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Potsdam-Mittelmark Kantorei praktiziert Ökumene im Advent
Lokales Potsdam-Mittelmark Kantorei praktiziert Ökumene im Advent
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16:00 29.11.2017
Der Bad Belziger Kantor Winfried Kuntz arbeitet wegen der seit Juni unbesetzten Kantoren-Stelle in Treuenbrietzen jetzt auch als Vertretung mit dem Chor der evangelischen Kirchengemeinde.     Quelle: Thomas Wachs
Treuenbrietzen

In der evangelischen Kirchengemeinde Treuenbrietzen klafft eine Lücke. Nach dem Weggang von Henrike Etté, die ihre Stelle als Kantorin aus persönlichen Gründen im Sommer verlassen hat, ist die Arbeit zur Kirchenmusik aktuell nur in Vertretung gesichert. Seit Juni übernimmt der Bad Belziger Kantor diese musikalischen Aufgaben, „so gut es meine anderen Verpflichtungen eben möglich machen“, sagt Winfried Kuntz. Er sieht „einen dringenden Bedarf, die Stelle in Treuenbrietzen schnellstmöglich wieder fest zu besetzen“. Immerhin sei der Chor die größte und aktivste Gruppe in der Gemeinde. Diese fühle sich jedoch vom Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg seit Juni nur vertröstet. „Das ist für alle vor Ort sehr unbefriedigend“, hat der Vertretungs-Kantor festgestellt.

Superintendent hat noch keine Lösung parat

„Auch wir hoffen, die freie Stelle schnellstmöglich wieder besetzen zu können“, sagt Siegfried-Thomas Wisch. „Uns ist klar, dass wir umgehend reagieren müssen, um das Interesse für Kirchenmusik dort wach zu halten“, so der Superintendent des Kirchenkreises auf Anfrage der MAZ. Dafür gebe es „unterschiedliche Ideen, aber noch keine konkrete Lösung“, räumt Siegfried-Thomas Wisch ein.

Unterdessen gibt es zum ersten Advent eine musikalische Premiere in Treuenbrietzen. Erstmals singt der evangelische Kirchenchor am Sonntag in St. Nikolai. In dem noch immer evangelischen Gotteshaus, das vor Jahrzehnten jedoch von der katholischen Gemeinde hergerichtet wurde und seither genutzt wird, zelebrieren die rund 25 Frauen und Männer des Chores somit eine aktive Ökumene.

Volles Programm zur Premiere

Für das Adventskonzert hat die Kantorei Treuenbrietzen ein gut einstündiges Programm einstudiert.

Darunter sind zwei Arien aus dem Weihnachtsoratorium, die von der Berliner Sängerin Stefanie Weiner und der Musikstudentin Judith Kuntz aus Osnabrück an der Geige als Solistinnen dargeboten werden.

Auf dem Programm stehen zudem Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Peter Cornelius sowie Weihnachtslieder.

Das Konzert ist am 6. Januar ab 18 Uhr dann noch einmal in der Dorfkirche zu Deutsch Bork zu erleben.

Das Adventskonzert in der Nikolaikirche zu Treuenbrietzen beginnt am Sonntag,
3. Dezember, um 17 Uhr.

„Meine Ideen, das traditionelle Adventskonzert diesmal in der kleineren Nikolaikirche durchzuführen, stieß beim Chor und allen Beteiligten auf offene Ohren“, erzählt Winfried Kuntz. Aus persönlichen Beziehungen zu dem Gotteshaus hätten viele Sänger diesen Wunsch schon länger verfolgt, erfuhr Kuntz in Treuenbrietzen.

Kollekte für den Glockenklang

Nun, da die Kirche durch diverse Arbeiten im Zuge der Altstadtsanierung „auch im Stadtbild wieder stärker in Szene gesetzt wurde, ist das ein weiterer guter Anlass für die Premiere“, sagt der Interims-Kantor gegenüber der MAZ. Er kann sich Auftritte der Kantorei allgemein auch das Jahr über „immer mal an anderen Orten in der Stadt vorstellen“, so Kuntz. Die Kollekte des bei freiem Eintritt angebotenen Adventskonzerts würde der Kantor, der auch Orgelexperte und Glocken-Kenner ist, gerne für die Nikolaikirche spenden. „Damit könnte der Grundstock für einen Elektroantrieb gelegt werden, um die beiden Glocken im Turm wieder regelmäßig klingen zu lassen“, sagt Kuntz zu seiner Idee.

Zunächst hofft er ab Januar jedoch auf eine Ablösung aus Reihen seiner sieben Kollegen im Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg für die Vertretung der Treuenbrietzener Kantoren-Stelle. Immerhin leitet Winfried Kuntz an seinem eigentlichen Arbeitsplatz in Bad Belzig drei verschiedene Chöre und betreut acht Orgelschüler.

Allgemein sei der Bedarf für Kirchenmusiker nicht nur im Raum Treuenbrietzen groß. Längst setzt auch die Kirche auf externe Honorarkräfte sowie eigens qualifizierte Ehrenamtler, statt hauptberufliche Kirchenmusiker. Die Ausbildung der Ehrenamtler erfolge in Bildungszentren der Landeskirche in Dahme, Brandenburg/Havel sowie Rheinsberg. In den Gemeinden betreuen die Kontoren die Schüler“, erklärt Siegfried-Thomas Wisch. Derzeit sein alle Kantoreien im Kirchenkreis besetzt, sagt der Superintendent. Bis auf Treuenbrietzen.

Von Thomas Wachs

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