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Potsdam-Mittelmark Jubiläumsfest mit neuen Perspektiven
Lokales Potsdam-Mittelmark Jubiläumsfest mit neuen Perspektiven
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16:57 14.09.2016
In Feierlaune: Schon zum Sabinchenfest lud das Treuenbrietzener Gymnasium zur Jubiläumsparty ein. Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Im Jubiläumsjahr stellt sich das Treuenbrietzener Gymnasium „Am Burgwall“ besonderen Herausforderungen. So stehen der Festakt am Freitag und die Party zum 25-jährigen Bestehen der Schule klar auch im Zeichen der geplanten Umwandlung in eine Gesamtschule mit Abiturstufe. Dazu seien auch die Schulferien über weitere Vorbereitungen erfolgt. Die Arbeitsgruppe mit Vertretern der Schule und der Stadt „hat fast wöchentlich getagt, um unser Konzept zu aktualisieren“, sagte Bürgermeister Michael Knape (parteilos) jetzt in Fachausschüssen der Stadtverordnetenversammlung.

Volles Programm zum 25.

Das Jubiläumsfest zu 25 Jahren Gymnasium „Am Burgwall“ in Treuenbrietzen beginnt am Freitag, 14 Uhr, mit einem Festakt in der Stadthalle. Die öffentliche Party mit Musik, Tanz, Spiel und Spaß startet um 15.30 Uhr auf dem Schulhof.

Im Show-Programm dabei sein werden unter anderem die Tanzschule Mierisch, die Jugendband „Timebreak“, und die Cheerleader. Zudem laden die DJs von „Samba Karamba“ in ihre Soundlounge ein.

Den Ausklang gestalten die Partyband „Smagroove“ ab 19 Uhr in der Stadthalle.

Der Eintritt zum Schulfest für jedermann ist frei.

Bekanntlich verfolgt die Stadt Treuenbrietzen nun wieder allein ihre seit mehr als zwei Jahren vorbereitete Idee, das Gymnasium zum Schuljahresbeginn 2017/18 in eine Gesamtschule mit Gymnasialer Oberstufe zu überführen. Eine vom Kreistag erwogene Kooperation mit der Oberschule Brück ist Anfang Juni – nach einem Jahr ohne wirkliche Arbeit für ein gemeinsames Konzept – offiziell beendet worden. Knackpunkt blieb die Standtortfrage zur künftigen Ansiedlung der Oberstufe. Während Treuenbrietzener Vertreter „ergebnissoffen“ in Verhandlungen für das Konzept eintreten wollten, hatten die Brücker Stadtverordneten die Ansiedlung der Oberstufe i Brück zur Bedingung gemacht. „Das war für uns keine faire Verhandlungsbasis“, sagte Michael Knape jetzt im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport.

Neuer Kreistagsbeschluss nötig

Auch Brandenburgs Bildungsminister, Günter Baaske (SPD), der sich auch als Wahlkreisabgeordneter in die Verhandlungen einbringen wollte, „konnte nicht vermitteln“, so Knape. Nun habe der Minister angekündigt, dass sich sein Ministerium parallel zur Vorbereitung des nötigen neuen Kreistagsbeschlusses mit dem Konzept befassen könnte, um kurzfristig entscheiden zu können. „Denn die Zeit drängt, wenn wir mit klaren Fakten ab Januar in die Elterninformation für das neue Schuljahr gehen wollen“, sagte Knape.

Am Gymnasium in der Burgwallstraße wird am Freitag bunt gefeiert. Quelle: Thomas Wachs

Auch mit der Leitung des Staatlichen Schulamtes sei inzwischen eine Kurzform des aktualisierten Konzeptes beraten worden. Es ging parallel an den Kreistag. Er muss den Schulentwicklungsplan anpassen. Eine Entscheidung wird für die Sitzung Anfang Dezember erwartet. In Vorbereitung dazu tagt am 26. September die Bildungswerkstatt des Kreistages hauptsächlich zu dem Thema. Denn auch im Raum Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow gibt es Bestrebungen für eine Gesamtschule.

Start zum neuen Schuljahr erhofft

„Es war ein sehr konstruktives Gespräch im Schulamt, aus dem wir Unterstützung, aber auch noch Anregungen mitgenommen haben für ein paar Hausaufgaben, die wir noch zu erledigen haben“, sagte Knape. Er geht davon aus, „dass keine andere Schule in der Region in ihrem Bestand gefährdet wird, wenn wir mit der Gesamtschule starten“. Das gehe aus dem Konzept hervor, das auf Grundlage aktuellster Schülerzahlen für den Süden des Landkreises aktualisiert wurde. Mögliche weitere Interessenten aus dem Nachbarkreis Teltow-Fläming seien dabei noch nicht eingerechnet worden.

Die Stadt Treuenbrietzen, die an ihrem Gymnasium aufgrund gesunkener Schülerzahlen in den zurückliegenden Jahren nur mit viel Engagement und Sondergenehmigungen überhaupt noch neue siebte Klassen einrichten konnte, will möglichst zum nächsten Schuljahr als Gesamtschule mit Oberstufe starten. Angestrebt wird ein Start für die Klassenstufen 7 und 11. Damit wäre für entsprechend qualifizierte Interessenten aus Oberschulen der Region auch ein Wechsel in die Abiturstufe möglich.

Von Thomas Wachs

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