Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Kaninchenzüchter: Ullmanns sind die Besten
Lokales Potsdam-Mittelmark Kaninchenzüchter: Ullmanns sind die Besten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 14.10.2015
Sven Ullmann zeigt stolz das Prachtexemplar seiner Zucht. Quelle: Andreas Koska
Anzeige
Ragösen

Während es Willi mehr zu dem Kleinbagger zieht, an dem sich Kinder vor der Halle ausprobieren dürfen, ist seine Schwester Klara von den vielen Kaninchen fasziniert. „Ich hätte gern eines“, sagt die sechsjährige Brückerin. Dem Vernehmen nach soll ihr der Wunsch bald erfüllt werden. Kein Wunder: Die Auswahl bei der Rassekaninchenausstellung des Golzower „Kaninchenvereins D 708“ in Ragösen ist an diesem Wochenende groß.

400 Gesamtpunkte zu erreichen

241 Tiere wurden von den Züchtern in Ragösen präsentiert. Nicht nur die 21 Mitglieder des gastgebenden Vereins, sondern auch weitere dem Kreisverband angehörende Vereine aus Kirchmöser, der Stadt Brandenburg, aus Nahmitz Fohrde und Medewitz zeigten ihre Prachtexemplare. Als Gast waren zwei Partnervereine aus Berlin-Staaken und Brück vertreten. „Wir sind mit dem Zuspruch sehr zufrieden, bei der Eröffnung am Samstag waren nicht nur viele Besucher da, sondern auch offizielle Gäste, wie der Hauptamtsleiter aus Brück, Lars Nissen, sowie die Bürgermeister von Golzow und Ragösen“, freute sich Horst Ullmann. Immerhin war es eine besondere Schau, denn der Verein begeht in diesem Jahr sein 30.Jubiläum.

„Gegründet wurden wie am 12. Dezember 1985“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende und lobt die gute Qualität der ausgestellten Tiere. Da stört es nicht, dass der bester Rammler aus Berlin kommt. Denn allein vier der Kreismeister kamen aus der Familie Ullmann. Horst Ullmann wurde mit seinem „Deutschen Widder, weiß, Rotauge“ Erster mit 386 von 400 möglichen Punkten. Stolze 6,5 Kilogramm bringt der Bock auf die Waage. In die Bewertung flossen der Körperbau, das Fellhaar, die Kopfform, die Ohrenlänge, die Farbe und nicht zuletzt der Pflegezustand.

Kaninchenzucht ist eine Männerdomäne

Sven Ullmann, der Neffe des Vereinschefs, räumte gleich in drei Kategorien ab. Mit den „Grauen Wienern“ wurde er Kreismeister, für die sechs besten Tiere einer Rasse erhielt er den Kreisleistungspreis und seine im Januar 2012 mit dem Zuchtstempel versehene Häsin war die schönste und beste in der Ausstellung. Sven Ullman hat 16 Tiere nach Ragösen gebracht, damit bei Weitem die meisten aller Aussteller. „Ist ja auch ein Heimspiel“, sagt er fast entschuldigend.

Die Kaninchenzucht scheint bisher eine Männerdomäne zu sein. Das könnte sich in der Zukunft ändern, denn unter den drei jugendlichen Mitgliedern des Vereins sind zwei Mädchen. „Weiterer Nachwuchs wäre wichtig“, ermuntert Horst Ullmann, der sich noch mehr Interesse für die Langohren wünscht. Auch im nächsten Jahr soll es wieder eine Ausstellung geben.

„Traditionell am zweiten Wochenende im Oktober“, so der Vereinschef, der bedauert, dass es in seinem Heimatort keine geeignete Halle zur Verfügung steht. Zwar würde sich das leer stehende Gebäude eines Supermarktes eignen, jedoch scheitert die Nutzung an den hohen Mietkosten. „Deshalb sind wir froh, dass die Agrargenossenschaft Golzow uns unterstützt und die Halle in Ragösen für diesen Zweck überlässt“, sagt Ullmann.

Von Andreas Koska

Bei dem vom Kreistag favorisierten Aufbau einer gemeinsamen Gesamtschule in Brück und Treuenbrietzen zeichnen sich ein Streit um die Ansiedlung der Sekundarstufe II und Verzögerungen im Antragsverfahren ab. Zumindest sehen die Brücker Stadtverordneten noch erheblichen Gesprächsbedarf zu dem Thema allgemein.

14.10.2015
Potsdam-Mittelmark Auto stürzt bei Caputh in die Havel - Fährunfall: Nur eine Kleinigkeit vergessen

Am Freitag war ein Pkw von der „Tussy II“, der Fähre zwischen Geltow und Caputh, gerutscht und in die Havel gestürzt. Der Fahrer hatte sich selbst befreien können, verletzt wurde niemand. Der Schiffsverkehr kam jedoch stundenlang zum Erliegen. Nun steht fest, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

12.10.2015

Volkmar Paul hat einen ebenso persönlichen wie offenen Brief an die Kanzlerin geschrieben. Denn wegen der Flüchtlingskrise treiben ihn Sorgen um. Mit seinen Zweifeln ist der CDU-Mann nicht allein. Den Anlass seines Schreibens schildert er besonders eindrucksvoll.

12.10.2015
Anzeige