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Potsdam-Mittelmark Junge Talente brauchen Hilfe für Teltow-Reise
Lokales Potsdam-Mittelmark Junge Talente brauchen Hilfe für Teltow-Reise
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10:42 22.05.2017
Teltows Kantor Christopher Sosnick und Ljudmila von Berg vom Verein „Eurocon“ setzen sich für die jungen Musiker ein.  Quelle: Jürgen Stich
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Teltow

 Den Musikliebhabern in Teltow und darüber hinaus droht der Ausfall eines besonderen Konzerts in der Andreaskirche am 17. September. Fünf junge Musiker aus Georgien waren angekündigt. Ihr Programm würde klassische europäische und georgische Klänge in den Kirchenraum bringen. Mit einem ähnlichen Konzert hatten junge georgische Talente bereits vor vier Jahren das Teltower Publikum begeistert.

Was ist geschehen? Ljudmila von Berg, die das deutsch-georgische Projekt „Kammerton“ betreut, kann sich die Situation selbst nicht ganz erklären. „Die Reisekosten für die fünf jungen Musiker und eine Begleitperson wurden immer vom georgischen Kulturministerium übernommen. Doch in diesem Jahr ist unser Förderantrag für die Konzertreise leider abgelehnt worden“, beschreibt die Projektleiterin das Problem.

Diese fünf jungen Musiker aus Georgien wollen am 17. September in Teltow und der Region Konzerte geben – doch es hakt bei den Reisekosten. Quelle: privat

Das hat auch den frisch gebackenen Kantor der Teltower Kirchengemeinde, Christopher Sosnick, einigermaßen sprachlos gemacht. „Leider sind auch für mich die Fristen abgelaufen, um noch städtische Fördermittel oder Hilfe von der Landeskirche zu erhalten“, erklärt Sosnick. Und obwohl es sich um die relativ bescheidene Summe von 3000 Euro handelt, wird das Konzert wohl ausfallen müssen, wenn sich nicht von dritter Seite ein Spender findet. „Kammerton“ ist ein Projekt des in Berlin ansässigen Vereins „Eurocon“. Ljudmila von Berg, die seit 35 Jahren in Deutschland lebt, koordiniert seit 2008 die finanzielle Unterstützung für acht bis zwölf junge armenische Musiker, die mit einem Budget von jeweils rund 20 Euro im Monat in ihrem Heimatland Musik studieren können. Seit 2012 hat der Verein sein Engagement auf Georgien ausgedehnt. Mit im Boot sind regelmäßig die Goethe-Institute, das Auswärtige Amt, die deutschen Botschaften in Georgien und Armenien sowie die dort ansässigen Kulturministerien.

„Unser Ziel ist es, musikalisch begabte Kinder und Jugendliche zu fördern“, sagt Ljudmila von Berg. „Dazu gehören auch die Konzertreisen nach Deutschland und die Teilnahme an internationalen Wettbewerben.“ Gerade die Begegnung junger deutscher und georgischer Musiker fördere dabei das gegenseitige Verständnis und den europäischen Gedanken. „Das Konzert in der Andreaskirche“, ergänzt Kantor Sosnick, „wäre eine wunderbare Gelegenheit für die Stadt Teltow, eine Plattform für den musikalischen Austausch zu sein.“

Für die Konzertreise fehlen 3000 Euro

Geplant ist das Konzert in der Andreaskirche für den 17. September. Fünf junge Musiker aus Georgien würden das Konzert bestreiten.

Die Reisekosten für die Gruppe plus Begleitperson belaufen sich auf etwa 3000 Euro. Dieses Geld fehlt.

Wer helfen kann, wendet sich bitte an Kantor Christopher Sosnick unter 0162/1 30 42 62.

Die Förderabsage kann Ljudmila von Berg dem georgischen Ministerium nicht einmal übel nehmen. Dabei hört es sich fast ein wenig absurd an: Denn ausgerechnet das Jahr 2017 ist zum deutsch-georgischen Freundschaftsjahr erklärt worden, weil genau vor 25 Jahren diplomatische Beziehungen begonnen wurden. Für das nicht gerade mit üppigen Mitteln ausgestattet georgische Ministerium bedeutet dies aber, dass nur einige wenige hochkarätige Kulturevents finanziert werden können. Die fünf jungen Musiker, die in der Region auftreten wollten, fallen dabei gewissermaßen durch das Rost.

Teltows Kantor Sosnick will die Hoffnung auf ein gutes Ende dennoch nicht fahren lassen. „Ich setze darauf, dass sich noch eine Möglichkeit ergeben wird, dass Musikliebhaber in Teltow und in der Region mit einer Spende helfen und dass dieses Konzert in der Andreaskirche stattfinden wird.“ Diesen Wunsch hat auch Ljudmila von Berg. „Für die jungen Musiker wäre es ein wunderbares Erlebnis und eine wichtige Erfahrung auf ihrem Lebensweg.“

Von Jürgen Stich

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