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Jugendliches Trio bestreitet Fremdenhass

Nach Angriff auf hochschwangere Somalierin Jugendliches Trio bestreitet Fremdenhass

Das Jugendtrio, gegen das wegen des Angriffs auf eine Somaliarien in Bad Belzig ermittelt wird, hat den Tatbestand bislang nur teilweise eingeräumt. Den Kartoffelsack haben sie der Afrikanerin vom Kopf gestoßen – allerdings ohne fremdenfeindliches Motiv. Außerdem wehren sie sich auch gegen andere Vorwürfe. Einer der Angreifer ist indes selbst im Krankenhaus.

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Die Somalierin, die in Bad Belzig Opfer eines Überfalls von Jugendlichen wurde.

Quelle: Saskia Popp

Bad Belzig. Das Jugendtrio, gegen das wegen des Angriffs auf eine Somaliarien ermittelt wird, hat den Tatbestand bislang nur teilweise eingeräumt. Das haben Polizeipräsidium und Staatsanwaltschaft jetzt bekannt gegeben.

Demnach seien die 14- und 15-Jährigen in Anwesenheit der Erziehungsberichtigten von Kriminalisten vernommen worden. Dabei hätten die Jugendlichen bestätigt, der Afrikanerin den Kartoffelsack vom Kopf gestoßen zu haben. Ausländerfeindliche Motive für die Attacke bestritten sie allerdings ebenso wie irgendeine Art von Körperverletzung begangen zu haben.

Angeblich keine fremdenfeindlichen Motive

Am 11. November hatte die Asylbewerberin die Polizei angerufen. Sie gab an, gegen 14.40 am Parkplatz hinter dem Einkaufsmarkt in der Weitzgrunder Straße von augenscheinlich jugendlichen Tätern attackiert worden zu sein. Jene hätten erst den Kartoffelsack vom Kopf und dann sie selbst zu Boden gestoßen, später gar auf das Opfer eingetreten. Dann seien sie weggerannt. Während die 21-Jährige zur Untersuchung ins Städtische Klinikum Brandenburg an der Havel gebracht worden war. Schließlich konnte sie nach kurzer Zeit entlassen werden.

Zwei Jungen im Alter von 14 und 15 Jahren sowie  ein 14-jähriges Mädchen hatten einer Somalierin – hochschwanger – die Kartoffeln in dieser

Zwei Jungen im Alter von 14 und 15 Jahren sowie ein 14-jähriges Mädchen hatten einer Somalierin – hochschwanger – die Kartoffeln in dieser Straße vom Kopf gestoßen.

Quelle: MAZ

Das Staatsschutzderzernat hat dann laut Auskunft der Polizeidirektion West mehrere Zeugen ausfindig gemacht, die – teils mit Unterstützung von Dolmetschern – vernommen wurden. So sollten ein Bild des Tagesgeschehens und die einzelnen Tatbeteiligungen der drei Verdächtigen aus dem Hohen Fläming erstellt werden. Den widersprüchlichen Aussagen gehen die Beamten weiter nach.

Ein Beschuldigter selbst Opfer eines Angriffs

Indes hat die Polizeidrektion West bestätigt, dass ein Ermittlungsverfahren bearbeitet wird, in dem einer der Beschuldigten selbst Opfer einer Körperverletzung geworden ist. „Inwieweit diese Straftat im Zusammenhang mit dem Angriff auf die Somalierin steht, ist Bestandteil der laufenden Ermittlungen“, sagte der Sprecher auf MAZ-Anfrage.

Von René Gaffron

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