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Kanzlerin erhält Post aus Linthe

Offener Brief Kanzlerin erhält Post aus Linthe

Volkmar Paul hat einen ebenso persönlichen wie offenen Brief an die Kanzlerin geschrieben. Denn wegen der Flüchtlingskrise treiben ihn Sorgen um. Mit seinen Zweifeln ist der CDU-Mann nicht allein. Den Anlass seines Schreibens schildert er besonders eindrucksvoll.

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Besorgt: Volkmar Paul

Quelle: Michael Greulich

Bad Belzig. „Ich frage mich ernsthaft, wie viel Angst hat unser Staat vor seinen besorgten Bürgern?“ Eine Antwort erhofft sich Volkmar Paul von Angela Merkel (CDU). Der Gastwirt und Lokalpolitiker durchlebt eigenen Angaben derzeit schlaflose Nächte und hat daher einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin geschrieben.

Anlass bietet ihm die jüngste Gemeindevertretersitzung im Saal seines Hotels „Linther Hof“. Dort war die Einwandererunterbringung in der Kommune erörtert worden. „Vor der Tür standen vier Einsatzwagen der Polizei, einer davon demonstrativ vor den Fenstern des Saals. Drinnen unter den Bürgern befanden sich der Einsatzleiter in Uniform, ein Zivilpolizist mit sichtbar getragener Waffe, sowie zwei Kollegen vom Staatsschutz“, schildert der 51-Jährige die Umstände, unter denen derzeit Zusammenkünfte mit diesem Thema allerorten stattfinden.

Dass die Bürger wie er selbst Sorge haben liegt für ihn auf der Hand. „Die Bevölkerung versteht nicht, warum Kanzlerin und Regierung nicht in der Lage sind, den Zuwanderungsstrom zu stoppen. Statt dessen die Menschen weiterhin ermutigt werden, Hab und Gut zu verkaufen, ihre Heimat im Stich zulassen und sich den Weg in eine vermeintlich bessere Welt zu erkaufen.“ Nach Meinung von Volkmar Paul könne nur ein starkes Europa mit einem starken Deutschland die Not und Armut in den Heimatländern der Flüchtlinge lindern. „Sollte Ihnen das nicht gelingen, befürchte ich für Deutschland soziale und religiöse Konflikte und damit verbunden einen enormen Rechtsruck. Das darf nicht geschehen“, lautet die Schlussfolgerung. Der Familienvater verweist darauf, dass er seit 24 Jahren Mitglied in und Wähler der Union sei, sich für das Land als Arbeitgeber und in der Freizeit engagiert.

Mithin ist er nicht der einzige in der Partei, der aus dem Anlass an die Regierungschefin schreibt. Namhafte Politiker haben in dieser Woche eine ähnliche Note „gegen die Politik der offenen Grenzen“ nach Berlin gesendet. Sie hat inzwischen Zuspruch vom Kreisverband Potsdam-Mittelmark erhalten. „Wir begrüßen es, dass mit diesem Brief eine überfällige offene Debatte zur Flüchtlingspolitik in Deutschland aus der CDU heraus angestoßen wurde“, sagte die hiesige Vorsitzende Saskia Ludwig.

„Die Menschen haben Angst um ihre Zukunft und eine Reaktion der Politik ist nicht erkennbar“, schreibt Volkmar Paul. Er wartet noch auf Antwort.

Von René Gaffron

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