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Junge Borkheider Reporter gehen in die Luft

Video gedreht Junge Borkheider Reporter gehen in die Luft

Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Medien ABC“ der Borkheider Grundschule produzierten Dritt-und Viertklässler der Einrichtung jüngst ihren ersten eigenen Film. Das war für die kleinen Nachwuchs-Filmemacher spannend und lehrreich zugleich. Im Mittelpunkt ihres Wirkens stand dabei ein alter Bekannter aus Borkheide: Hans Grade.

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Vereinsvorsitzender Burckhard Ballin beantwortet Lahra, Charlotte und Emilia alle Fragen und zeigt ihnen das Cockpit der sowjetischen Passagiermaschine.

Quelle: Johanna Uminski

Borkheide. Konzentriert sitzt die neunjährige Emilia auf dem Copilotensitz, schaut ihrem Gegenüber fest in die Augen und stellt klar und deutlich ihre Frage. „Warum ist das Hans-Grade-Museum in einem Flugzeug“, fragt die Grundschülerin den Vereinsvorsitzenden Burckhard Ballin. Neben Emilia sitzt die neunjährige Lahra, eingeklemmt zwischen den zwei Sitzen und versucht die Kamera ruhig zu halten, während der Borkheider Burckhard Ballin auf die Fragen der Schüler antwortet. Dicht hinter Lahra steht Charlotte, ebenfalls ausgerüstet mit einer kleinen Kamera. Nach über 30 Minuten können die Grundschüler aufatmen. Das Interview ist im Kasten. Erleichtert und glücklich lassen sich die Dritt-und Viertklässler noch das gesamte Museum zeigen.

Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Medien ABC“ der Borkheider Grundschule produzierten die Dritt-und Viertklässler ihren ersten eigenen Film. Viele interessante Informationen und Eindrücke nehmen die Grundschüler mit nach Hause. So haben die Mädchen erfahren, dass das Museum in dem Flugzeug errichtet wurde, weil das Wohnhaus von Hans Grade bis zur Wende in Staatseigentum war. „Erst nach der Wiedervereinigung hat die Nichte von Hans Grade dieses Haus zurückbekommen“, sagt Burckhard Ballin. Auch die ausgestellten Fotos im Museum seien sehr alt. „Die ersten Fotos sind von 1912“, erklärt der Borkheider.

Hans-Grade-Museum

Das Museum hat von April bis Oktober samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Oder nach Anmeldung unter 0152/252 300 31.

In der Ausstellung werden den Besuchern anhand von Exponaten, Dokumenten und Fotos die Anfänge des deutschen Motorfluges auf einem der ältesten Flugplätze Deutschlands, der 1909 in Bork (heute Borkheide) entstand, näher gebracht.

Am 18. Februar 1912 beförderte ein Grade-Flieger zum ersten Mal die Post von Bork nach Brück. Während des Museumsbesuchs wartete auf die Besucher auch ein Videofilm, in dem die spektakuläre Landung der IL-18 am 16. November 1989 auf dem Borkheider Flugplatz gezeigt wird.

Weitere Informationen unter www.hans-grade.de

Warum es ein Museum für Hans Grade gebe, erklärt ebenfalls der Vereinsvorsitzende den Schülern. „Hans Grade war der erste Deutsche, der ein Flugzeug gebaut hat, das selbstständig fliegen konnte“, erklärt Ballin weiter. Das war 1908. „Die Engländer und die Franzosen konnten zu der Zeit schon fliegen.“ Somit begann der Flugpionier zu basteln. Der Tüftler kam nach Borkheide, damals hieß der Ort noch Bork in der Mark. „Der erste Motorflugplatz in Deutschland war hier an eurer Schule, dem Marktplatz und dem Schwimmbad“, erklärt der Borkheider weiter. Libelle hieß das Flugzeug von Hans Grade, weil es ähnlich wie das Insekt aussah.

„Hans Grade war der erste Deutsche, der ein Flugzeug mit eigenem Motorantrieb in die Luft gebracht hat“, so der Vereinsvorsitzende weiter. Er sei ein ganz berühmter Mann, den man auf der halben Welt kenne, erklärt Burckhard Ballin den Schülern. Nachdem Interview nahm sich der Vereinsvorsitzende auch noch Zeit und beantwortete den Schülern geduldig die Fragen, zeigte und erklärte den Dritt- und Viertklässlern auch die Anzeigen, Schalter und Knöpfe im Cockpit der alten russischen Passagiermaschine.

Erschöpft, aber glücklich sind die Schüler nach dem zweieinhalbstündigen Ausflug in das Museum auf dem Borkheider Flugplatz. „Ich fand es schön, weil ich ganz viel über Hans Grade erfahren habe“, sagt die neunjährige Lahra. Interessant fand den Ausflug in das Museum auch die neunjährige Emilia. „Ich habe viel dazu gelernt, über Hans Grade und über Flugzeuge.“ „Toll“ fand den Ausflug auch Charlotte, die noch nie in einem Flugzeug war. „Ich habe hier erfahren, wozu die Schalter im Cockpit sind und alte Bilder gesehen, auf denen Hans Grade zu sehen ist.“

Während des gesamten Kurses lernen die Schüler nicht nur das journalistische Handwerk, sondern erfahren auch viel Wissenswertes über die Kameraführung und Bildgestaltung. Im Schuljahr produzieren die Grundschüler in Eigenregie weitere eigene Filme.

Von Johanna Uminski

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