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Karnevalisten sind bunt, laut und lustig

Prunksitzung des BKC Karnevalisten sind bunt, laut und lustig

Mit dem RE 1 ging es bei den Narren des Brandenburger Karnevalclubs ins Spaßland: Bei der ersten Prunksitzung des BKC nahmen die Büttenredner die Bahn auf die Schippe. Einen herzlichen Dank sprach Lucas Böttche für das sinnlose Warten im Bahnhof Götz, wegen Signalstörungen oder Gleisbauarbeiten aus.

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Von Klein bis Groß waren alle mit dabei.

Quelle: Ina Schidlowski

Brandenburg/H. „Ist ja so still hier im Saal“, sagt Jacqueline Damus, die Präsidentin des Brandenburger Karnevalsclubs am Freitagabend. Stimmt. So richtig in Schwung schien das närrische Volk in der ersten Prunksitzung der 52. Saison zu Beginn um 20 Uhr noch nicht sein.

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Ob Knöpfchen oder Pulversack, die Narren des Brandenburger Karnevalclubs zündeten ihre Spaßraketen zur ersten Prunksitzung der 52. Saison.

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Tja, der Spaß kommt eben nicht von allein. Da braucht es schon etwas Zündstoff. Hatte der BKC mit seinem Programm ja versprochen, und dann, im Laufe des Abends auch tatsächlich unter den Narrenkappen hervorgezaubert. Schon die rot, grün und blau glitzernden Kostüme der tanzenden Gardemädchen sind ein Augenschmaus und wenn dann die hübschen Zöpfe und die schnellen, schlanken Beinen auf und nieder hüpfen, löst das immer wieder begeisterte Jubelrufe aus.

Als kleine Geister und Vampire tanzen die Knöpfchen über die Bühne, das Männerballett wirbelt im Afrolook und heißem Glitzeranzug, ganz wie John Travolta mit den Armen und Beinen und die Schautanzgruppe lockt mit phantasievoller Choreografie und farbgewaltigen Kostümen in die Welt der Eiskönigin. Das ist große Show, sehr professionell und verdient Hochachtung.

Pendler nimmt die Bahn auf die Schippe

Langes ausdauerndes Training, viel Disziplin und harte Arbeit stecken dahinter. Den fröhlichen Gesichtern ist das nicht anzusehen. Es ist ihr Tag. Darauf haben die Vereinsmitglieder hingearbeitet und nun bricht sich eine gewaltige Lebensfreude Bahn. Das steckt an und schwappt auf das Publikum über. Da schwört man gerne jeden Blödsinn dem 12-jährigen Yves Fischer, der als Harry Potter in der Kinderbütt mit wilden Zauberformeln um sich wirft, feixt über die kichernden Pulversäcke, die sich mit Gewehr und Uniform im Tanz probieren und findet sich endlich mal so richtig verstanden, wenn Lucas Böttche (23), aus seinem Pendlerleben von den Erlebnissen im Regionalexpress berichtet.

„Diese Zeit gehört Dir“, wirbt die Deutsche Bahn und Böttche bedankt sich für das sinnlose Warten im Bahnhof Götz, wegen Signalstörungen oder Gleisbauarbeiten. Ja, das hat Lokalbezug, ist jung und frisch und löst bei Einigen ein befreites Lachen aus.

Hölle, Hölle, Hölle von Wolle Petry

Doch dann schickt Timo Schulz, von der aus Berlin stammenden Partyband „Die Zipfelbuben“, die tanzgelaunten Gäste in die Hölle. „Hölle, Hölle, Hölle“ brüllt das Publikum zum Wolle Petry-Superhit und der Zipfelbube hat sie in der Hand und setzt noch einen drauf: „Ich bau Dir ein Schloss, das in den Wolken liegt“. Das funktioniert bestens. Es wird getanzt, gesungen, gelacht, geschunkelt. Etwas derber kommt da Tim Blankenhorn daher. Das Allroundtalent steht zu seiner fülligen Figur.

Er tanzt nicht nur im Schautanz mit, sondern in der Freizeit auch Bailaro und Zumba und lässt seine bösen Witze auf das Publikum niederprasseln. Manch einer verzieht das Gesicht, eine anderer kann sich vor Brüllen kaum halten. Noch eine spitzenmäßige Tanzeinlage und auch er hat das Publikum auf seiner Seite. Für die „Handwerker“, Christian Ostermann und Urgestein Wolfgang Brust, ist das ein Kinderspiel.

Von Bugabunt bis Flüchtlingsmillionen witzeln sie sich am Synapsenfriedhof vorbei bis zum Rosenmontags-Techtelmechtel. Die Haus- und Hofband tischt einen Tusch nach dem anderen auf und die BKC-Brummer singen: „Mach Dein Ding, Dingeling, Dingeling“.

Aber irgend etwas fehlt schon den ganzen Abend. Wo sind denn nur die Papierschlangen, das Konfetti? Da regnet´s auch schon vom Theaterhimmel im Großen Haus und mit Polonäse zieht ein ausgelassen singendes Publikum durch den Saal und stapft mit bunten Flocken im Haar durch Papierschlangenberge.

Bildergalerie: Eine Bildergalerie mit weiteren Fotos gibt es unter www.MAZ-online.de/bkc2016

Von Ina Schidlowski

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