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Potsdam-Mittelmark Junge Bands schnuppern Bühnenluft
Lokales Potsdam-Mittelmark Junge Bands schnuppern Bühnenluft
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10:59 21.03.2017
Spaß am Musikmachen verbindet die Kinder und Jugendlichen beim Bandtreffen auf der „Open Stage“. Quelle: Privat
Kleinmachnow

„Der Kultraum war richtig voll, es waren sicher 80 bis 100 Leute da und darunter viele Jugendliche“, freut sich Sebastian Hanke, Fachbereichsleiter für Populäre Musik der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark, über das rege Interesse an der „Open Stage“ (Offene Bühne), bei der Nachwuchsbands die Möglichkeit hatten, ihr Können zu präsentieren.

Während die jüngeren Bandmitglieder (ab elf Jahren) noch von ihren Eltern unterstützt wurden, so ließen sich die älteren Nachwuchs-Musiker (bis 19 Jahre) doch überwiegend von Freunden anfeuern.

Das Programm war abwechslungsreich: Neben einem Akustikprojekt mit Eva von Eicken als Sängerin traten etwa „Die Astronauten“ mit „Au revoir“ von Mark Foster oder die Band „Endlich Freitag“ mit dem Song „Closer“ von The Chainsmokers auf. Soul und Funk im Stil der 1970er Jahre präsentierten „21st Night of September“. „Die waren auch schon sehr professionell und weit“, kommentiert Hanke.

„Late Monday“ überzeugten mit der sehr ausdrucksvollen Stimme von Nele Wolf und Songs wie „21 Guns“ von Green Day. Sebastian Schmidt, der bei zwei Bands das Keyboard spielte, unterhielt das Publikum außerdem zwischen den Auftritten mit zwei Solobeiträgen am Keyboard. „Jeder Beitrag wurde positiv aufgenommen“, freut sich Hanke. „Die Auftritte hatten gar keinen Übungscharakter, alle waren sehr gut vorbereitet.“

Veranstaltet wird „Open Stage“ von der Musikschule Engelbert Humperdinck, offen ist die Veranstaltung aber für alle Interessierten. Alle zwei Monate sollen hier ab sofort jugendliche Bands die Möglichkeit haben, ihr Repertoire in Konzertatmosphäre zu präsentieren und so Auftrittserfahrung zu sammeln. „Sie lernen, auf der Bühne zu performen, sich mit Ton- und Lichttechnik vertraut zu machen und werden motiviert, voran zu kommen. Sie sollen begeistert werden und lernen, Eigenverantwortung zu übernehmen“, erklärt Hanke. Auch die Jugendlichen selber hätten schon bestätigt, das würde mehr bringen als immer nur in den Probenräumen alleine zu spielen.

Musikszene der Region in Bewegung

Am 31. März findet bereit die nächste „Open Stage“ im Kultraum statt, aber nicht mit dem Schwerpunkt Bands, sondern als Plattform für Musikschüler, die sich schon in der Studienvorbereitenden Ausbildung (SVA) befinden.

Der nächste Open Stage für Nachwuchs-Bands findet am 17. Mai um 18 Uhr im Kultraum statt.

Bereits am 7. April können mehrere Nachwuchsbands der Region bei dem großen Live Konzert „Music Mix“ in der großen Aula des Weinberg Gymnasiums in Kleinmachnow ihr Können zeigen.

Zwei Bands aus der Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf treten zudem bereits am 25. März im Kulturhaus Karlshorst beim Berliner Landeswettbewerb von Jugend musiziert an: Duke Brass von der Kreis-Musikschule und die Kleinmachnower Formation Cardboard Hearts, bei der auch Darya Güttler, die Enkelin des Weltklasse-Trompeters Ludwig Güttler, mitspielt.

Auch wenn nicht nur Schüler der Musikschule angesprochen werden sollen, so wurde bei der Premiere das Programm in erster Linie von Bands gestaltet, die dort im Unterrichtsfach „Bandcoaching“ betreut und auch zusammengestellt wurden. Momentan handle es sich ausschließlich um Gruppen, deren Mitglieder schon länger miteinander proben, erklärt Hanke.

Geplant sei aber, dass auch spontan Musik gemacht werde – doch dazu sei schon ein gewisses Können nötig. „Wir wollen die Band- und Musikszene in der Region erst einmal voranbringen, das ist unser Ziel“, so Hanke, der ergänzt, dass bereits am ersten Abend viele Kontakte über die Musikschule hinaus entstanden seien. Für den nächsten Termin am 17. Mai sei bereits absehbar, dass auch externe Gruppen auftreten würden.

Davor gibt es aber noch eine andere Veranstaltung, bei der sich die Bands der Region austoben können: „Music Mix“ findet am 7. April im Weinberg-Gymnasium statt. Seit mehr als 20 Jahren haben hier Bands der Musikschule und von drei regionalen Schulen eine weitere Auftrittsmöglichkeit. Das Vicco-von-Bülow-Gymnasium aus Stahndorf, das Evangelische Gymnasium Kleinmachnow und das Weinberg-Gymnasium würden dabei je ein bis zwei Beiträge beisteuern, meist von den Schulbands, auch Gäste seien jedoch willkommen, betont Hanke.

Von Konstanze Kobel-Höller

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