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Kamerad, spann die Pferde ein!

110 Jahre Feuerwehr Lehnin Kamerad, spann die Pferde ein!

Ein wunderbares Bild hat der Umzug anlässlich des 110-jährigen Jubiläums der Lehniner Feuerwehr geboten. Viele hundert Besucher nutzten auch den anlässlich des Festes ausgerufenen Tag der offenen Tür im Gerätehaus, um einmal hinter die Kulissen zu blicken und mit den aktiven Kameraden das runde Jubiläum zu feiern.

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Eindrucksvoll ist das Pferdefuhrwerk mit Löschwagen aus den Anfangsjahren der Lehniner Feuerwehr.

Quelle: Christine Lummert

Lehnin. Mit einem Blick in die Geschichte hat die Freiwillige Feuerwehr Lehnin ihr 110. Gründungsjubiläum gefeiert. Zugleich ludt sie zum Tag der offenen Tür. Das Jugendblasorchester aus Wiesenburg führte den Festumzug an, der am Wochenende vom Sportplatz durch die Ortsmitte bis zum Gerätehaus der Wehr in Kaltenhausen führte. Jürgen Back, zugleich Lehniner Ortschronist und langjähriges Mitglied bei den Floriansjüngern des Klosterortes, erklärte den zahlreichen Zuschauern auf dem Markplatz die Technik im Wandel der Zeit, mit der die Lehniner Wehr seit dem Gründungsdatum am 18. April 1907 ausgerückt ist.

Der erste Lehniner Wehrführer war der Gärtnermeister Wilhelm Flinn und wenn zum Einsatz gerufen wurde, holte er zusammen mit seinen Mitstreitern erst einmal die Pferde aus dem Stall. Der originale Pferdelöschwagen der Lehniner ist nicht mehr erhalten, aber in der Gemeinde Kloster Lehnin wird Unterstützung vor allem auch bei der Feuerwehr großgeschrieben. Deshalb lenkte Kutscher Achim Leonhardt einen vergleichbaren Pferdelöschwagen aus dem Jahr 1903, der vom Feuerwehrverein Rädel gehütet wird.

Im Laufe der Jahre ging es dann immer schneller voran. Zu DDR-Zeiten musste anfangs noch ein Traktor den Schlauchanhänger mit Pumpe zum Einsatzort fahren bis ein LF 8 Typ Garant K 30 in das 1959 neu gebaute Gerätehaus kam. Die Kameraden aus Borkheide zeigten dieses Arbeitstier, dass lange gute Dienste leistete.

Bürgermeister Uwe Brückner, Mitglieder der Gemeindevertretung und die aktiven Kameraden um Ortswehrführer Robert Lehmann und seinen Stellvertreter Denny Back begleiteten den Teil des Festumzuges, der die aktuelle Einsatzbereitschaft der Lehniner Wehr und der weiteren Ortswehren zeigte, die in der Gemeinde Kloster Lehnin ausrücken, wenn ein Notfall eintritt. Elf Einsatzfahrzeuge waren zu sehen.

„Im vergangenen Jahr wurden wir zu 108 Einsätzen gerufen, so oft wie noch nie zuvor“, erklärte Denny Back. Die Brandbekämpfung steht hinter technischen Hilfeleistungen und vor allem den manchmal aufreibenden Einsätzen bei Verkehrsunfällen eher im Hintergrund. Die Ausrüstung der Lehniner Wehr ist mit modernen Fahrzeugen und sicherer Einsatzkleidung sowie Digitalfunk auf neustem Stand. „Wir brauchen jedoch noch mehr engagierte Männer und Frauen, die das Ehrenamt bei der Feuerwehr antreten wollen“, sagte Back. Zurzeit sind 28 Kameraden bei der Wehr aktiv und neue Mitglieder sind sehr gerne gesehen.

Mit einer aktiven Nachwuchsarbeit bemühen sich die Lehniner Feuerwehrleute bereits seit 1991 in ihrer Kinder- und Jugendfeuerwehrtruppe darum, das schon im jungen Alter das Interesse zum Einsatz für andere wächst. Die Kleinsten marschierten hinter ihrem Wimpel stolz im Umzug mit und zeigten beim Fest am Gerätehaus mit einem keinen Löschangriff, was sie in ihrer Ausbildung gelernt haben.

Von Christine Lummert

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