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Potsdam-Mittelmark Feuerwehr-Nachwuchs jagt Klicks
Lokales Potsdam-Mittelmark Feuerwehr-Nachwuchs jagt Klicks
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06:11 10.03.2018
Dieses Foto der Jugendlichen verteilte sich über die sozialen Netzwerke weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Quelle: Feuerwehr Caputh
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Caputh

Der Feuerwehr-Nachwuchs in Caputh hat in den vergangenen beiden Wochen die Welt der sozialen Medien erobert. Elf Kinder zwischen zehn und 16 Jahren nahmen an dem Social-Media-Projekt teil, für das sie selbst den Anstoß gegeben haben, wie Gemeindejugendwartin Maria Koschwitz erzählt. „Wir haben festgestellt, dass die Mediennutzung bei den Kindern immer mehr zunimmt. Wir sammeln vor Beginn von Ausbildungen die Handys ein, da machen die Kinder freiwillig mit“, so die 27-Jährige. Daraus sei die Idee entstanden, gemeinsam mit den Kindern der Mediennutzung auf den Grund zu gehen. Auch in Hinblick darauf, was passiert, wenn sie später beispielsweise Fotos von Einsätzen via Facebook, Twitter oder Snapchat teilen.

Zunächst zählten die Kinder gedruckte und digitale Medienarten auf und sollten schätzen, welche Plattformen sie wie oft täglich nutzen. „Dabei kam heraus, dass die Medien wirklich ein fester Bestandteil in ihrem Leben sind und sie sich einen Tag ohne ihr Smartphone nicht vorstellen können“, berichtet Maria Koschwitz. Anschließend erklärten die Ausbilder den Kindern das „Schneeballsystem“, über das sich Nachrichten über soziale Netze sehr schnell verteilen können. Wie schnell und wie weit sich Fotos oder Beiträge auf Facebook verbreiten, testete der Nachwuchs anhand eines eigenen Reichweitenexperimentes. Sie posteten ein Foto, erklärten das Experiment und riefen zum Teilen und Kommentieren auf.

Am Ende steht ein Kompromiss

„Um es noch ein bisschen interessanter zu machen, haben wir einen Wettkampf draus gemacht“, erzählt die Gemeindejugendwartin. Die Kinder sollten selbst schätzen, wie groß ihre Reichweite nach sieben und nach zehn Tagen ist. Bei Erreichen der Zahlen hat ihnen Maria Koschwitz eine Einladung zum Döneressen versprochen. Andernfalls hätten die Kinder das Gerätehaus putzen müssen. Nach der Auswertung am Freitagabend ist es nun ein Kompromiss geworden. Denn die 700 Gefällt-mir-Angaben nach sieben Tagen wurden mit 645 knapp verfehlt. Geteilt wurde der Beitrag aber deutlich öfter als von den Kindern prognostiziert. Auf 250 Mal hatten sie sich geeignet, die Zahl lag am Ende bei fast 1800. „Ich war erstaunt, wie schnell es sich auch im Ausland verbreitet hat“, sagt Vize-Jugendwart Michael Suckow. Mehr als 235 000 Facebook-Nutzer haben den Beitrag gesehen.

Die Einladung zum Döner bleibt, aber die Kinder sollen als Gegenleistung bei der Umfrage des Gemeindesozialarbeit-Teams mitmachen, die bis Sonnabend läuft, sagt Maria Koschwitz. Das Projekt habe neben der Sensibilisierung auch zum Ziel gehabt, den Kindern zu vermitteln, dass sie nicht alles glauben sollen, was sie in den sozialen Medien lesen. „Es ging auch um Cybermobbing und warum man auf Fotos abgebildete Menschen immer vorher fragen sollte, ob sie damit einverstanden sind“, erzählt sie.

Von Caputh in die Welt

In den Kommentaren zu dem Facebook-Beitrag der Kinder sollten die Nutzer schreiben, wo sie herkommen. Dadurch wurde deutlich, wie schnell sich der Beitrag nicht nur innerhalb Deutschlands verteilte, sondern auch ins Ausland. Nutzer meldeten sich aus Österreich, Schweden, Neuseeland, Kanada oder der Schweiz.

Von Luise Fröhlich

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