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Jubiläum: Mehls sind seit 60 Jahren ein Paar

Lobbese Jubiläum: Mehls sind seit 60 Jahren ein Paar

Im Dorf Lobbese (Potsdam-Mittelmark) wird in diesen Tagen doppelt gefeiert. Reni und Erwin Mehl sind seit 60 Jahren ein Ehepaar. Viele Gäste werden zu Feier am Donnerstag erwartet. Gleich fünf Tage später steht dann noch der 85. Geburtstag des diamantenen Bräutigams an.

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Reni und Erwin Mehl feiern ihren 60. Hochzeitstag.

Quelle: Th. Wachs

Lobbese. Reni und Erwin Mehl haben in diesen Tagen viel zu feiern. Seit 60 Jahren sind die beiden ein Ehepaar. Die diamantene Hochzeit wird Donnerstag in Lobbese im Kreise der großen Familie und von Freunden groß gefeiert. Nur fünf Tage später ist das Haus an der Dorfstraße schon wieder voller Gäste. Dann nämlich wird auch noch der 85. Geburtstag von Erwin Mehl begangen.

Er stammt aus Bessarabien am Schwarzen Meer, einer früher von Deutschen bewohnten Region im heutigen Moldawien. Im Oktober 1940 wurden deutsche Familien dort vertrieben. Über Österreich ging es für die Mehls nach Polen. „Gut zwei Jahre waren wir dort, bis wir auch da 1945 wieder vertrieben wurden“, erzählt Erwin Mehl. Per Pferdewagen ging es in den Fläming. „Von Belzig aus wurden wir nach Lobbese zugewiesen, wo schon viele Flüchtlinge wie wir waren“, erinnert sich der rüstige Senior.

Er war damals 14 Jahre alt. Auf dem Hof des Onkels seiner heutigen Frau arbeitete der Junge die ersten Jahre „nur für Kost und Unterkunft“. Dort gab es auch die ersten Begegnungen mit der Nichte des Hofbesitzers. Daraus wurde Liebe. 1956, als das Paar schon zwei Kinder hatte, wurde in der Kirche zu Zeuden geheiratet. Drei weitere Kinder wurden geboren. Heute gehören elf Enkel und fünf Urenkel zur Großfamilie.

Reni Mehl (80) ist in Lobbese geboren. „Hier in dem Haus, in dem wir heute noch wohnen“, erzählt die Mutter von fünf Kindern. Sie standen für sie immer im Mittelpunkt. Trotzdem ging es 20 Jahre lang auch noch zur Arbeit in den Rinderstall unweit des Wohnhauses. Dort war auch ihr Mann inzwischen tätig.

Die Arbeit in der Produktionsgenossenschaft und daheim auf dem eigenen Hof bestimmte bis zur Rente das Leben des Paares. Große Sprünge waren nicht drin. Doch gab es mal Auszeichnungsreisen des Betriebes nach Moskau oder ans Schwarze Meer. „Ansonsten waren wir viel mit den Blasmusikanten aus Marzahna unterwegs“, erzählt Reni Mehl. 20 Jahre lang spielte ihr Mann in der Kapelle das Althorn.

Von Thomas Wachs

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