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Potsdam-Mittelmark Karneval in Brück mit hohen Gästen
Lokales Potsdam-Mittelmark Karneval in Brück mit hohen Gästen
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18:28 04.02.2018
Die Hoheiten Denis I. und Kathrin II. ersetzten das erkrankte Brücker Prinzenpaar. Quelle: Andreas Koska
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Brück

Es ist seit vielen Jahren die Tradition, dass zum Brücker Karneval eine Gästebütt die Narren unterhält. Aus Golzow kam die Rednerin in der mittlerweile 59. Session in den fast ausverkauften Saal im „Schützenhaus“. Heike Zastrow begeisterte bei der ersten Prunksitzung des Brücker Karnevals Clubs in diesem Jahr das Publikum. Die „gemütliche Dicke“ – so nennt sie sich selbst – kritisierte mit scharfer Zunge die Groko-Verhandlungen und gab sich wahlmüde. „Ich gehe nur noch zu einer Wahl und das ist Karne-Val“, erklärte sie und traf die Stimmung im Saal.

Die Kreuze wolle sie nur noch auf dem Bierdeckel machen, setzte sie unter Gelächter und Applaus fort. Zastrow im Gewand einer munteren Putzfrau machte sich auch über den US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump lustig. Denn der darf inzwischen bei keiner Büttenrede mehr fehlen.

Dass sie sich von Schicksalsschlägen unterkriegen lassen, kann man den Brücker Karnevalisten nun wirklich nicht vorwerfen. Trotz erkranktem Prinzenpaar füllten sie den Saal zur ersten Prunksitzung der 59. Session fast bis auf den letzten Platz. Das dreistündige Bühnenprogramm tat sein Übriges zur traditionell ausgelassenen Stimmung.

Ohnehin haben die Narren in Brandenburg ihren eigenen Präsidenten. Heiner Reiß ist der Chef des Karnevalverbands Mark Brandenburg und gab sich am Samstag in Brück ebenso die Ehre wie das brandenburgische Prinzenpaar Steffen I. und Anke I. Aus Golzow waren Andreas und Daniela – beide die Zweiten ihres Namens – angereist und feierten, wie es der Zufall wollte, am Samstag in Brück den Geburtstag der Golzower Prinzessin. Auch aus Niemegk war eine Delegation anwesend.

Umso ungewöhnlicher war es, dass sich das einheimische Prinzenpaar nicht blicken ließ. Die Hoheiten mussten krankheitsbedingt passen. „Auch in unserer 59. Session verzagen wir deshalb nicht und haben einen vollwertigen Ersatz gefunden“, sagte der Brücker Karnevalspräsident Eckhard Schulz. Er präsentierte Denis I. und Kathrin II. Das Ehepaar Stumpf ist schon länger im Brücker Karnevalstreiben engagiert und sprang bereitwillig ein. Einzig die blau-weiß kostümierte „Saalpolizei“ trug Trauer am Samstagabend. Musste sie doch auf ihr Mitglied Kathrin verzichten.

„Aliwatschi – hei, hei, hei“

Knapp drei Stunden Programm boten die Brücker ihren Gästen bei der ersten Prunksitzung in der 59. Session. Wie immer machten die Jüngsten den Anfang. Die „Funken 2.0“ eröffneten den Abend. Sogar zwei Jungs gehören dem Ensemble an. Danach folgte eine dramatische Darbietung der „Chaos Kids“: Neun Mädchen und drei Jungen im Alter zwischen fünf und acht Jahren stellten eine Entführungsszene an einer Bushaltestelle nach, um als Superboys und -girls alles ins Reine zu bringen. Kein Wunder, dass eine Zugabe eingefordert wurde. „Aliwatschi – hei, hei, hei“, der Brücker Karnevalsruf erscholl immer wieder am Samstagabend.

Die Engel und Teufel der Brücker „Beat Rockers“ performten anschließend zu „Atemlos“ und „Ghostbusters“. Die Filmmusik scheint in der aktuellen Karnevalssession besonders beliebt. Denn auch die „Caballeros“ traten zunächst im Geisterjäger-Kostüm auf, bevor sie dann in Unterwäsche weiter tanzten.

Dank dem „Rückkehrer“, Holger Ehle, blieb im Verlauf des Abends auch die Brücker Stadtpolitik nicht unbescholten und der „Hausmeister“ des Brücker Karneval Clubs, Mario Engel, beleuchtete Zwischenmenschliches, vor allem das Mann-Frau-Verhältnis. „Ich versuche immer knapp an der Gürtellinie entlang zu wandeln, das erhofft sich das Publikum“, erklärt der Narr, der seit 17 Jahren an der Bütt steht. „Ich bin zufrieden und danke allen rund 80 Aktiven für die Arbeit, ohne die das alles nicht möglich wäre“, sagte Eckhard Schulz zum Abschluss des Programmes, bevor es ihn wie viele andere auf die Tanzfläche zog.

Von Andreas Koska

Juliane Rumpel begleitet Menschen auf entscheidenden Etappen im Leben, hilft ihnen an Wendepunkten oder leiht ihnen ein Ohr am Gartenzaun. Die 38 Jahre junge Pfarrerin ist seit mehr als vier Jahren für Langerwisch und Wilhelmshorst zuständig. Privat mischt sich in ihrem Leben oft mit Beruflichem, und nicht zwar nur weil sie quasi ständig im Dienst ist.

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