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Betriebswirtin fordert Bürgermeister heraus

Seddiner See Betriebswirtin fordert Bürgermeister heraus

Die 41-jährige Verwaltungsbetriebswirtin Nicole Witte will am 24. September Bürgermeisterin von Seddiner See werden. Dazu muss sich die Einzelbewerberin gegen den ebenfalls parteilosen Amtsinhaber Axel Zinke und die Gemeindevertreterin Carina Simmes durchsetzen.

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Nicole Witte aus Kähnsdorf möchte bei der Bürgermeisterwahl am 24. September in Seddiner See den parteilosen Amtsinhaber, Axel Zinke, ablösen.

Quelle: Privat

Seddiner See. „Ich bin parteilos, und das ist gut so. Ich muss meine Entscheidungen nicht mit einer politischen Organisation abstimmen, sondern kann mich unvoreingenommen auf die Bedürfnisse der Bürger konzentrieren“, sagt Nicole Witte. Die 41-jährige Kähnsdorferin will am 24. September Bürgermeisterin von Seddiner See werden. Dazu muss sich die Einzelbewerberin im Wahlkampf um den Chefsessel gegen den ebenfalls parteilosen Amtsinhaber Axel Zinke und die Gemeindevertreterin Carina Simmes durchsetzen, die von der Bürgerbewegung BVB/Freie Wähler unterstützt wird. „Ich möchte einen fairen und friedlichen Wahlkampf führen, ohne Angriffe auf den Bürgermeister, die Verwaltung oder die Mitbewerberin“, hat sich Nicole Witte vorgenommen.

Die Gemeinde habe sich „toll“ entwickelt. Das Erreichte sollte unbedingt erhalten werden, könne aber sicher noch verbessert werden, ist die Verwaltungsbetriebswirtin überzeugt. Nach ihrer Meinung müssten beispielsweise die Kitakonzeptionen in Seddiner See überarbeitet werden. Witte glaubt, dass die Gemeinde für die Kindertagesbetreuung noch mehr Fördermittel des Bundes abrufen könnte. Auch sollte sich die Verwaltung mal mit dem Thema freie Träger und Kindertagespflegekräfte beschäftigen, die das Wort „Tagesmütter“ oft nicht gern hören.

Bei der Ausweisung neuer Wohngebiete will sie parallel zum Wohnungsbau und nicht erst nach dessen Fertigstellung die Infrastruktur gleich mit entwickeln, zu der unter anderem Einrichtungen für die Kindertagesbetreuung gehören. Auch für den Seddiner See, der nach wie vor Wasser verliere, würde die Bürgermeisterkandidatin eine erneute Sanierungskonzeption in Auftrag geben. Als weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit sähe Witte den Ausbau der Nebenstraßen in Seddin und Kähnsdorf, nachdem die Ortsdurchfahrten bereits erneuert wurden. Außerdem seien das Gewerbegebiet an der Pappelallee in Neuseddin und der geplante Gewerbepark am Wasserturm wichtige Meilensteine für die weitere Entwicklung der Gemeinde.

„Das Leben in Seddiner See muss dynamischer werden. Wir brauchen mehr Bürgernähe“, sagt die Einzelbewerberin. Sie vertraue zwar den Amtsleitern in der Verwaltung, doch dort müsse die Trägheit raus und mehr frisches Denken hinein, findet sie. Auch die Kommunikation zwischen der Verwaltung und der Gemeindevertretung sei stark verbesserungswürdig. Nicole Witte hat so manches Mal das Gefühl, dass beide oft nicht gerade gut zusammenarbeiten.

„Ich traue mir das Amt zu, weil analytisches und vorausschauendes Denken sowie pragmatisches Handeln schon jetzt zu meiner Arbeit gehören“, gibt sich die gebürtige Potsdamerin selbstbewusst. Aufgewachsen in Neuseddin und auch dort zur Schule gegangen, kennt die Mutter eines neun-, eines 14- und eines 18-jährigen Sohnes ihre Gemeinde ganz genau.

Mindestens 36 Unterstützer hätte Nicole Witte für ihre Einzelkandidatur gebraucht. Innerhalb zweier Wochen konnte sie 48 Sympathisanten für sich gewinnen. „Die Leute, bei denen ich um Unterstützung geworben habe, waren immer sehr freundlich. Manche boten mir sogar Hilfe an.“

Von Heinz Helwig

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