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Potsdam-Mittelmark Karin Gerbrand setzt sich für Straßenhunde ein
Lokales Potsdam-Mittelmark Karin Gerbrand setzt sich für Straßenhunde ein
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00:17 26.04.2017
Karin Gerbrand mit ihren fünf Tierheim-Hunden. Quelle: Johanna Uminski
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Borkheide

Benötigt man eine zahnärztliche Behandlung, dann führt der Weg zu Zahnärztin Karin Gerbrand. Die Borkheiderin lebt seit 1992 in der Waldgemeinde, hat zwei erwachsene Kinder, fünf Hunde, fünf Kaninchen und liebt die Natur. An ihrem Beruf schätzt die 53-Jährige die Vielfältigkeit und Kreativität. Auch den Umgang mit den verschiedenen Patienten findet die in Sachsen geborene Zahnärztin sehr spannend.

Neben ihrem Traumberuf schlägt ihr Herz aber ganz besonders für Tiere. Vor allem das Leid der Hunde in Rumänien bewegt Karin Gerbrand. Daher engagiert sie sich im Tierschutz und hilft regelmäßig aktiv vor Ort.„Eigentlich wollte ich Tierärztin werden oder Biologie studieren“, sagt die freundliche Frau mit den blauen Augen. Dieser Weg gestaltete sich in der ehemaligen DDR aber schwierig, so die Zahnärztin.

Tötungsgesetz in Rumänien wurde zur Gelddruckmaschine

Zuhause hatte die 53-Jährige als Kind immer schon Tiere. „Die Tierliebe ist ganz tief in mir.“ Kein Wunder also, dass sich Karin Gerbrand und ihr Mann Frank bereits seit 2011 für Hunde in Rumänien einsetzen. „Die Straßenhunde sind in diesem Land ein selbst gemachtes Problem“, so die Borkheiderin. Auf den Straßen Rumäniens wurden die Hunde sich selbst überlassen, die sich ungehemmt vermehren konnten.

Rumänien sei ein korruptes und armes Land. „Durch das Tötungsgesetz gegen Hunde ist eine Geldruckmaschine entstanden“, sagt die Zahnärztin. Die EU zahle für jeden eingefangenen Hund 250 Euro. Bei einem durchschnittlichen Einkommen von 300 bis 400 Euro pro Monat ist das für einen Hundefänger ein lukratives Geschäft. „Dieser bekommt pro Hund 50 Euro.“

Nächster Spendentransport startet Ende April

Wem Karin Gerbrand und ihr Mann die gesammelten Spenden geben, schauen sich beide sehr genau an. „Wir wurden auch enttäuscht und mussten Lehrgeld bezahlen.“ Heute unterstützt die Borkheiderin Tierschutzfreunde in Timisoara und Umgebung. Das Sammeln von Spenden hat Karin Gerbrand irgendwann nicht mehr ausgereicht. Seit fünf Jahren fährt die Borkheiderin regelmäßig nach Rumänien und hilft aktiv beim Tierschutz vor Ort. „Wenn man ein Mal da gewesen ist, geht man nicht mehr weg.“ In ihrem Urlaub arbeitet die 53-Jährige im rumänischen Tierheim und hilft bei allem, was anfällt. „Ich sozialisiere die Hunde, gehe mit ihnen Gassi, füttere und striegele sie oder räume mal die Kacke weg.“

Die einzige Lösung des Hundeproblems in Rumänien sieht Karin Gerbrand in der Kastration, die für jeden zugänglich gemacht werden sollte. „Nach fünf Jahren ist es ermüdend und die Probleme erschlagen einen“, sagt die Tierliebhaberin über ihr Engagement. Ans Aufhören denkt die Borkheiderin aber nicht. „Dann denke ich, wenn wir noch gehen, dann werden es immer weniger aktive Tierfreunde.“ in Rumänien.“ Ihr Mann fährt wieder Ende April mit einem drei Tonnen schweren Anhänger voller Spenden nach Rumänien. Vom 14. bis 21. Mai unterstützt Karin Gerbrand eine Kastrationskampagne in einer Kleinstadt, in der alle Hunde kastriert werden sollen.

Info: Wer mit Spenden helfen will, kann sich an Karin Gerbrand wenden. Sie ist erreichbar unter 0173-5 13 56 01. Weitere Infos gibt’s auch auf der Facebookseite „Brandenburger Spendensammelstelle für die Straßenhunde Rumäniens“.

Von Johanna Uminski

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