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Karnevalisten stürmen dünn besetztes Rathaus

Lehnin Karnevalisten stürmen dünn besetztes Rathaus

Wäre der 11.11. kein Samstag gewesen, vielleicht hätte das Lehniner Rathaus-Team eine Chance gegen die Karnevalisten des LCV gehabt. So aber waren die Eingänge der Verwaltungsburg nur dünn besetzt und für die Fans der jecken Jahreszeit leicht im Sturm zu nehmen.

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Die Lehniner Prinzengarde beim Sturm auf das Rathaus.

Quelle: Christine Lummert

Lehnin. „Heute ist keine Sprechstunde“, verkündeten Bürgermeister Uwe Brückner und sein Stellvertreter Bertold Satzky aus der oberen Etage des Lehniner Rathauses der versammelten Meute. Angeführt von den Narren des Lehniner Carnevalsvereins (LCV) war wie in jedem Jahr pünktlich zum Beginn der fünften Jahreszeit am 11. 11. die Erstürmung der Verwaltungsbastion im Klosterort geplant.

Ein Blick in die Geschichte zeigt zwar, das Widerstand ohnehin zwecklos ist, doch das Führungsduo der braven Beamten geht zuvor immer gerne ins ausgefeilte Wortduell mit Roland Bellin, dem Präsidenten des LCV. Da der Start in die jecke Session in diesem Jahr zudem auf einen Samstag fiel, waren die Verteidigungsreihen ums Rathaus dünn gesät und nicht alle Eingänge ausreichend besetzt.

Da ist er, der goldene Schlüssel des Rathauses

Da ist er, der goldene Schlüssel des Rathauses.

Quelle: Christine Lummert

Während sich die Bürgermeister und LCV-Präsident noch verbal beharkten, hatten das Prinzenpaar Sandra I. und André I., verstärkt durch die Kanonenbesatzung des Karnevalsvereins, schon Tatsachen geschaffen. Heimlich und leise wurde die Gemeindekasse erbeutet und so mussten sich Brückner und Satzky in ihr Schicksal ergeben und zur Schlüsselübergabe ihre Trutzburg verlassen.

Vorwärts marsch

Vorwärts marsch.

Quelle: Christine Lummert

Anders als in den Karnevalshochburgen am Rhein ist der 11. 11. im brandenburgischen kein inoffizieller Feiertag und deshalb wird die Rathausübernahme in Lehnin eigentlich immer erst in den Abendstunden nach Dienstschluss zelebriert. Deshalb wurde der Wochenendtermin in diesem Jahr besonders gefeiert. Mit einem Umzug, der auf dem Markgrafenplatz startete, zogen die Lehniner Narren zum Rathaus.

Na, Vizebürgermeisterchen, was hast du uns zu bieten

Na, Vizebürgermeisterchen, was hast du uns zu bieten?

Quelle: Christine Lummert

Dort war eine Bühne aufgebaut, auf der die Machtübernahme durch die Jecken gefeiert wurde. Die über einhundert Zuschauer begossen die fünfte Jahreszeit mit einem Glas Sekt und applaudierten dem Prinzenpaar und dem Kinderprinzenpaar Hermine Rogazewski und Tim Arne Schmidt, die als echte Royals in der Kutsche anreisen durften.

Umzug durch Lehnin

Umzug durch Lehnin.

Quelle: Christine Lummert

Um den Zuschauern Lust auf die Karnevalssitzungen der 48. Session des LCV zu machen, präsentierte der Verein Ausschnitte aus dem Programm, das ab Januar im Saal des Café Niewar zu sehen sein wird. Gewohnt trottelig machte die Kanonenbesatzung lautstark den Anfang, bevor die Prinzengarde mit einer neuen Choreografie eine flotte Sohle auf den Asphalt legte. Justin Lehmann-Friese und René Gericke schmetterten die Vereinshymne der Kloster-Narren. Zum Schluss durfte zudem zu aller Vergnügen das Männerballett die Hüften kreisen.

Das Männerballett bringt Schwung in die Sache

Das Männerballett bringt Schwung in die Sache.

Quelle: Christine Lummert

Zwischendurch wurde der Schlachtruf geübt. Das „Jelina Helau“ kam allen problemlos über die Lippen. Die Karnevalisten des LCV können sich für ihr aktuelles Programm auf jubelnde Zuschauer freuen.

Von Christine Lummert

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