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Karpatendeutsche feiern in Brück Jubiläum

Festgottesdienst Karpatendeutsche feiern in Brück Jubiläum

Mit einem Festgottesdienst in der Lambertuskiche haben Karpatendeutsche jetzt ihrer Ankunft vor 70 Jahren im Hohen Fläming gedacht. Dort prägten die Vertriebenen auch die Entwicklung der Stadt Brück mit. Am 29. Juni 1946, trafen rund 300 vertriebene Karpatendeutsche im Fläming ein. Zum Jubiläum gedachten sie ihrer Geschichte und der jahrelangen Flucht.

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Michael Demko (links) und Roland Hoffmann begrüßten die karpateendeutschen Gäste in der Brücker Lambertuskirche.

Quelle: Privat

Brück. Anlässlich des 70. Jahrestages der Ankunft der Karpatendeutschen im Land Brandenburg hatte die Karpatendeutsche Landsmannschaft (KDLM) jetzt zu einem Erinnerungstreffen nach Brück eingeladen. Dort waren 1946 zahlreiche Deutsche angekommen, die ihre Heimat in der heutigen Slowakei verlassen mussten. In der Brücker Lambertuskirche fand ein Festakt statt. Er begann mit dem Einzug der Teilnehmer, angeführt von Pfarrer Helmut Kautz.

Der Einladung waren viele ehemalige Zipser-Deutsche und auch deren Nachfahren aus Nah und Fern gefolgt, so dass die Kirche mit mehr als 100 Besuchern gut gefüllt war. Als Ehrengast nahm die Bundesvorsitzende der KDLM, Brunhilde Reitmeier-Zwick, an der Jubiläumsfeier teil. Der KDML-Landesvorsitzende, Michael Demko aus Brück, erwähnte den schwierigen, aber doch erfolgreichen Neuanfang der Zipser nach 1946 in der neuen Umgebung.

„Nach Liedern, Glaubensbekenntnis und Evangelienlesung spielte eine Jugendband unsere Zipser Hymne und alle konnten mitsingen“, berichtet Roland Hoffmann. Er ist ein Nachfahre der Fluchtgeneration und wurde 1947 als eines der ersten Kinder der Vertriebenen im Fläming geboren. Hoffmann pflegt die Verbindung in die alte Heimat seiner Eltern bis heute. „Als besondere Bereicherung empfanden die Gäste den Beitrag von Julius Reich aus Sachsen-Anhalt, der über seine eigenen Erlebnisse zur Kinderlandverschickung sprach“, erzählt der Brücker.

Brunhilde Reitmeier-Zwick, die bereits zum vierten Mal nach Brück gereist war, würdigte das Engagement aller Karpatendeutschen. Willi Eschholz, ein Ur-Brücker Bürger, der die Ankunft der Vertriebenen hautnah miterlebte und später selbst die Heimat der Zipser erkundete, richtete Grußworte an alle Gäste.

Von Thomas Wachs

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