming gGmbH nach eigenen Angaben für das Vorhaben nicht nutzen. „Die jetzt zur Verfügung stehenden Mittel sind über die Jahre für derartige Maßnahmen angespart worden. Jedes Krankenhaus ist gesetzlich verpflichtet, solche Mittel für Reinvestitionen zu erwirtschaften“, erklärt Brigitte Scharmach.

Die bislang letzten umfangreichen Bauarbeiten zur Erweiterung des Operationstraktes liegen in Treuenbrietzen gut neun Jahre zurück.

Von Thomas Wachs

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