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Potsdam-Mittelmark Karneval rückt näher zusammen
Lokales Potsdam-Mittelmark Karneval rückt näher zusammen
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18:11 03.04.2018
Im vergangenen Jahr gab es erstmals in der Geschichte Werders einen gemeinsamen Rosenmontagsball aller vier Karnevalsvereine. Quelle: Julian Stähle
Werder

So eng beieinander war der Werderaner Karneval noch nie. Vor einem Jahr feierten alle vier Vereine gemeinsam den Rosenmontagsball – mit einem komplett ausverkauften Saal auf der Bismarckhöhe. Die Idee kam von Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU), die zum 700. Stadtjubiläum alle Vereine zusammenbringen wollte. „Danach war klar: Das müssen wir wiederholen“, sagt Michael Kassin vom Karnevalsverein Werder (KCW). Als Interessengemeinschaft wollen sie den Rosenmontagsball nun zur Tradition werden lassen. Daran arbeiten sie allerdings nur noch zu dritt, denn die „Freunde des Frohsinns“ konnten sich mit der Gründung einer Gesellschaft nicht anfreunden. „Es gab unterschiedliche Auffassungen zur Rechtsform, in der das Ganze weitergeführt wird. Wir wollten, dass das klar geregelt ist und haben für eine GbR gestimmt“, erklärt Mitgesellschafter Michael Kassin. Die Freunde des Frohsinns stimmten als einzige dagegen. Für die Karnevalisten aus Werder, Glindow und Töplitz sei das kein Problem, obwohl sie es auch gern zu viert weiter geführt hätten. Derzeit laufen die letzten Proben für den großen Auftritt am kommenden Montag.

„Die drei Vereine sind in dem zurückliegenden Jahr wirklich zusammengewachsen“, sagt Michael Kassin, der mit 14 Jahren das erste Mal auf der Karnevalsbühne stand. Der KCW war der einzige im Bunde, der den Rosenmontag überhaupt noch gefeiert hatte. Anfangs sogar auf der Bismarckhöhe, mit immer weniger verkauften Karten verlegten sie die Feier später ins Schützenhaus. Dass die Glindower, Werderaner und Töplitzer in Sachen Karneval mal so eng zusammenrücken würden, ist nicht selbstverständlich. „Es gab keine Feindschaften, wir haben uns alle gut verstanden. Aber es hat schon etwas gedauert bis wir uns zusammengeschüttelt hatten“, erinnert sich Michael Kassin. Zwei Mitglieder aus jedem Verein sind nun Teil der Organisationsgruppe, die auch einen eigenen Programmpunkt für den bevorstehenden Rosenmontagsball geplant hat. Sie werden ein Lied mit dem Namen „Wir sind eine große Familie“ singen. Denn das sei die Nachricht, die sie nach außen tragen wollen.

Auf der Bismarckhöhe feierten 2017 erstmals vier Karnevalsvereine den Rosenmontagsball gemeinsam. Etwa 450 Gäste verbrachten einen ausgelassenen Tanzabend.

Ein paar Wochen nach dem ersten gemeinsamen Rosenmontagsball sprachen die Vorstände darüber, in welcher Form es weitergehen könnte. Im August folgte dann die Gründung der Interessengemeinschaft Karnevalsvereine. Warum die „Freunde des Frohsinns“ nicht mehr dabei sind, erklärte der Vorsitzende Christian Zube auf der Facebook-Seite des Vereins: „Karneval funktioniert aus meiner Erfahrung nur im Verein und nicht als Firma.“ Anfangs sei auch in den Raum geworfen worden, einen Verein der Vereine zu gründen, sagt Michael Kassin. Doch die Vereine wollten Rechtssicherheit. „Einen Vertrag aufzusetzen, wäre nicht notwendig gewesen, aber wir wollten es“, so der Sohn des Berlin-Brandenburgischen Präsidenten vom Karnevalsverband, Walter Kassin. Nun werben die Vereine für den Rosenmontagsball mit dem „Besten vom Werderaner Karneval“ und wollen, dass diese Feier zur Tradition und zum festen Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt wird. Michael Kassin zufolge sei nicht ausgeschlossen, dass die Interessengemeinschaft künftig auch noch andere Veranstaltungen organisiert. Konkrete Pläne gebe es derzeit aber noch nicht.

Interesse am Ball ist wieder sehr groß

„Wir haben jetzt hier etwas in Werder, das es anderswo kaum gibt. Der Karneval wächst immer weiter zusammen und das ist uns auch ganz wichtig“, erzählt der 47-Jährige. Jeder hat in der Organisationsgruppe eine eigene Aufgabe und die gemeinsame sei, alles zu lenken. Die Vorbereitung dauert das ganze Jahr – frei nach dem Motto: Nach dem Rosenmontagsball ist vor dem Rosenmontagsball. Das zweistündige Bühnenprogramm gestalten die Vereine in diesem Jahr auch wieder gemeinsam und in einer ähnlichen Form. Zwei Dinge wollte die Interessengemeinschaft nach dem ersten Rosenmontagsball verbessern. Also spielt diesmal eine andere Live-Band und auch an der Menükarte wurde gefeilt. „Es ist gar nicht so leicht, eine Band zu finden, die zu diesem Anlass live richtig gut spielen kann“, erklärt Michael Kassin.

Während die Mitglieder des KCW den großen Saal der Bismarckhöhe schon von vorherigen Feiern kannten, sei die große Bühne für die Glindower und Töplitzer Karnevalisten eine ganz neue Erfahrung gewesen. „Wenn die Veranstaltung ausverkauft ist, dann ist es immer eine besondere Atmosphäre“, sagt Michael Kassin, der mittlerweile nicht mehr so gern auf der Bühne steht, sondern lieber im Hintergrund arbeitet. Auch in diesem Jahr ist der Großteil der Eintrittskarten bereits verkauft. Obwohl der Ball im vorigen Jahr sehr gut ankam, sei nicht absehbar gewesen, dass das Interesse wieder so groß ist. „Wir hatten zwar ein gutes Gefühl, aber beim ersten Mal kommen traditionell auch viele aus Neugierde“, so Michael Kassin. Am kommenden Montag werden es wieder fast 500 Gäste sein, die die fünfte Jahreszeit feiern.

Insgesamt 372 Mitglieder

Der Karnevalsclub Werder (KCW) ist mit 174 Mitgliedern der größte, gefolgt vom Glindower Carnevalsclub (GCC) mit 143 Mitstreitern. Der Töplitzer Karnevalsclub (TKC) zählt 55 Mitglieder.

Der zweite gemeinsame Rosenmontagsball der Vereine findet am 12. Februar auf der Bismarckhöhe in Werder statt, er beginnt um 20.02 Uhr. Es ist die letzte Karnevalsveranstaltung in diesem Jahr.

Eintrittskarten für den Ball kosten 20 Euro und können online unter www.kcw-ev.de bestellt werden.

Von Luise Fröhlich

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