Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Kapazität für Kinderbetreuung reicht nicht
Lokales Potsdam-Mittelmark Kapazität für Kinderbetreuung reicht nicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:45 05.12.2017
Kathrin Piske Quelle: Andreas Koska
Anzeige
Brüc

Im Asylbewerberheim gilt besonderes Augenmerk der haupt- und ehrenamtlichen Betreuer dem Nachwuchs. Nicht nur zur Weihnachtszeit. Über deren aktuelle Situation berichtet Kathrin Piske von der Initiative „Brück hilft“.

Die Kinder stellen wie es heißt zurzeit etwa ein Drittel der Bewohner. Wie viele sind es genau?

Kathrin Piske: Es sind 41 Jungen und Mädchen im Kita- und Grundschulalter. Hinzu kommen noch mal 40 Jugendliche bis 18 Jahre.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Probleme?

Die Kleinkinder haben alle keinen Kita-Platz, da es in Brück wie vielerorts zu wenig Betreuungskapazität gibt. Das Heim kann keine altersgerechten Bedingungen schaffen, ist für die Kinderbetreuung letztlich auch nicht zuständig. So gibt es also wenig adäquate Angebote und viel Langeweile. Die Mütter können nicht an den Sprachkursen teilnehmen und die Kleinen lernen kein Deutsch. Es sei denn, sie haben schulpflichtige Geschwister.

Jene sind an den hiesigen Schulen gut aufgehoben?

Auf jeden Fall. Einige Kinder fahren nach Treuenbrietzen, andere wurden in Brück eingeschult. Mittlerweile besuchen manche Grundschüler bereits den Hort. Und seit den Herbstaktivitäten im Mehrgenerationentreff „Alte Korbmacherei“ kennen viele auch diese Anlaufstelle. Die älteren Schüler sind an der Oberschule oder in den Oberstufenzentren. Sie pendeln täglich.

Gibt es Lösungsansätze für die Kleinen?

Das Eltern-Kind-Zentrum hat seit diesem Jahr an drei Vormittagen in der Woche ein Beschäftigungsangebot im Heim ermöglicht. Dort werden tolle Beschäftigungen organisiert und oft kommen die Mütter dazu. An manchen Tagen ist es jedoch im dafür hergerichteten Wohncontainer einfach zu voll. Besonders in den Ferien, wenn die Großen ebenfalls Abwechslung suchen, ist die Situation prekär.

Was macht die Flüchtlingsinitiative „Brück hilft“ für die Kinder?

Von Beginn an waren unsere Ehrenamtlichen mittwochs und sonnabends zwei bis drei Stunden vor Ort und haben mit den Kindern gemalt, gespielt, gepuzzelt, gesungen, gekocht, gebastelt und vieles mehr. Im Sommer haben wir für sechs Kinder und zwei Jugendliche einen Schwimmkurs organisiert und waren ein paarmal mit einer Gruppe skaten. Einmal sind wir sogar mit acht Kindern zum Flämingskate gefahren. Mit einigen Jugendlichen sind wir bei der Preußenmeile in Potsdam gestartet. Zur Adventszeit gab es gerade ein Puppenspiel für die Kleinsten. Mit den größeren möchten wir noch ins Theater fahren. Das waren tolle Aktionen, sie reichen aber bei Weitem nicht aus.

Was hat es mit dem neuen Sportprojekt auf sich?

Jeden Dienstag von 19 bis 20.30 Uhr treiben wir mit Frauen und Mädchen ab 12 Jahre in der kleinen Turnhalle in Brück Sport. Das Projekt wurde vom Verein „On the move, Sport und Integration“ angeregt, der „Brück hilft“ um Unterstützung bei der Durchführung gebeten hat. Ziel ist es, den Teilnehmerinnen den Spaß an sportlicher Bewegung zu vermitteln. Wir freuen uns natürlich auch über einheimische Teilnehmerinnen. Bestandteil des Projektes ist ein Transfer. Unkosten werden erstattet.

Was ist aus der Suche nach Lesepaten geworden?

Es haben sich zwei Frauen gefunden, die regelmäßig vorlesen. Für die vielen Kinder reicht das natürlich nicht aus. Darum freuen wir uns über jeden, der noch mitmachen möchte. Auch haben wir ein Angebot für Nachhilfeunterricht erhalten, worüber wir uns sehr freuen. Grundsätzlich ist jede Idee für die Kinder willkommen.


Weitere Informationen im Internet unter www.brueck-hilft.de

Von Andreas Koska

In der Alten Posthalterei in Beelitz wurde eine Sandmann-Ausstellung mit annähernd 120 Puppen und Tieren sowie 76 Fahrzeugen des kleinen Schlafbringers eröffnet. Bis zum 31. Januar des nächsten Jahres können die Originale aus knapp 60 Jahren Sandmännchen besichtigt werden. Die Schau hat dienstags sowie freitags bis sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

05.12.2017

Die Sperrung in der Ruhlsdorfer Straße in Teltow ist aufgehoben worden. Am Vormittag wurde bei Bauarbeiten eine beschädigte Gasleitung entdeckt. Polizei und Feuerwehr waren danach vor Ort, der Verkehr war umgeleitet worden. Experten konnten jetzt das Leck schließen. Es bestand keine Explosionsgefahr.

04.12.2017
Potsdam-Mittelmark MAZ-Serie „Unsere Pfarrer, unsere Kirchen“ - Caputher Pfarrer feiert Weihnachten immer vor

Thomas Thieme (38) ist seit zwei Jahren Pastor in Caputh. Verheiratet ist er mit der Langerwischer Pfarrerin, Juliane Rumpel. Zur Weihnachtszeit legen sie einen regelrechten Gottesdienst-Marathon hin. Deshalb feiert er das Fest traditionell etwas früher. Wie er an die Geschichten für seine Predigten kommt, verraten wir in der MAZ-Serie „Unsere Pfarrer, unsere Kirchen“.

19.03.2018
Anzeige