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Potsdam-Mittelmark Junge Bad Belzigerin hilft in der Förderschule
Lokales Potsdam-Mittelmark Junge Bad Belzigerin hilft in der Förderschule
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10:10 19.03.2016
Möchte etwas Gutes tun: Anne-Marie Ryll absolviert ihren Bundesfreiwilligendienst in der Förderschule und ist mit dieser Entscheidung sehr glücklich. Quelle: Johanna Uminski
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Bad Belzig

Liebevoll hilft Anne-Marie Ryll der 18-Jährigen in die Jacke. Draußen zeigt sich das Wetter von der schönsten Seite, die Sonne strahlt am wolkenlosen Himmel. Ideales Wetter, um die Pause draußen auf dem Innenhof der Förderschule „Am Grünen Grund“ in Bad Belzig zu verbringen. Vor allem aber auch, weil das 18-jährige, geistig behinderte Mädchen sehr gerne schaukelt. Das weiß ihre Betreuerin Anne-Marie Ryll. Seit vier Monaten absolviert die 19-Jährige ihren Bundesfreiwilligendienst in der Förderschule und weicht der Jugendlichen seitdem nicht von der Seite.

Den Tipp, ihren Bundesfreiwilligendienst in dieser Schule zu absolvieren, hat Anne-Marie Ryll von ihrer Schwester bekommen, die sich ebenfalls in der Bildungsstätte während ihres freiwilligen sozialen Jahres engagiert hat. Die Begeisterung ist nun auch auf die 19-jährige Bad Belzigerin übergesprungen, die sich nach ihrem Abitur zunächst orientieren wollte. „Ich musste schauen, ob ich mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen arbeiten kann“, sagt Ryll. Sofort hat die Bad Belzigerin gespürt, dass das voll ihr „Ding ist“. „Ich liebe die Arbeit, weil die Kinder so herzlich sind“, sagt die 19-Jährige. Für Kleinigkeiten bekomme sie so viel Dankbarkeit zurück.

Herzlichkeit der Kinder ist der größte Dank

Die Arbeit ist nicht immer einfach, weiß die Abiturientin. „Die Jugendlichen sind in meinem Alter, da war es am Anfang schwierig sich durchzusetzen.“ Doch das ist Schnee von gestern. Anne-Marie Ryll wurde vom Kollegium sofort herzlich aufgenommen und übernimmt mittlerweile schon wichtige Aufgaben. „Ich achte darauf, dass sie langsam und ordentlich kaut, gehe mit ihr auf Toilette, unterstütze sie beim Sport und helfe ihr beim Einkaufen.“

Angebot für Flüchtlinge

Für den Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug stehen im Bundeshaushalt ab 2016 jährlich zusätzlich 50 Millionen Euro bereit. Die 10.000 zusätzlichen BFD-Plätze mit Flüchtlingsbezug stehen deutschen Freiwilligen und Asylberechtigten und Asylbewerber, bei denen ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist, offen.

Bei einem BFD-Einsatz von Flüchtlingen ist bei Bedarf Intensivsprachkurse von vier Wochen vor Dienstbeginn vorgesehen. Ein Abschluss einer BFD-Vereinbarung mit Flüchtlingsbezug muss im Sonderprogramm begründet werden.

Weitere Informationen unter www.bmfsfj.de (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend).

Auch wenn die Arbeit an manchen Tagen anstrengend sei, bereue die 19-Jährige ihre Entscheidung nicht. „Ich gehe mit dem Gefühl nach Hause, wieder etwas Gutes getan zu haben.“ Noch ein weiterer positiver Effekt: die Abiturienten ist sich nun sicher, welchen beruflichen Weg sie einschlagen möchte. Eigentlich wollte die Bad Belzigerin Mathematik auf Lehramt studieren. „Jetzt wird es eine Ausbildung als Sonder- und Heilpädagogin.“ Doch noch stehen der Abiturienten acht spannende Monate im Bundesfreiwilligendienst in der Förderschule bevor.

Das gute Gefühl, etwas Richtiges zu tun

Immer weniger Jugendliche entschließen sich den Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren, bedauert die Schulleiterin Elke Körner. „Das hat vor allem etwas mit dem demografischen Wandel zu tun.“ Aktuell sind alle vier Bundesfreiwilligendienststellen besetzt. Ab September seien aber noch zwei Stellen frei.

Für die Schulleiterin stehen die Vorteile des freiwilligen Engagements klar im Vordergrund: „Es erweitert den Horizont, man gewinnt an Lebenserfahrung und wird erwachsener.“ Die Bundesregierung finanziert bis zu 10 000 neue Bundesfreiwilligenstellen mit Flüchtlingsbezug. Damit soll das Engagement für, aber auch von Flüchtlingen unterstützt werden. Eine Idee, die Schulleiterin Elke Körner befürwortet. „Wichtig sind vor allem gute Deutschkenntnisse, da man für die Kinder ein Sprachvorbild ist.“

Von Johanna Uminski

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