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Kaninchenzüchter: Ullmanns sind die Besten

Kreismeisterschaft in Ragösen Kaninchenzüchter: Ullmanns sind die Besten

Rheinische Schecke, Rammler oder Deutscher Widder: Kenner wissen, dass es sich hier nur um Kaninchen handeln kann. Am Wochenende rief der Züchterverein aus Golzow zur Kreismeisterschaft. Die Züchter präsentierten dort insgesamt 241 Tiere, die prächtigsten von ihnen kommen aus einer Familie: Die Kaninchen der Ullmanns räumten in vier Kategorien ab.

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Sven Ullmann zeigt stolz das Prachtexemplar seiner Zucht.

Quelle: Andreas Koska

Ragösen. Während es Willi mehr zu dem Kleinbagger zieht, an dem sich Kinder vor der Halle ausprobieren dürfen, ist seine Schwester Klara von den vielen Kaninchen fasziniert. „Ich hätte gern eines“, sagt die sechsjährige Brückerin. Dem Vernehmen nach soll ihr der Wunsch bald erfüllt werden. Kein Wunder: Die Auswahl bei der Rassekaninchenausstellung des Golzower „Kaninchenvereins D 708“ in Ragösen ist an diesem Wochenende groß.

400 Gesamtpunkte zu erreichen

241 Tiere wurden von den Züchtern in Ragösen präsentiert. Nicht nur die 21 Mitglieder des gastgebenden Vereins, sondern auch weitere dem Kreisverband angehörende Vereine aus Kirchmöser, der Stadt Brandenburg, aus Nahmitz Fohrde und Medewitz zeigten ihre Prachtexemplare. Als Gast waren zwei Partnervereine aus Berlin-Staaken und Brück vertreten. „Wir sind mit dem Zuspruch sehr zufrieden, bei der Eröffnung am Samstag waren nicht nur viele Besucher da, sondern auch offizielle Gäste, wie der Hauptamtsleiter aus Brück, Lars Nissen, sowie die Bürgermeister von Golzow und Ragösen“, freute sich Horst Ullmann. Immerhin war es eine besondere Schau, denn der Verein begeht in diesem Jahr sein 30.Jubiläum.

„Gegründet wurden wie am 12. Dezember 1985“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende und lobt die gute Qualität der ausgestellten Tiere. Da stört es nicht, dass der bester Rammler aus Berlin kommt. Denn allein vier der Kreismeister kamen aus der Familie Ullmann. Horst Ullmann wurde mit seinem „Deutschen Widder, weiß, Rotauge“ Erster mit 386 von 400 möglichen Punkten. Stolze 6,5 Kilogramm bringt der Bock auf die Waage. In die Bewertung flossen der Körperbau, das Fellhaar, die Kopfform, die Ohrenlänge, die Farbe und nicht zuletzt der Pflegezustand.

Kaninchenzucht ist eine Männerdomäne

Sven Ullmann, der Neffe des Vereinschefs, räumte gleich in drei Kategorien ab. Mit den „Grauen Wienern“ wurde er Kreismeister, für die sechs besten Tiere einer Rasse erhielt er den Kreisleistungspreis und seine im Januar 2012 mit dem Zuchtstempel versehene Häsin war die schönste und beste in der Ausstellung. Sven Ullman hat 16 Tiere nach Ragösen gebracht, damit bei Weitem die meisten aller Aussteller. „Ist ja auch ein Heimspiel“, sagt er fast entschuldigend.

Die Kaninchenzucht scheint bisher eine Männerdomäne zu sein. Das könnte sich in der Zukunft ändern, denn unter den drei jugendlichen Mitgliedern des Vereins sind zwei Mädchen. „Weiterer Nachwuchs wäre wichtig“, ermuntert Horst Ullmann, der sich noch mehr Interesse für die Langohren wünscht. Auch im nächsten Jahr soll es wieder eine Ausstellung geben.

„Traditionell am zweiten Wochenende im Oktober“, so der Vereinschef, der bedauert, dass es in seinem Heimatort keine geeignete Halle zur Verfügung steht. Zwar würde sich das leer stehende Gebäude eines Supermarktes eignen, jedoch scheitert die Nutzung an den hohen Mietkosten. „Deshalb sind wir froh, dass die Agrargenossenschaft Golzow uns unterstützt und die Halle in Ragösen für diesen Zweck überlässt“, sagt Ullmann.

Von Andreas Koska

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