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Potsdam-Mittelmark Kampf gegen Windräder geht weiter
Lokales Potsdam-Mittelmark Kampf gegen Windräder geht weiter
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10:46 22.02.2018
Britta Bayer, Sprecherin der Bürgerinitiative „Im Gegenwind".    Quelle: Andreas Koska
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Borkheide

Die Bürgerinitiative „Im Gegenwind“ (BI) wird bald fünf Jahre alt. Sprecherin Britta Bayer aus Borkheide zieht Bilanz.

Die BI wurde gegründet, als Windräder in der Reesdorfer Heide  gebaut werden sollten. Sie stehen immer noch nicht. Ist das ein Erfolg ihrer Arbeit?

Britta Bayer: Auf jeden Fall. Unser Protest und der der Bürger hat beigetragen, dass die Anlagen in der Reesdorfer Heide noch nicht stehen. Viel ist dem Bürgermeister der Stadt Beelitz zu verdanken. Da die Reesdorfer Heide zu Beelitz gehört, unterstützt er unser Anliegen, die Wälder nicht mit Windrädern zu bebauen.

Welche Bilanz ziehe Sie allgemein zur Arbeit der BI?

Es war nicht immer leicht. Im Laufe der Jahre hat sich die Meinung der Bürger und unsere Arbeit verändert. Anfangs mussten wir uns gründlich ins Thema Energiewende und Windräder einarbeiten. Es wurden viele Unterschriften gesammelt und zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt, um die Bevölkerung zu informieren. Die Mitglieder der BI haben das gemeinsame Ziel, unseren Wald nicht mit circa 200 Meter hohen Windrädern zu zerstören. Als Waldgemeinden in einem trockenen Kiefernwald sehen wir die Anlagen besonders aus dem Blickwinkel des Brandschutzes mit großer Sorge. Viel mehr Menschen stehen heute den Windrädern kritisch gegenüber.

Wie viele Mitglieder haben Sie?

In meinem Verteiler habe ich über 100 Interessenten und Unterstützer, die über unsere Aktivitäten informiert werden wollen.

Sind Sie mit der Unterstützung der beiden Gemeinden Borkwalde und Borkheide zufrieden?

Die Gemeindevertreter unterstützen uns sehr. Sie stehen hinter der Haltung, dass Windräder nicht in Wälder gehören.

Inzwischen gibt es das Bündnis „Waldkleeblatt“, das auch als Umweltverband anerkannt ist. Wie ist die Zusammenarbeit?

Das „Waldkleeblatt“ ist aus den Bürgerinitiativen von Fichtenwalde, Borkheide/Borkwalde, Kloster Lehnin und Bliesendorf entstanden. Wir haben gemeinsame Ziele und können gemeinsam mehr erreichen. Als anerkannte Umweltvereinigung verfolgen wir das Ziel, die Natur und Umwelt zu erhalten und nicht zu zerstören. Außerdem verfügen wir über das Verbandsklagerecht. Das heißt, der Verein kann sich besser als der einzelne Bürger gegen Fehlentscheidungen zur Wehr setzen. Auf unserer Internetseite www.waldkleeblatt.de versuchen wir, rund um das Thema Energiewende sowie über unsere Aktivitäten zu informieren. Der Verein „Waldkleeblatt – natürlich Zauche“ freut sich über neue Mitglieder.

Rechnen Sie noch mit den Windrädern im Wald?

Es laufen Klagen der Windkraftfirmen gegen das Landesumweltamt. Hintergrund ist die Weigerung der Stadt Beelitz, ihre Wege für die Errichtung von Windrädern im Wald zur Verfügung zu stellen. Derzeit ruhen die Genehmigungsverfahren. Der zweite Grund ist, dass im September 2017 ein Interimsverfahren zur Berechnung der Schallmessungen und Schallprognosen von Windkraftanlagen verabschiedet wurde. Alle beantragten und genehmigten Windkraftanlagen müssen diesbezüglich neu berechnet werden. Somit könnten sich neue größere Abstände zu Wohngebieten ergeben.

Andreas Koska

Von Andreas Koska

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