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Junge hat Überfall nur erfunden

Entwarnung in Kleinmachnow Junge hat Überfall nur erfunden

Ein Fremder im Wald, ein Klappmesser und ein verletzter Junge – große Sorgen machen sich Eltern und Lehrer dieser Tage in Kleinmachnow. Ein Neunjähriger hatte Alarm geschlagen und berichtet, dass er im Wald an der Hakeburg von einem Mann angegriffen wurde. Die Polizei kann nun Entwarnung geben. Das Kind hat geflunkert.

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Im Wald an der Hakeburg ist es zuweilen unheimlich.

Quelle: Christel Köster

Kleinmachnow. Entwarnung in Kleinmachnow, wo sich Eltern und Lehrer seit einer Woche um das Wohl ihrer Kinder und Schüler sorgen, nachdem ein neunjähriger Junge erzählt hatte, dass er im Wald an der Hakeburg von einem Fremden angegriffen worden ist. Wie die Kriminalpolizei der Polizeiinspektion Potsdam jetzt herausfand, hat der Junge gelogen – den unheimlichen Fremden gibt es nicht; das Kind hat den Überfall nur erfunden.

Der Neunjährige hatte erzählt, dass ihn ein Unbekannter am Donnerstag, 28. Mai, gegen 13 Uhr im Wald an der Hakeburg verletzt hat. Er sagte der Polizei, dass sich der Mann von hinten genähert und ihm mit einem Klappmesser eine Schramme an Rücken und Bauch zugefügt hat. Er sei anschließend zur Schule gerannt, berichtete der Junge weiter. Dort informierte er zuerst die Lehrer über den vermeintlichen Angriff, die Polizei wurde eingeschaltet. Der Jugne beschrieb den Beamten dann den Täter: Es sollte sich um einen Mann zwischen 16 und 24 Jahren handeln, größer als 1,90 Meter und dicklich; er sei schwarz gekleidet gewesen und haben einen goldenen Ring am Zeigefinger getragen, flunkerte der Junge. Ein Freund bestätigte laut Polizei diese Angaben.

Die Polizei nahm die Schilderungen der Kinder ernst und ging dem Verdacht in den vergangenen Tagen nach. Der Junge wurde mit Einverständnis seiner Eltern von einer Kriminalistin befragt, die in der Befragung von Kindern besonders geschult ist. Insbesondere die Verletzungen ließen Zweifel an dem vom Jungen und seinem Freund geschilderten Sachverhalt aufkommen. In der Befragung stellte sich schließlich heraus, dass der Schüler nicht von einem Fremden verletzt wurde, sondern beim Spielen im Wald. Auch sein Freund wurde daraufhin noch einmal befragt.

Die Suche nach dem vermeintlichen Täter und einem weißen BMW mit Berliner Kennzeichen, der an jenem Donnerstag in der Nähe der Schule gesehen wurde, hatten seit Bekanntwerden für erhebliche Verunsicherung in Kleinmachnow gesorgt.

Von Nadine Fabian

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